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03-10-2007 13:31
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Tiroler Einheit
Das Land Tirol von Kufstein bis Roveretto in Trentino haben seinerzeit im Jahre 1919 nicht die Tiroler geteilt, sondern nach dem I.Weltkrieg Italien zusammen mit den Siegermächten und sie tragen auch die Verantwortung dafür. Aus der Sicht eines Tirolers, der die Welschtiroler als Landsleute betrachtet, ist das natürlich tragisch und bedauerlich, dass das Land Trentino sich heute mit dieser Teilung eher abgefunden zu sein scheint. Seit damals schon war und ist auch die Idee der Tiroler Einheit südlich der Salurner Klause nicht besonders verbreitet gewesen. Die Hoffnung lebt noch, solange es in Trentino überzeugte Welsch-Tiroler gibt, auch als eine Minderheit in diesem Land. Die deutschsprachigen Südtiroler haben weder Italienisch als Muttersprache noch wünschen für sie sich eine Zukunft in diesem Staat der Fremdbestimmung und der Verweigerung des Rechts auf Selbstbestimmung. Das Bundesland Tirol in Österreich ist seit cirka 650 Jahren ein Teil dieses Landes und die Tiroler in Süd Nord und Ost sind natürlich zuerst Tiroler, aber sie sind auch treue Österreicher und das waren sie schon immer und sie sind das auch zum heutigen Tag geblieben. Die Idee von einem eigenen Land Tirol ist für mich daher ein Hirngespinnst und ich glaube das sollte nur dazu dienen gerade die Südtiroler auf ihrem Weg der Selbstbestimmung zu verunsichern. Einen eigenen Süd-Tiroler Staat ohne Italien kann es meiner Meinung nach nur als Übergangslösung geben, als erste Voraussetzung für die Einheit der Tiroler in einem Bundesland in unserem Vaterland und das war und ist Österreich. Für dieses Vaterland haben die Tiroler überall und bei jeder Gelegenheit die grössten Opfer gebracht, ich denke da an die Volkserhebung des gemeinsamen Landesvater, auch der Welsch-Tiroler Andreas Hofer gegen Fremdbestimmung und für Landeseinheit mit Österreich, oder an die Tiroler Front des I. Weltkrieges, wo kein Zentimeter des Südtiroler Bodens damals an Italien verloren ging, bzw. an die "Los von Trient und Rom" Bewegung in Südtirol der 50er und der 60er Jahre mit allen damit verbundenen Konsequenzen bis heute. Nicht zu vergessen die Petition der Südtiroler Gemeinden von 1918 an US-Präsident Wilson mit dem Wunsch nach Selbstbestimmung und Landeseinheit zwischen Süd- und Nord-Ost-Tirol, die Petition der Südtiroler "Für ein Tirol" von 1946 an Österreich, fast von allen erwachsenen Bürgern unterschrieben und die Petition der südtiroler Bürgermeister an den österreichischen Nationalrat von 2006 (!), auch so gut wie von allen unterschrieben, mit einem klaren Wunsch nach der Selbstbestimmung der Südtiroler und Landeseinheit der geteilten tiroler Landesteile überall dort, wo Tirolerisch und Deutsch gesprochen wird. Auch die Tiroler und damit die Österreicher sind ein Volk und sehnen sich nach einer Zukunft ohne Fremdbestimmung in Südtirol und ohne die Teilung in Tirol, auch wenn die Autonomie diese Problemlage weitgehends etschärft hat, das Land Tirol ist immer noch geteilt. Man darf eines nicht vergessen, wenn man dieses Ziel der Einheit mit der Zeit einmal aufgibt, dann wird Südtirol dort ankommen, wo man sich das in Italien schon immer gewünscht hätte. Die Österreicher und die Tiroler freuen sich für die deutschen Nachbarn, dass sie ihre Teilung überwunden haben und diese eigene Einheit schon seit 17 Jahren leben dürfen. Auch wenn wir heute in einem Europa ohne sichtbare Grenzen leben, das Land Tirol ist immer noch geteilt und fast alle Tiroler von Salurn bis Kufstein wollen einmal diese Teilung des Landes überwinden. Das Selbstbestimmungrecht ist das erste Menschenrecht, gerade heute am 3.Oktober sollte man daran hier und anderswo erinnern, dass es in Europa noch andere geteilte Länder gibt, die auf dieses Recht der Landeseinheit für Menschen gleicher ethnischer Herkunft nicht verzichtet haben und die Selbstbestimmung als ein unveräusserliches Menschenrecht betrachten. Man kann daher der politischen Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit nicht genug dafür danken, dass sie trotz der widrigen politischen Umstände in Italien dieses Ziel der Tiroler Einehit weiterhin hochhält und dafür sorgt, dass der Staat, der den Südtirolern diese schon immer geforderte Selbstbestimmung verweigert, dies nicht so bald vergisst. Der Teilung muss man immer widersprechen, damit man nicht zur Tagesordnung übergeht. Eine Widervereinigung ist immer möglich, wenn man es in einem Volk kompromisslos auch will, dass zeigen all die gelungenen Selbstbestimmungen überall in Europa, sowie der Werdegang von neuen Selbstbestimmungen wie z.B. in Schottland, Belgien oder Baskenland von heute. Dank der politischen Bewegung der Frau Dr. Eva Klotz bleibt der Traum von der Einheit der Tiroler in einem Land nicht nur ein frommer Wunsch mancher Politiker bei diversen Sonntagsreden, sondern dieser Traum bekommt auch eine klare politische Zielsetzung, einen Weg dorthin und eine sichtbare Perspektive der Verwiklichung der Tiroler Wiedervereinigung und Einheit in einem Land! Die Verwirklichung der Deutschen Einheit machten seinerzeit die Perestroika in Moskau und die mutige Politik des Helmut Kohl, zusammen mit all den entschlossenen Menschen auf der anderen Seite der innerdeutschen Grenze. Auf unsere Lage übertragen heisst es für mich, Europa sei Dank und mutigen Politikern in Südtirol und in unserem Vaterland Österreich in Innsbruck und in Wien, kommer wir diesem Ziel näher, worauf wir schon so lange warten, nämlich die Möglichkeit der freien Abstimmung zu bekommen, ob man in Südtirol die Landeseinheit mit dem Bundesland Tirol leben will und ob es auch eine Zukunft für dieses Land nach der Selbstbestimmung ohne die Teilung geben wird.
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