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13-11-2007 17:22
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Gewisse Aeusserungen sind haarstraeubend. Abgesehen von den ladinischen Dolomitengebiete (Ampez, Fodom/Col, Badia, Fascia und Gherdeina), war das Suedtiroler Unterland (Bassa Atesina) schon immer italienisch durchsetzt, also gemischtsprachig. Italienisch war auch als Amtssprache in Gesamttirol anerkannt. Viele Welschtiroler kaempften zudem im 1. Weltkrieg auf Seiten Habsburger fuer die Landeseinheit, wenn ich mich recht erinnere gab es 6.000 Gefallene Welschtiroler. Zu Recht wollen heute deren Nachkommen sie gebuehrend anerkannt und geehrt wissen, siehe laufende Geschichtsdiskussion in Trient. Zudem sind in Welschtirol viele Schuetzenvereine neu entstanden. Die lange friedvolle gemeinsame Geschichte laesst sich eben nicht von heute auf morgen beiseite wischen.
Die Initiative der Suedtiroler Freiheit ist ein Schlag ins Gesicht. Man kann auch nicht Kaernten mit Suedtirol vergleichen, denn das internationale Recht von damals, hat fuer Suedtirol keine Volksabstimmung vorgesehen, sondern die bestehenden Grenzen als rechtens erklaert, mit Auflage der Autonomie. Ich will beileibe nicht die Politik Italiens und schon gar nicht des Faschismus schoenfaerben, aber man muss dem Werdegang Tirols in all seiner Facetten Rechnung tragen. Tatsaechlich ist der groesste Teil des historischen Tirols heute in Italien. Es ist durchhaus etwas begruessenswertes ein dreisprachiges Land zu sein, ein Mehrwert. Warum will man dies durch solche Aktionen auf Spiel setzten. Der Ruf "Unrechtsgrenze" ist gegen international beurkundete Friedensvertraege seitens der Siegermaechte von damals, das kann man nicht unterschlagen. IP: 194.242.210.83
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