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20-09-2007 13:25
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Immersione
Man kann die Situation des Aostatals schlecht mit Südtirol vergleichen: Während Südtirol erst seit 1919 Teil des italienischen Staates geworden ist, gehörte das Aostatal schon immer einem italienschen Staat: Erst dem Königreich Piemont-Sardinien, dann dem Königreich und der Republik Italien.
Die Italianisierungspolitik im Aostatal hat schon im 19. Jahrhundert begonnen. Außerdem, wird im Aostatal eine romanische Sprache gesprochen, und somit ist eine Assimilation viel leichter, da das Francoprovenzalische und das Italienische eng verwandt sind. Ich halte eine zweisprachige Schule ein sehr gutes Modell, um endlich Barrieren abzuschaffen, die noch zwischen den zwei großen Sprachgruppen in Südtirol bestehen. Wenn die Hälfte der Fächer auf deutsch, und die andere Hälfte auf italienisch unterrichtet wird, sehe ich persönlich keine Gefahr für keine der beiden Gruppen. Wenn einem die eigene Identität wirklich wichtig ist, dann wird er auch seine Muttersprache nicht verlieren. Die Ladiner lernen auch drei Sprachen von Anfang an, wenn es nach den Befürchtungen der Frau Klotz ging, müßten die schon längst ausgestorben sein. Ein getrenntes Schulsystem halte ich für vollkommen anachronistisch im heutigen Zeitalter. IP: 141.2.191.26
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