Start / Archiv / Bewegung „SÜD-TIROLER FREIHEIT“ beim Kongress in Sardinien

Bewegung „SÜD-TIROLER FREIHEIT“ beim Kongress in Sardinien

eva_klotz_500_landtag.jpg„Das Europa freier Völker und natürlicher Regionen ist möglich, wenn wir gemeinsam zielstrebig daran arbeiten“, sagte Eva Klotz auf dem Kongress des Partito Sardo d’ Azione am gestrigen Sonntag, und erntete für ihre Rede viel Zustimmung und Applaus. Beim Kongress wurden wichtige Erfahrungen ausgetauscht, und es zeigte sich, dass die staatstragenden Mächte überall gleich vorgehen, nämlich die Bestrebungen der Völker ohne Staat und der geteilten Völker nach Unabhängigkeit als Folklore und museales Gebärden abzutun.

Als große Gefahr wurde die Versuchung von Minderheitenvertretern
aufgezeigt, sich für die ideologischen Kämpfe von Mitte Links und Mitte
Rechts einspannen zu lassen. „Rechts und Links sollen für uns nur als
Wegweiser auf den Straßenschildern dienen und als nichts anderes“, rief
der Vorsitzende des Kongresses seine Landsleute auf. Der Kongress wurde
angesichts der anstehenden Regional- und Europa- Wahlen auf das
Selbstverständnis als eigenes Volk ohne Staat und auf das
Unabhängigkeits- Anliegen eingeschworen.
 
Am Rande des Kongresses wurde über die Arbeiten der Europa- Partei
Europäische Freie Allianz (EFA) gesprochen und vereinbart, alle
Möglichkeiten auszuschöpfen, um diese als Vertreterin der Völker ohne
Staat und der geteilten Völker bei den kommenden Europa- Wahlen zu
stärken.

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
15. 12. 08

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

4 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1
Dr. Manuel Pirino

Un caro saluto dalla Sardegna
Ho avuto il piacere di conoscere Eva ad una nostra giornata di lavori sull'indipendenza della mia terra: la Sardegna.
Grazie Eva per le emozioni che hai saputo trasmettere, per la grinta con la quale hai parlato del tuo popolo e del futuro delle nostre nazioni.
Ti abbraccio affettuosamente, sperando di poet venire presto a trovarti nella tua terra,
con affetto
Manuel

2

In diese Rede kann man viel hineininterpretieren und auch wieder nichts. Wenn Durnwalder die Selbstbestimmung will, muß er es auch klar sagen!

3

Die Rede des LH
In seiner Regierungserklärung sagte der alte und neue Landeshauptmann von Südtirol Luis Durnwalder:

"SÜDTIROL STEHT AM ENDE DER GESCHICHTE, UND AM BEGINN DER ZUKUNFT"

Die Ausrichtung der Politik der Landesregierung werde sich in Hinblick auf die Herausforderungen der Zeit in den kommenden Jahren gravierend ändern. Da Land selbst musste nach Durnwalder in den vergangenen 16 Jahren im Eiltempo, also seit 1992, seit der endgültigen Einführung der heutigen Form der Autonomie für die AP Bozen Südtirol, das nachmachen, wofür andere Länder viele Jahrzehnte normalerweise brauchen. Südtirol habe sich wie im Zeitraffer entwickelt, diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, aber das Land ist endlich zu sich selbst und zu Kräften gekommen. Wer aber dieses Land in der Vergangenheit zwischen 1946 - 1992 so sehr politisch entmündigt und schwach gemacht hat, das müsste auch klar sein. Nach dieser Feststellung müsste man glauben, das Land ist erst jetzt nach den vielen Wirrungen in der eigenen Geschichte in diesem Staat endlich zu sich gefunden, und es ist auch gut so. Treffender hätte man das nicht formulieren können. Erst in dieser Zeit in der wir gerade jetzt leben, ist die AP Bozen als einigemaßen echte Autonomie souverän geworden und kann über eine mögliche Weiterentwicklung dieser bis hin zur Selbstbestimmung erstmalig auch auf der Ebene der Landespolitik oder der Landesregierung nachdenken. In dieser Regierungserklärung meinte der LH Luis Durnwalder, "Die Autonomie ist nicht in Stein gemeißelt", sie verändere sich gemeinsam mit der Gesellschaft, der sie zu dienen hat. Eine einseitige Abänderung der Bestimmungen des Autonomiestatutes wird es nicht geben. Er unterstrich die fortwährende internationale und völkerrechtliche Verankerung der Südtirol-Autonomie, wobei ohne Zustimmung des Vaterlandes Österreich es in diesem geltenden Recht keine Änderungen geben wird und geben kann. Ein Teil dieser Verankerung ist wie alle Politiker wissen, auch die geplante ausdrückliche Erwähnung Süd-Tirols und die der Pflichten des Vaterlandes gegenüber den eigenen Landsleuten in der AP Bozen, dazu sogar in der Präambel der Verfassung, also an der prominentester Stelle, in der neuen noch nicht beschlossenen Bundesverfassung des Österreichischen Vaterlandes.
"Südtirol steht am Beginn der Zukunft. Zukunft passiert nicht einfach, Zukunft will gestaltet werden. Und genau dies werden wir in den fünf kommenden Jahren tun", so der amtierende Landeshauptmann von Südtirol in dieser Rede. Also nach Durnwalder steht Südtirol am Ende der Geschichte und am Beginn der Zukunft. Wenn man will, kann man da auch so interpretiern, das Land steht am Ende der Geschichte der Fremdbestimmung und am Beginn der Zukunft der Elangung der Selbstbestimmung in einem neuen Europa der EU der Demokratie, der freien und der selbstbestimmtem Völker, wo auch das Land Tirol südlich des Brenners endlich gemeinsam mit seinem Vaterland nach möglichen politischen Wegen der Klärung der Selbstbestimmungfrage der Süd-Tiroler suchen will oder suchen kann. Es war eine sehr wichtige Rede zur richtigen Zeit.

4

Genao so ist es!
Es gibt in Europa echte sprachliche, ethnische und kulturelle Minderheiten in einer nationalstaatlicher Mehrheit, die sie nicht angehören wollen. Es gibt "Minderheiten", die im eigenen Land seit Urzeiten bewohnten Land keine sind und die heute nach Selbstbestimmung streben, und es gibt geteilte Völker, also auch sog. Minderheiten in der eigenen seit Menschengedenken angestammten näheren Heimat, die von Anfang der Fremdherrschaft an die galubwürdige politische Klärung der Frage der eigenen Selbstbestimmung fordern und ansterben. Solche Minderheiten hat es früher gegeben und es gibt sie gibt auch heute. Wir haben das einmalige Glück in einer Zeit zu leben, wo fast jedes Jahr irgendwo in Europa eine sog. "Minderheit" sich das Recht auf die eigene Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber mit den vorhandenen Mitteln erstritten hat, oft genug aus einer völlig aussichtslosen Position heraus. In den letzten Jahren sogar 2006 in Montenegro, heuer in Kosovo, morgen vielleicht in Abchasien und Süd-Ossetien. Wie ist es aber um diese Selbstbestimmung Süd-Tirols in diesem Zusammenhang bestellt? Ein Europa der EU mit allen gemeinsamen politischen Gremien der freien und der selbstbestimmten Völker hat noch lange keine endgültige Antwort auf diese Frage gefunden oder gegeben, auch wenn das so gerne die Verwalter und Anhänger der Fremdbestimmung des Landes Tirol südlich des Brenners der "Minderheit" in der AP Bozen noch so gerne dies einreden wollen. Diese Frage harrt einer Antwort, genauso wie auch ähnlich gelagerte Fragen heute in Schottland, Katalonien, Baskenland, Flandern, Sardinien oder Korsika. Man kann auch zusammen sehr viel auf diesem Weg erreichen, wenn man vereint in einer politischen Allianz in den europäischen Institutionen konsequent dafür demokratiepolitisch legitimiert kämpfen will. Wir alle zusammen sind auch stark genug, und viel stärker als manche das glauben wollen, um vor diesen europäischen Gremien in solchen Fragen wie die der Selbstbestimmung gewissenhaft angehört zu werden. Das ist unser gutes Menschenrecht und wir lassen uns das nicht nehmen oder wegdiskutieren. Die EU ist auch kein Völkerkerker, ganz im Gegenteil! Es sind das wenn schon, dann nur noch die alten Nationalstaaten, die eine demokratische Klärung solcher Frage der Minderheiten bis jetzt noch verhindern konnten. Das muss nicht immer so bleiben, wenn wir gemeinsam auftreten und gemeinsam demokratiepolitisch handeln. Minderheiten aller Staaten der EU, vereinigt euch in eurem Kampf auf das erste und wichtigste Menschenrecht auf die eigene Selbstbestimmung. Dieser Kampf mag lang und mühsam sein, aber wer nichts wagt, der kann auch nichts gewinnen, nur das erreichte womöglich verlieren, wenn man von einem fremden Nationalstaat auf die Dauer zu einer "Minderheit" gemacht wird, und wenn man mit der Zeit auch den Mut verliert, um das eigene Recht auf Selbstbestimmung unermüdlich zu kämpfen. So eine Minderheit schrumpf dann ganz langsam und geht mit der Zeit in der Mehrheitsgesellschaft auf. Es gibt solche Beispiele, die das deutlich belegen, wer hat schon z.B. von einem Volk der Okzitanier gehört, vor allem in region Languedoc in Süd- und Süd-Ost Frankreich gehört, das noch nach 1945 sogar 8-10 Millionen Menschen gezählt hat, die Okzitanisch als eigene vom Französischen klar unterscheidbare Muttersprache täglich gesprochen haben? Heute ist diese Minderheit nur noch in Resten vorhanen, vielleicht nicht einmal 20% sind noch davon übrig geblieben. Da sind die Länder Bretagne und Elsaß viel eher als echte Minderheiten bekannt, aber auch dort ist die Zahl der Muttersprachler in den letzten 50 Jahren um die Hälfte geschrumpft. Von solchen Beipielen gibt es mehr, als man es glauben wollte in Europa. Das Land Süd-Tirol befindet sich heute, wie es uns scheint, auf der Gewinnerseite der Geschichte und auf einer Überholspur in den Fragen der Selbstbestimmung, aber nicht deswegen, weil die eigene Führung der Autonomie eine klare Selbstbestimmungpolitik fahren würde oder wollte, sondern einzig und allein nur deswegen, weil wir heute die Früchte der unermüdlichen Arbeit von so vielen Menschen in ganz Tirol zwischen Salurn und Kufstein und in Österreich für die Süd-Tiroler Selbstbestimmung ernten, sei es in früheren Zeiten die pädagogische Arbeit der Katakombenlehrer für den Erhalt der Tiroler Kultur und der Muttersparache, sei es der Widerstand gegen Maßlosigkeit in der Politik dieses heutigen Staates, sei es der unermüdliche Kampf der Diplomatie des österreichischen Vaterlandes vor den internationalen Gremien um die Einführung und Absicherung der Autonomie, oder sei es die patriotische Arbeit der Traditionsverbände. Die offizielle Politik in der AP Bozen hat dabei nur das politisch umgesetzt und sichtbar gemacht, was so viele Menschen in diesem Land an patriotischer Arbeit schon immer für Tirol und Vaterland geleistet haben. Ein Spruch der Süd-Tiroler Schützen lautet, Unsere Heimat ist das Land Tirol, unser Vaterland ist Österreich, wir sind gemeinsam ein Teil der Deutschen Kulturnation in Europa. Wenn man diese unverzichtbaren Werte auch in der Landespolitik langfristig sichern will, kann man oder muss man weiterhin unbeirrt für die Selbstbestimmung des Landes eintreten. Eine fremde Macht der Fremdbestimmung wird uns keine Fehler auf diesem Weg verzeihen wollen, sie wartet geradezu darauf. Unsere Generation solle daher das weiter führen und ausbauen, was die Generationen vor uns an demokratischen Rechten für das Land Tirol südlich des Brenners erkämpfen und erstreiten konnten, damit auch dieses Land Tirol zwischen Salurn und dem Brenner auch einmal eine echte Möglichkeit der Selbstbestimmung in diesem Europa der Demokratie und Menschenrechte bekommt und zum ersten mal in der Geschichte überhaupt das Recht einer freien demokratischen Wahl swischen Status quo der Fremdbestimmung und anderen Lösungen der Frage der Selbstbestimmung erhält und dieses Recht auch nutzen will und kann.