Einen Kommentar melden
Danke, daß Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Kommentar an den Administrator dieser Seite zu melden.
Bitte vervollständigen Sie dieses Formular und klicken Sie anschließend auf den Senden Button, um Ihre Meldung abzuschließen.
Fragen oder Hinweise zum Kommentar
|
09-11-2007 12:04
|
|||
|
Tiroler Wiedervereinigung
Eine Nachricht von heute aus dem Nachbarland der Tiroler und Österreichs. Der 09. November ist der Tag, an dem man den Fall der Berliner Mauer in Deutschland und in Europa gedenkt und die wiedergewonnene Freiheit und Einheit der Deutschen feiert. An diesem 18. Jahrestag des Falles der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze hat heute der Deutsche Bundestag in Berlin die Errichtung eines Mahnmals "Für Freiheit und Einheit der Deutschen" beschlossen, wahrscheinlich als Standort in Berlin . In einer breiten parlamentarischen Debatte erinnerten viele Redner daran, dass die Einheit eines Volkes ohne die Freiheit damals 1989/1990 nicht möglich war und ist und natürlich die Freiheit ohne Einheit für ein ganzes Volk nicht vollkommen sein kann. Nach bereits 18 Jahren nach diesem einmaligen Ereignis und Glückstunde für die meisten Deutschen ist die Deutsche Teilung für viele bereits eine Fussnote der Geschichte geworden und die Deutschen sind wieder ein Volk, Dank der einmaligen Gunst dieser historischen Stunde und der Weitsicht von damals wirkenden Politikern in der Bundesrepublik und in der Ex-DDR. Diese Selbstbestimmung der Deutschen war notwendig und hat diesem Land sehr gut getan. Für die Tiroler und damit für die Menschen in ganz Österreich hingegen ist dieser 11. November ein Gedenktag der Teilung Tirols und ein Tag der Trauer für all die Menschen, denen die Landeseinheit zwischen Süd Nord und Osttirol ein patriotischer, gerechter und heiliger Auftrag geblieben ist. Wir freuen uns alle mit den deutschen Nachbarn in der Bundesrepublik, dass sie seinerzeit mit friedlichen und demokratischen Mitteln ihre Deutsche Einheit in Freiheit der Wahl erreicht haben aber gleizeitig müssen wir immer noch die Teilung unserer Heimat in Tirol betrauern. Dieses heute bereits in Europa selbstverständlichste Menschenrecht der Selbstbestimmung über eigenen Werdegang der eigenen ethnischen Volksgruppe in der eigenen näheren Heimat ohne die Bevormundung durch einen fremden und seinerzeit mit unmenschlicher und rücksichtsloser Brachialgewalt aufgezwungenen Staat wird den Süd-Tirolern bis heute mit seidener Gewalt von der Staatsmacht dieser ewigen Fremdbestimmung vorenthalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg betrachteten die Russen Ost-Deutschland als ihre eigene einmalige Kriegsbeute und sie machten auch damit sehr lange Zeit bis zu der bekannten Volkserhebung 1989, was ihnen auch in den Sinn gekommen ist und sie glaubten damit die Kriegsverbrechen des Nazismus sühnen zu müssen. Die Geschichte von Südtirol ist eine andere, auch wenn dieses Land als Kriegsbeute nach dem Ersten Weltkrieg als Lohn an Italien für Verrat und Betrug an Bündnispartner Österreich durch den Beschluss der Siegermächte mit Gewalt gegen den ausdrücklichen Willen der davon betroffenen Bevölkerung 1918 abgetreten werden musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Südtiroler ein zweites mal 1946 von Italien um ihre eigene Selbstbestimmung betrogen. auch wenn in diesem Land abgesehen von der Landeshautstand Bozen sehr wenige Italiener leben, klammert man sich an der unwahren Behauptung fest; Italia fino al Brennero - Italien endet am Brenner. Für die meisten Menschen hier endet Italien bei Salurn, also dort wo das geschlossene italienische Sprach- und Siedlungsgebiet endet. Die erreichte Autonomie mit ihren Segnungen hat dieses Land Tirol südlich des Brenners bis jetzt vor dem Untergang gerettet. Die deutschsprachigen Südtiroler sind aber nur eine kleine 330 Tausend starke Sprachgruppe in einem 57 Millionen Staat. Will man nicht mit der Zeit über Jahrhunderte als Minderheit in diesem fremden Staat aufgehen, oder die absolute Mehrheit im eigenen Siedlungsgebiet verlieren, muss man sich mit allen verfügbaren demokratischen und friedlichen Mitteln um die Wiedergutmachung des historischen Unrechts der Teilung Tirols einsetzten und zwar auf beiden Seiten der Brennergrenze. Am kommenden Trauertag den 11. November ist wieder eine gute Gelegenheit dazu.
IP: 195.3.113.168
|
|||
![]() |


