Einen Kommentar melden
Danke, daß Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Kommentar an den Administrator dieser Seite zu melden.
Bitte vervollständigen Sie dieses Formular und klicken Sie anschließend auf den Senden Button, um Ihre Meldung abzuschließen.
Fragen oder Hinweise zum Kommentar
|
25-01-2008 12:55
|
|||
|
Der Scheideweg der Geschichte in Südtiro
Wir befinden uns in diesem Jahr in einer Situation, wo man über die Chancen einer Möglichkeit der Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes der Bevölkerung der AP Bozen Südtirol ernsthaf nachdenken könnte und sollte. Es ist ohne Überertreibung ein Scheideweg der Geschichte des Landes. Im Sinne der neuesten politischen Entwicklungen in Italien und Europa müsste man auch über die Voraussetzungen für einen weiteren erfolgreichen Weg für das Land nachdenken. Das ist die politische Führung in Bozen in Anbetracht dieser italienischen und internationalen politischen Entwicklung dem Land und seinen Menschen ohne Wenn und Aber schuldig. Das Land Süd-Tirol war und ist sprachlich, ethnisch und kulturell nicht Italien, sondern das, was es schon immer in seiner Geschichte war, das fast zur Gänze deutschsprachige Land Tirol in seinem südlichen Teil, das Italien wider das schon damals bekannte Recht auf Selbstbestimmung der Völker 1918 in drei Teile geteilt hat. Die Süd-Tiroler wollten zu keinem Zeitpunkt der Geschichte zu diesem neuen Staat gehören, und dem italienischen Herrschaftsanspruch haben sie daher immer wieder deutlich widersprochen. Die Selbstbestimmungpetition so gut wie von allen Bürgermeistern aus der AP Bozen Südtirol an den Österreichischen Nationalrat in Wien von 2006 ist noch in frischer Erinnerung. Das Recht auf Selbstbestimmung ist ein völkerechtlich verbrieftes Recht der Menschen einer Volksgruppe in ihrem eigenen Land und keine extravagante übertriebene Forderung oder Zumutung an den heutigen italienischen Staat in einer EU, die dieses Recht gerade anderswo im Kosovo mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgt und unterstützt wird. Gerade in unserer Zeit der letzten Jahre und Jahrzehntre werden die Selbstbestimmungen überall in Europa vorgelebt und vollzogen. Diese Aufgabe liegt in Süd-Tirol natürlich eindeutig bei der Landespolitik und der politischen Führung des Landes, heute ist das eine SVP mitterechts Sammel-Regierung. Das kann sich aber nach der nächsten Landtagswahl grundlegend noch ändern. Heute kann man es natürlich nicht wissen, ob Italien gerade über die Selbstbestimmung Süd-Tirols mit sich bei einem Anlass reden lassen würde, aber man wird es auch nie und nicht wissen, wenn man nicht im Sinne einer echten Selbstbestimmung des Landes politisch nicht schon jetzt handelt, und dieses politische Ziel nicht weiterhin wie heute in den Parteiprogrammen belässt. Es gibt dafür viele denkbare Modelle dieser Süd-Tiroler Selbstbestimmung der Zukunft, z.B. die Selbstbestimmung Montenegros 2006, Kosovos 2008, Scheidung der Tschecho-Slowakei 1993, Selbstbestimmungsweg Schottlands der nächsten Jahre usw. Die Landespolitik müsste in diesem Fall das eigene Modell ausarbeiten und den lokalen, nationalen und internationalen Voraussetzungen und Bedürfnissen anpassen. Diese Selbstbestimmung kann auch nicht über die Köpfe der 25% der sprachlichen italienischen Minderheit in Süd-Tirol geschehen, und daran wird auch die ganze Glaubwürdigkeit dieses Vorhabnes international dann auch gemessen werden. Daher, man müsste im Vorfeld dieser Selbstbestimmung mit der italienischen Minderheit ein Modus Vivendi des künftigen Zusammenlebens ausarbeiten, und ein Übereinkommen in diesen so wichtigen Fragen erzielen, wonach es sich für sie im Vergleich zur Lage heute nichts ändern wird, sondern ihre Rechte nicht nur garantiert, sondern auch ausgebaut werden . Die AP Bozen Südtirol als ein Land mit einem neuen politischen Status würde in diesem Fall abgesichert durch völkerrechtliche Verträge für immer dreisprachig Deutsch-Ladinisch und Italienisch in allen Bereichen der Gesellschaft bleiben. Eine vertraglich gesicherte Zukunft für die italienische Sprache und Kultur müsste es in Süd-Tirol dann auch immer geben, so ähnlich vieleicht wie im Tessin/Ticino in der Schweiz, auch wenn das italienische Siedlungsgebiet in Süd-Tirol auf Raum Bozen beschränkt ist. Der weitere politische Erfolg der Selbstbestimmung hängt in erster Linie davon ab, ob man rechtzeig auch der schweigenden unentschlossenen Mehrheit denbare Wege und Modelle der politischen Entwicklung dieser Selbstbestimmung aufzeigt, unabhängig davon ob Italien die Selbstbestimmung Süd-Tirols als heutige Staatsmacht zulässt oder nicht. Würde einmal die Selbstbestimmung dem Land glücken, dann wäre die Autonomie mit allen ihren Bestimmungen obsolet geworden, und ein neuer Anfang für alle Sprachen in diesem Land ohne Sprachgruppentrennung, ohne Disagio und ohne subjktiv von allen erlebbares Gefühl der Benachteiligung wäre dann endlich möglich und es würden wahrscheinlich dann nicht weniger, sondern vieleicht sogar viel mehr Italiener in ganz Tirol zwischen Kufstein und Salurn glücklich und zufrieden leben wollen. Die Selbstbestimmung bringt auch sehr viele wirtschaftliche Erfoge und das hat man auch ganz deutlich bei allen den gelungenen Selbstbestimmungen der letzten Jahre in Europa sehen können. Diese Selbstbestimmung wäre dann wohl nur auf dem Wege einer direkten Demokratie oder Abstimmung möglich und mit Zustimmung aus Rom und von der Schutzmacht der Interessen der Süd-Tiroler aus dem Vaterland Österreich selbst auf die Initiative aus der Landespolitik in Bozen realisierbar. Man kann weiterhin die politischen Entwicklungen in Italien und in Europa ignorieren, oder man könnte sich auch einmal abstrakt auch auf der allerhöchsten Ebene der Landespolitik mit dem Gedanken der theoretischen und praktischen Umsetzung der Selbstbestimmung der AP Bozen Südtirol befassen und anfreunden, und gegebenfalls auch politisch in diesem Sinne auch glaubwürdig für alle Seiten handeln.
IP: 195.3.113.177
|
|||
![]() |


