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15-02-2008 20:42
 
P.S.
@ An Herrn Rennert. Wenn Sie den Totalitarismus des DDR-Systems andauernd relativieren wollen, und die demokratische Deutsche Einheit von 1990 in einem ihrer Beiträge als Annexion bezeichnen, ist das ihr Problem. Am gescheiterten Kommunismus in Ost-Europa gibt es nicht zu beschönigen, ich bleibe dabei, ob es ihnen passt oder nicht. Das genaue Datum des Einmarsches der Roten Armee ist mir natürlich bekannt. Meine Angaben bezogen sich im Allegemeinen auf diesen Zeitraum des Monat September 1939, und das es vorher einen Teilungsplan zwischen beiden Diktatoren in dem Molotov - Rbentropp Pakt gegeben hat, das müsste ihnen auch bekannt sein. Ihre ganze Argumentation hinkt überhaupt überall und ist aus der Sicht eines Demokraten nicht auszuhalten. Man stelle sich vor, zwei Bankräuber gehen eine Bank überfallen, machen gemeinsam einen Plan und setzen alles in die Tat auch einmal um, sie werden aber zum Schluss erwischt und vor dem Richter beschuldigen sie sich dann gegenseitig, und der zweite, der später am Überfall beteiligt war, meint, es war eh schon egal, daher habe ich mitgemacht und geraubt, und der driite aus dem Süden sagte, das gilt auch für mich, ich habe gar nicht gewusst, dass das überhaupt ein Überfall war, und ausserdem ich war immer schon brav, im Vergleich zum Chef der Bande. Für mich waren all diesen Diktatoren widerwertiges und hochkriminelles Pack mit einer sehr hohen destruktiven Energie. Die Staaten und Völker sind weder gut noch böse, die Regime und totalitäre Ideologien schon und das haben all diese Faschismen und Kommunismen mit allen ihren verbrecherischen Taten bewiesen, Nazideutschland Sowjetunion und auch seinerzeit Duce-Faschismus. Ich muss mich eigentlich nicht rechtfertigen, da ich immer vorausgesetzt habe, dass über die Verbrechen des Faschismus und des Kommunismus in der neueren Geschichte überall und in allen Schichten der Gesellschaft Konsens herscht. Da ich auch u.a. Geschichte studiert habe, habe ich vieleicht irrtumlich geglaubt, auch die andere Seite in diesem Forum würde das auch so sehen. Die Frage der Verurteilung des NS-Regimes ist eine "nona Frage". Natürlich als Demokrat kann man das alles nur verurteilen. Alles wa ich behautet habe, entspricht nicht meiner subjektiven Wahrnehmung, würde ich behaupten, sondern das ist heute "mainstream" in der Geschichtsschreibung und in der allgemeinen Berichterstattung in den Medien der demokratisen westlichen Länder. Ich habe manches vieleich polemisch zugespitzt, aber ich befinde mich immer noch in der Mitte des sog. "Demokratischen Bogens" jeder Gesellschaft, und eine extreme Gesinnung lasse ich mir von niemand unterstellen, auch von ihnen nicht. Das ist nämlich Verleumdung und Ehrenabschneiderei, was ich auf´s Schärfste zurückweise. Wenn man mir daher unterstellen wollte, ich wüsste den Unterschied zwischen allen diesen totalitären Systemen nicht, dann wäre das so, als ob mir jemand vorwerfen würde, ich wäre ein Analphabet der Geschichte. Damit Sie das endlich kapieren, die Verbrechen des deutschen Nationalsozialismus sind allgemein gut bekannt und historisch aufgearbeitet und man muss sich nicht überall und bei jeder Gelegenheit davon distanzieren. Ich gehe davon aus, dass das selbstverständlich für fast alle Menschen überall in Europa ist. Für Kommunismus trifft das noch nicht ganz zu, leider! Ich war nie ein Anhänger einer dieser totalitären Ideologien und werde es auch nie werden, merken Sie sich das alle Ehrenabschneider! Das ist bei einem aufgeklärten Demokraten selbstverständlich, dass man die Geschichte kennt und diese Schreckensherrschaft verurteilt und ablehnt. Ich habe das in meinen Beiträgen auch ausreichend getan. Ich bin auch nicht gewillt, in einem von mir stammenden Beitrag zu einem vorgegebenen Thema einen Roman zu schreiben, damit ich alles berücksichtigen kann, was sich manche Teilnehmer vieleicht noch so sehr wünschen würden. Es liegt in der Natur der Sache, dass gerade das Land Süd-Tirol auch heute mehr die Geschichte des italienischen Duce Faschismus immer noch direkt betrifft, als die des NS-Regimes in Deutschland. Nicht ich habe irgendwas relativiert, sondern jene, die behaupten, der Duce-Faschismus war im Vergleich zu den Verbrechen des Nationalsozialismus noch "harmlos", wie ich das verstanden habe. Es ist heute auch "mainstream" in der Wissenschaft der Geschichte, dass man nachzuweisen glaubt, dass in sehr vielen Aspekten die deutschen Nazis und der grosse Diktator vor allem, die italienischen Faschos zum Teil kopiert haben, da dieser Faschismus schon 1921 in Italien an der Macht war. Ich wiederhole noch einmal, Süd-Tirol und Österreich gehörten in dieser tragischen Geschichte völkerrechtlich eindeutig zu den Opfern beider Faschismen. Wer das leugnet, der dreht die Rollen Opfer-Täter um, genauso wie die jenigen Täter, die das Grab eines Opfers eines umenschlichien Systems der Verweigerung der Menschenrechte beim süd-tiroler Widerstandskämpfer der 60er Jahre Sepp Kerschbaumer mit "Nazi raus" geschändet haben. Ausserdem, wer meine Beiträge aufmerksam liest, findet trotz der ganzen tragischen Geschichte des Landes Süd-Tirol bei Italien, weder Walschenhass noch Deutschtümelei. Meine Heimat ist weder Italien noch Deutschland, sondern wenn schon, dann das Land dazwischen. Ich trete stets für Gerechtigkeit, Fairness, Menschenrechte und Demokratie ein. Ich vertrete persönlich die Position der politischen Mitte und habe persönlich nie eine extreme Partei gewählt oder unterstützt. Mein Weltbild ist christlich katholisch und wertkonservativ aber auch in vielen Fragen bin ich liberal eingestellt, und zwar nach dem Leitsatz, "Leben und leben lassen!". Meine politische Heimat ist eher die klassische wertkonservative Volkspartei. Wir leben in einer freien Gesellschaft und jeder darf sagen und schreiben was er für richtig hält, vorausgesetzt, man beleidigt damit nicht andere Personen. Ich unterstütze mit meinen Beiträgen in diesem Forum die politischen Ziele der politischen Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit, da diese Partei wie keine andere in diesem Land die politische Courage und Schneid hat, das Thema der ewig aufgeschobenen Klärung der Selbstbestimmungfrage des Landes stellvertretend für alle Süd-Tiroler offensiv politisch anzugehen. Das kann man dieser Bewegung nich hoch genug anrechnen, wenn man das mit Bemühungen der anderen Parteien des Landes vergleicht. Vieleicht ist das auch der Grund der unqualifizierten Untergriffe gegen mich persönlich, weil man nicht ertragen will, dass das freie Wort eine Runde macht, gerade bei diesem Thema der Selbstbestimmung Süd-Tirols nicht. Ich befürworte die Wiederherstellung der Tiroler Landeseinheit zwischen Süd Ost und Nord-Tirol auf einem friedlichen und demokratischen Wege, wie auch immer diese in Zukunft aussehen sollte, vorausgesetzt sie würde eine demokratische Legitimation und Bestätigung von der Mehrheit der Bürger in Süd-Tirol und international einmal vorfinden und erhalten. Ich hoffe, das war jetzt genug der Richtigstellung, und ich bitte Sie alle wenn schon, dann aus sachlichen, nachvollziehbaren und begründeten Motiven mir irgendwelche Vorhaltungen zu machen. Über "nona Fragen" und selbstverständliche Wahrheiten und klare Fakten muss man nicht unbedingt diskutieren. Sie haben sich jetzt überzeugen können, dass ich mir sehr viel Zeit genommen habe, auf die Vorwürfe ausführlich einzugehen, und das würde ich mir daher auch von der anderen Seite wünschen, keine Verleumdungen, dazu eine objektive, faktenbezogene Argumentation. POLEMIK HINGEGEN IST ALS MITTEL DER WAHL IN DER POLITIK UND IND DER POLITISCHEN DEBATTE IMMER ZULÄSSIG UND NICHT SITTENWIDRIG, MANCHMAL SOGAR ANGEBRACHT.
IP: 195.3.113.178
 
Markus A.
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