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15-01-2008 22:13
 
@Rennert
Sehr geehrter Herr Rennert, 
 
auch ich kann Ihre geschriebenen Zeilen nicht einfach so stehen lassen. 
Wahrlich, Sie sind wirklich kein Süd-Tirol-Kenner.  
Das historische Tirol geht von Kufstein bis Ala (d.h. Nord-, Ost-. Südtirol und Trient), wobei die deutsch/italienische Sprachgrenze bei Salurn ist und die Ladiner im Dolomitenraum angesiedelt sind. Wie Sie richtig sagen, gab es in Südirol bis 1918 ca. 3% Italiner, was für ein Grenzland, wo 2 Sprachen aufeinandertreffen, nicht unüblich ist. Die Sprachgruppenzughörigkeit gab es zu dieser Zeit noch nicht. Dies kam im Zuge des Autonomiestautes zustande um zu gewährlisten dass alle 3 Sprachgruppen gemäß ihres Anteils Arbit im öffentlichen Dienst bekommen. Bis zur Verabschiedung des 2. Autonomiestatutes im Jahr 1972 arbeiteten ausschließlich Italiener im öffentlichen Dienst. 
Das Verhalten der Polizisten ist meines erachtens nicht korrekt. In Süd-Tirol ist es leider an der Tagesordnung, dass Irredentisten oder auch nur Menschen die das Recht auf die Deutsche Muttersprache fordern, schikaniert werden. 
Bemerkung am Rande: Sie werden schon nicht südländisch ausschauen, ansonsten hätten Sie die österreichischen Polizisten vermutlich italienich begrüßt ;o) 
 
Wie schaut es derzeit in Deutschland aus? Die Bewölkerungsanteil der Türken ist sicher höher als 3%. Ist Deutschland somit türkischsprachig? Und in 50 Jahren mit der Türkei gleichzusetzen?
IP: 194.242.217.165
 
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