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12-09-2007 11:41
 
Immer wieder Österreich !!!
@Kurt Corradini. Als Süd-Tirol vor cirka 90 Jahren noch ein Teil des k.u.k. Kronlandes Tirol war, haben die Menschen einen Heimatschein ausgestellt bekommen, bzw. einen Reisepass von Österreich bei Reisen ins italienische Ausland und anderswo, die sie unverwechselbar mit anderen Nationalitäten in der damaligen Welt gemacht hat. Es genügt daher, wenn man Heute als Bürger-In in Südtirol in diesem Heimatschein vor 1918, bzw. Taufschein der Grosseltern nachschaut, von welchen Tiroler Grosseltern man abstammt. Es hat auch eine kurze Zeit in diesem Land gegeben, wo der italienische Faschismus und damit der italienische Staat 1943 den direkten Machtzugriff in Südtirol bis Mai 1945 hier zur Gänze verloren hat und durch ein anderes totalitäres und verbrecherisches NS-Regime ersetzt worden ist. In den Jahren 1945 -46 befand sich das Land Südtirol in einem politischen Schwebezustand, wo diese Frage der endgültigen staatlichen Zugehörigkeit damals nicht eindeutig beantwortet werden konnte. Die Siegermächte opferten dann die Südtiroler Selbstbestimmung dem übergeordneten Ziel der von Italien erwünschten Kooperation mit der westlichen Welt. Diese normative Kraft des Faktischen und der Vergewaltigung des Menschenrechtes auf Selbstbestimmung einer ganzen Volksgruppe, in Südtirol unserer Tage immer noch 75% der Bevölkerung, prägt bis Heute die politischen Geschicke in der Autonomen Provinz Bozen, auch wenn es Heute keine Blockbindung in Europa mehr gibt und Italien nicht mehr bei Laune gehalten werden muss. Der momentane Status in Südtirol ist vergänglich, wie alles auf dieser Welt, was uns allen bleiben wird in dieser und in nächsten Generationen, das ist die einmalige Tiroler Heimat, die leider Heute immer noch keine administrative Einheit mit dem Bundesland Tirol im Vaterland Österreich bilden darf. Laut Völkerrecht ist jede Annexion als nichtig zu betrachten, solange sie nicht von der betroffenen Bevölkerung in einer freien Abstimmung mit einer qualifizieren Mehrheit bejaht worden ist. Die entsprechenden Akte dieses Völkerrechts hat Italien wiederholt unterzeichnet und ratifiziert, daher es ist ein gutes Recht der Südtiroler sich immer wieder darauf zu berufen, 1. dass das Land Tirol südlich des Brenners zwischen Salurn und Brenner, damals so gut wie ohne Italiener von Italien 1918 völkerrechtswidrig annektiert worden ist und 2. dass sie die italienische Staatszugehörigkeit nie aus freien Stücken gewählt haben. Wenn auch manche italienische Faschisten, auch in diesem Forum den Südtirolern raten, wenn es ihnen nicht passen würde Heute als italienische Staatsbürger in Alto Adige zu leben, dann könnten sie die Koffer packen und auswandern, dann möge man sie auf dieses unbestechliche Völkerrecht hinweisen, wo jedes Land zuerst diesen Menschen und ihrer Sprachgruppe gehört, die dort seit Generationen geboren und aufgewachsen sind und hier auch leben. Das Gastrecht in Südtirol stellt den Italienern niemand in Frage, sie müssen auch keine Koffer packen. Diese edle Einstellung der Südtiroler unterscheidet uns, wie so vieles von den unverbesserlichen italienischen Faschisten, die ihr Seelenheil bei den politischen Gespenstern des Duce-Faschismus suchen, gerade oder vor allem in Süd-Tirol in Italien. Jeder kann das für sich selbst beantworten, warum dieser den Menschen hier fremde Staat Italien niemals in der Geschichte seit 1918 nur im entferntesten an eine Volksabstimmung über diese Frage der Selbstbestimmung ernsthaft nachgedacht hat. Die Südtiroler mit ihrem Land werden meistens in Italien damals wie Heute als eine Art schöne Kriegsbeute betrachtet, die es sich zu behalten noch lohnt, völkerrechtliche Verpflichtungen hin oder her. Deswegen ist es meiner Meinung nach ausserordentlich wichtig, dass man diese erzwungene Staatsmacht Italiens hier daran ständig erinnert, dass Südtiroler und ihr Land sich nicht mit dem jetzigen status quo abfinden und auf eine gerechte Lösung dieser Frage in der Zukunf pochen, Heute genauso, wie seit dem Zeitpunkt der Annexion von der südtiroler Bevölkerung eben dieser Staatmacht Italien widerwillen bei entsprechenden Gelegenheiten manifestiert worden ist. Die Erfolge der Autonomie haben aus Südtirol seit 1972 das gemacht, was es eben in unseren Tagen ist, ein wohlhabendes Land, indem es sich trotz der Einschränkung der Selbstbestimmungsfrage gut leben lässt. Schon Heute sind aber die Südtiroler schon so gut wie die eigenen Herren im eigenen Haus. Das hat aber den Menschen hier niemals der Stiefelstaat aus freien Stücken geschenkt oder gewährt, sondern die wenigen mutigen Männer und Frauen im Südtiroler Widerstand gegen die Fortsetzung der unter Duce angefangenen Italianisierung des Landes der 50er und 60er Jahre haben wesentlich dazu beigetragen, dass Italien in dieser Frage vor allem dem Vaterland Österreich und Europa entgegengekommen ist und die Heute praktizierte Autonomie in Südtirol erlaubte. Die nichtauszudenkende Alternative dazu wäre damals eine Entwicklung, wie man sie aus Nord-Irland oder Baskenland kennt. Allein aus diesem Grund lohnt es sich für die Südtiroler an der Bindung an das Vaterland zu halten und diese weiterhin bis zur vollständigen Durchsetzung des Völkerrechtes auf Selbstbestimmung für die Südtiroler zu verfolgen. Östereich hat das Land Südtirol und seine Tiroler ausserhalb der Grenzen der Republik niemals verraten und verkauft, wie der "Führer des Grossdeutschen Reiches" seinerzeit, sondern hat zu jeder Zeit unermüdlich mit vorhandenen politischen Mitteln die Interessen der hoffentlich vorübergehend mit Gewalt, Verrat und Betrug damals nach dem Zerfall der Monarchie "entführten Familienmitglieder" international vertreten und dies auch weiterhin tut und tun wird, auch wenn Stockholmsyndrom in Südtirol manchmal anzutreffen ist, wo sich die Menschen mehr mit dem Stiefelstaat als mit ihrem angestammten Vaterland und der Tiroler Heimat identifizieren. Das ist noch eine Ausnahmeerscheinung und jede Volksgruppe müsste peinlichst darauf achten, dass sie unfreiwillig Zug um Zug ihre angestammte ethnische Identität nicht aufgibt. Aus diesem Grund bin ich der politischen Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit ausserordentlich dankbar, dass sie diesen rot-weiss-roten Weg in Südtirol nicht verlässt und unbeirrt an eine Zukunft der Tiroler in einem wiedervereinten Land Tirol, bzw. unter anderen Vorzeichen der Tiroler Einheit glaubt und dieses Ziel auch glaubwürdig und komromisslos in Südtirol und international politisch vertritt. Den heutigen Status Südtirols würde ich gerne mit dem von Gibraltar, Schaffsinseln oder Kanalinseln vergleichen, nur im Gegensatz dazu, die meisten Menschen hier halten an der Bindung mit dem momentan vorgegebenen Staat nicht freiwillig fest, sondern mit ensprechenden Mitteln des Stiefelstaates dazu angehalten werden. Nach meinem dafürhalten liegt die Zukunft Südtirols in erster Linie in Europa, wo eskeine Staatsgrenzen mehr gibt, die die Menschen gleicher Nationalität voneinander trennen. Die Tiroler und damit auch alle Österreicher haben aber das gleiche Recht auf ein Leben in einer ungeteilten Gemeinschaft, wie auch dies für die Deutschen vor dem Mauerfall 1989 zugetroffen hat. Heute kann niemand noch behaupten, dass die Unrechtsgrenze am Brenner ihren trennenden Charakter schon völlig verloren hätte. Das Land Tirol ist immer noch ein geteiltes Land, daher es ist ausserordentlich wichtig für jeden von uns zu wissen, woher kommen wir, wo befinden wir uns Heute und wo möchten wir in der Zukunft leben, daher auch ich würde den Satz vorbehaltlos und gerne unterstreichen, IMMER WIEDER ÖSTERREICH !!!
IP: 195.3.113.168
 
Markus A.
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