Start / Junge SÜD-TIROLER FREIHEIT / Aufruf zur Kundgebung: 89 JAHRE UNRECHTSGRENZE – Wie lange wollen wir dieses Unrecht noch dulden?

Aufruf zur Kundgebung: 89 JAHRE UNRECHTSGRENZE – Wie lange wollen wir dieses Unrecht noch dulden?

 
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Am Sonntag, 11. November 2007, organisieren die „JUNGE SÜD-TIROLER FREIHEIT“, der „Südtiroler Heimatbund“ und der „Andreas Hofer Bund Tirol“, ab 10:00 Uhr, eine Kundgebung am Brenner, um an die Teilung Tirols vor 89 Jahren zu erinnern.

Seit dem 11. November 1918 leben wir Tiroler nun schon in einem
geteilten Land, und noch immer haben wir unsere Freiheit nicht
wiedererlangt.


Doch kein Unrecht währt ewig!

Alle aufrechten Landsleute aus ganz Tirol sind daher aufgerufen,
am 11. November zum Brenner zu kommen, um durch ihre Teilnahme an der
Kundgebung ein deutliches Zeichen zur Beseitigung der
Brenner-Unrechtsgrenze zu setzen.

Wie bereits im letzten Jahr, wird wohl auch heuer wieder die
italienische postfaschistische Partei „Alleanza Nazionale“ auf den
Brenner kommen, um unsere Kundgebung zu stören und um mit ihren
Vertretern den Sieg über Österreich und die Teilung Tirols zu feiern.

Umso wichtiger ist es daher, dass wir Tiroler zahlreich an der
Kundgebung teilnehmen, um damit unmissverständlich zum Ausdruck zu
bringen, dass wir nicht länger bereit sind, diese Unrechtsgrenze zu
akzeptieren.

Die Mitnahme von Transparenten (z.B. „Selbstbestimmung“, Freiheit für
Süd-Tirol“, „Wiedervereinigung Tirols“, „Weg mit der
Unrechtsgrenze“,…), sowie von Tiroler- und Österreichischen Fahnen,
ist ausdrücklich erwünscht.

(Wir ersuchen die Teilnehmer allerdings, auf Partei- und
Vereinslogos zu verzichten, da die Beseitigung der Brennergrenze eine
Sache des gesamten Tiroler Volkes ist).

Im Rahmen der Veranstaltung wird mit einer provokanten Aktion dieses
Tiroler Trauertages gedacht und dabei die Beseitigung der Brenner-
Unrechtsgrenze gefordert.


Gedenkveranstaltung:


89 Jahre Unrechtsgrenze


Sonntag, 11. November 2007, 10:00 Uhr


Brennerpass (direkt beim Grenzstein)

 

Hier Flugblatt zur Kundgebung herunterladen (zum ausdrucken, kopieren und selber verteilen).

Sven Knoll,
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT

Einige Eindrücke von der Kundgebung 2006, weitere Bilder in der Galerie :

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28 Kommentar(e)

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1

Abstimmung?
Warum hat man/frau den für in Belluno
Wahlzettel (svizzera) für den Wirtschaftsraum
Trient/Etschtal/STirol gestimmt, damit ich, weil deutscher Name und italienisches Herz von diversen
Leuten gemassregelt? Damit das Geld nicht nach Neapel geht!

Liberta per i Sudtirolesi, uguale che lingua che parlano...
ma subito " via di Roma " e politicha
e non religione Mio Nono, era un "Davare", mio cuore e con voi!
Salve...

2

JA!! MACHT BOZEN ZUM NEUEN BELFAST!!
Gott sei Dank (oder hoffentlich) wird es nicht so weit kommen. Wenn Ihr und die Anderen (ital. Faschisten) nicht mehr Hanseln auf die Beine stellen könnt als auf den obigen Bildern, dann kann es um den ethnischen Frieden in Südtirol/Alto Adige so schlecht nicht bestellt sein!

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Tiroler Einheit
Die Menschen in Südtirol sollten endlich in einem Europa freier Völker das Menschenrecht zugestanden bekommen, in einer freien Abstimmung die brennende Frage der eigenen Selbsatbestimmung endlich zu klären und aus freien Stücken zu beantworten. Darf die italienische Staatsmacht in der EU mit gespaltener Zunge sprechen und verschiedene Standards bei Selbstbestimmungen anwenden und den Südtirolern die eigene Selbstbestimmung ewig verweigern? Seit 1989 gab es aus Brüssel immer ein ja zu allen bis heute erfogten Selbstbestimmungen, von der Deutschen Einheit 1989/90 bis Montenegro 2006. In diesen Jahren pochen in der EU auch die Schotten, Waleser, Basken, Katalanen und natürlich auch die Südtiroler auf dieses Menschenrecht. Das Völkerrecht war und ist unbestechlich und verjährt nicht. Jede Annexion, wie die Südtirols durch Italien von 1918 bleibt im Widerspruch dazu, solange die davon betroffene Bevölkerung nicht in einem Referendum dies bejaht oder ablehnt. Der aufgezwungenen italienischen Macht in Südtirol haben die Menschen hier immer wieder widersprochen, Stichwort Petitionen mit breitestmöglichen Unterstützung der Südtiroler Bevölkerung. Italien hat darauf mit Brachialgewalt der Italianisierung geantwortet, so war das nach 1918 und nach 1946. In den 60 Jahren hat man in der "italienischen Demokratie" tüchtig unzählige Südtiroler Freiheitskämpfer eingesperrt, gefoltert und viele sogar zu Tode gebracht. Ob das vieleicht auch noch so sein wird, und zwar nach der Petition an das Vaterland Österreich 2006 als Reaktion der hier so "heissgeliebten" Italienischen Staatsmacht, das steht noch in den Sternen, bzw. diesem morschen Staat ist bereits die Puste ausgegangen und sie lassen und endlich alle in Ruhe. Italien war niemals in der Geschichte die Heimat der Menschen hier und es wird es nie werden! Man würde meinen, heute würden die politischen Eliten überall in Europa anders über die Frage der Klärung von mehreren Selbstbestimmungen denken, als vieleicht noch vor 10 oder 20 Jahren. Aus Bequemlichkeit und Oportunismus und vorauseilenden Gehorsam ist man aber im eigenen direkten Machtbereich der EU vieleich noch nicht ganz so weit. Die Selbstbestimmungen von Südtirol und von anderen danach strebenden Ländern und Ethnien werden früher oder später kommen, wenn man sie für die Gestaltung der eigenen Zukunft ohne die alte Staatsmacht als unbedingt notwendige Voraussetzung in breiten Kreisen der Bevölkerung betrachtet. Heute macjt der relative Wohlstand die Südtiroler bei dieser Frage träge aber das kann sich einmal rasch ändern, da jeder zuschauen kann, wie schnell sich die wirtschaftliche Lage im Stiefelstaat verschlechtert, überall nur Chaos und Defizite, Schulden über Schulden. Das Land Süd-Triol gehört in erster Linie nur sich Selbst und ganz sicher nicht den permanenten Verweigeren des Menschenrechtes der Selbstbestimmung! Die ganze tragische Geschichte der brutalen Übergriffe der Staatsmacht, vor allem bis in die 70er Jahre, gegen die Südtiroler ist ein Grund mehr auf das Menschenrecht der eigenen Selbstbestimmung zu pochen. Italien hat 1975 die Schlussakte über die Zusammenarbeit und Sicherheit in Europa unterzeichnet und ratifiziert und das bedeuten in diesem konkreten Fall, dass das Volk Südtirols das verbriefte Recht auf die Ausübung der Selbstbestimmung sogar von der Seite der ewigen Verweigerer der Selbstbestimmung international bekommen hat. Man müsste nur daraus einmal Gebrauch machen, so wie die Balten oder die Ostdeutschen, Polen, Ungarn, Slowenen, Montenegriner und andere Völker in Europa dies uns allen vorgemacht haben, die heute alle bereits frei sind. Das Menschenrecht auf die eigene Selbstbestimmung ist unteilbar und gehört heute zu den gängigen europäischen demokratischen Standards, natürlich unter der ersten und wichtigsten Voraussetzung, dass ein Volk es wirklich will und nicht resigniert. Lasst euch von der scheinbaren Überlegenheit der Verweigerer der Selbstbestimmung nicht täuschen, die Zukunft gehört nur denen, die bereit sind für sie mit friedlichen und demokratischen Mitteln zu kämpfen, in einem Europa freier und gleichberechtigter Völker!

4
Ein junger Südtiroler

Zur Geschichte
Natürlich fühle ich mich als deutschsprachiger Südtiroler auch Tirol und Österreich verbunden wa wir der selben Kultur angehören!
Tatsache ist aber dass wir zu Italien gehören und eine Autonomie besitzen welche auch von Österreich unterstützt und überwacht wird!

Im heutigen Südtirol leben neunmal deutschsprachige, Ladiner und Italiener. Ich finde gerade unsere Generation sollte versuchen miteinander zu leben und nicht gegeneinander!
Es sollte aber möglich sein dass ein deutschsprachiger einen Italiener respektiert so wie er ist und umgekehrt ebenso!

Alle drei Volksgruppen sollten vermehrt versuchen gut und friedlich zusammen zu leben!

Dass wir zurück nach Österreich können wird sich leider nicht umsetzten lassen aber dennoch wird auch in Zukunft, Österreich für uns eine kulturelle Heimat sein!

Wir sind Südtiroler und sollten versuchen mehr auf das zu sehen was unsere drei Kulturen zusammenbringen kann als das was uns trennt!

Es lebe Südirol/Sudtirolo!

5

Tirol
Ist es nicht bald an der Zeit Geschichte Geschichte sein zu lassen und endlich mal zu LEBEN???
Es ist lächerlich nach so langer Zeit immer noch Konflikte und Streit zu suchen, wo es auf dieser Welt weitaus wichtigere Probleme zu lösen gäbe!!!

6

Kann mir einer sagen, ob der Brennerpaß wärend der Kundgebung gesperrt ist?

7

Grenzen
Mich stimmt es traurig, dass es in den Zeiten eines vereinten und, nach langer Zeit endlich, friedlichen Europa immer noch Leute gibt, die sich so sehr mit der Frage der Staatsangehörigkeit beschöäftigen, wo es so viele dringendere Probleme gibt.
Durch das Schengener Abkommen sind die Grenzen innerhalb der EU praktisch nicht mehr präsent. Ihr könnt heute von Bozen nach Innsbruck fahren, ohne an der Grenze aufgehalten und kontrolliert zu werden.

8

Faschismus lebt
Die Unrechtsgrenze ist Faschismus.Hitler sagte damals:`Die Brennergrenze ist unantastbar.` Also,noch Fragen???

9

Brenner Aktion
Wenn bei der Brenner Aktion so viele Leute kommen wie auf diesen Bildern dann wird Süd-Tirol noch 100 Jahre zu Italien gehören......

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schiesserei
Ja schoen, wir muessen so weitergehen : Ich bin sicher wir werden es schaffen ein neues Krieg zu organisieren. Schoen rattatta, vergewaltigungen, Armee in Suedtirol und viele Marthyren. Schoen, Schoen, Schoen. Wenn ihr braucht ich schenke euch ein paar kamikazen...

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@Sven Knoll & Co.
Ich verstehe hier die ganze Aufregung nicht! Ist doch klar dass der 11. November ein wichtiger Tag im Leben eines Jeden ist! Schliessliche beginnt um 11 Uhr 11 ja der Karneval! So gesehen passt die von Euch organisierte Kundgebung doch perfekt: Kostüme tragende und in rot-weiß-roten Fahnen gehüllte Menschen die den Beginn der 5. Jahreszeit feiern!
Allerdings müsst ihr den Start eurer Karnevalsveranstaltung jedoch auf 11 Uhr 11 verschieben!!

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Vaterland !
@Georgus: Ich verstehe nicht, warum Sie in Ihrer Antwort auf mein Kommentar die Geschichte der Habsburger anführen. Sie sprechen den falschen an, ich bin sicherlich kein Anwalt dieses Adelgeschlechts. Österreich hat es vor und nach der Herrschaft der Habsurger in diesem Land zwischen Boden- und Neusiedlersee gegeben und dieses Land hat sich selbst vor 2000 Jahren zuerst in Noricum "erfunden" und später in der Ostarrichi-Zeit im Jahre 996 neugegründet. Ausserdem kann ich Ihnen bei der persönlichen Beantwortung der Frage des Vaterlandes genaso wenig etwas vorschreiben, wie Sie mir. Ich glaube Sie haben da etwas mißverstanden, oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt. Ich glaube auch, dass man sich mit der Geschichte irgendwann auch versöhnen muss, vor allem wenn sie schon so lang zurückliegt, im Gegensatz zur Gegenwart der Teilung Tirols. Südtirol hat über 650 Jahre zu Österreich gehört und dem stehen jetzt fast 90 Jahre bei Italien gegenüber. Das Land Österreich von heute drängt sich ganz sicher nicht jemand auf, aber es hat die völkerrechtliche Schutzmachtfunktion für Südtirol aus freien Stücken 1946 im Pariser Autonomievertrag übernommen und daher es muss erlaubt sein in diesem Zuzsammenhang allgemein von Vaterland der Südtiroler zu sprechen. Das habe nicht ich erfunden, sondern das gehört zur Diktion der politischen Parteien in Südtirol, vor allem der SVP. Dieses Vaterland, aus dem Sie sich ausschliessen, hat die Südtiroler ganz sicher nicht und nie verraten und zur Absiedlung freigegeben, denken Sie bitte da an die Zeit der sog. "Option" nach 1939. Ganz im Gegenteil. Die heutige zweite genauso wie die erste österr. Republik setzte sich in allen Zeiten mit allen nur möglichen Mitteln dafür ein, dass es den Menschen hier besser geht. Bitte vergessen Sie das nicht! Auch in unserer Zeit hat z.B. das Vaterland der Siebenbürgen-Deutschen die BRD dieses kleine Land in Rumänien leider kontinuierlich zur Absiedlung nach Deutschland freigegeben. Das bedeutet für mich, dass so eine tragische Geschichte einer ganzen Volksgruppe auch in friedlichen und demokratischen Zeiten wiederholbar ist, wie seinerzeit während der "Option", wo aus Südtirol 70 Tausend Menschen Richtung Norden abgewandert sind. Nur 20 Tausend hat Italien nach dem Krieg trotz anderslautenden Versprechungen wieder nach Hause gehen lassen. Die verbliebenen 50 Tausend suchten sich aus mehreren Alternativen fast geschlossen ihre neue Heimat gerade in Österreich aus. Ich halte den oben angeführten Vergleich zwischen Südtirol und Siebenbürgen für zulässig, da Italien und Rumänien romanische Länder sind und die Paralellen in der Geschichte zwichen beiden deutschen Minderheiten nach 1918 sind auch unübersehbar. In den 1960er Jahren lebten in Siebenbürgen noch über 300 Tausend Deutsche. Heute sind es nicht einmal 30 Tausend. Seien wir daher restlos glücklich darüber, dass die Geschichte der Südtiroler anders verlaufen ist. Die Tiroler Einheit wird den Tiroler niemand schenken wollen, ausser sie selbst bemühnen sich um diese Einheit mit friedlichen und demokratischen Mitteln. Dieses Ringen um die Wiedervereinigung der geteilten Landesteile Tirols ohne Unterstützung aus dem Rest des Landes, zu dem auch das Bundesland Tirol gehört und eine Abgrenzung auch in der nationalen Frage macht dieses Vorhaben sicherlich nicht leichter. Sie müssen Österreich persönlich nicht lieben, wenn es Ihnen nicht danach ist, aber ein wenig Dankbarkeit für das Land, das sich immer noch ohne wenn und aber für die Interessen Südtirols unermüdlich einsetzt, wäre meiner Meinung nach auch angebracht, falls Ihnen die Einheit Tirols ein anliegen sein sollte. Um das zu verstehen, muss man weder links noch rechts oder besonders gescheit sein. Ich hoffe, Sie denken darüber nach, sollten Sie meine Antwort auf Ihre Antwort lesen.

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Hallo,
ich und einige meiner Freunde aus Kufstein werden Euch am 11.11.2007 am Brenner unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen
aus Kufstein

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Matteo Gesualdo Corvaja

Vaterland, Heimat
@Georgus
Home is where the heart is! 🙂

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Vaterland?
Ich zitiere Markus A.:
„Unsere Heimat ist Tirol und nicht Italien unsere Patria ist das Land Österreich und um das zu verstehen muss man weder links noch rechts, oder besonders gescheit sein.“

Um es hier ein für allemal klarzustellen: Ich bin Tiroler, aber ich bin kein Österreicher (selbstverständlich auch kein Italiener). Niemand, und ich wiederhole es: niemand — und das gehört zum ABC der Freiheit — hat mir vorzugeben, was mein Vaterland ist, keine Nationalpropaganda, kein Herr Markus A. und schon gar nicht das machtgierige, im Sumpf der Geschichte versunkene Haus Habsburg. Was mein Vaterland ist, bestimme ausschließlich ich selbst — und Österreich ist nicht mein Vaterland, sondern Tirol; und um zu erkennen, daß beides nicht dasselbe ist, „muss man weder links noch rechts oder besonders gescheit sein.“

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Jeder ist willlommen
"Auf der Seite der Brennerbasisdemokratie muss man die meisten Leser sicher von nichts überzeugen, da man meistens nur unter sich ist. Vielmehr wäre ein Dialog ohne Scheuklappen und Vorurteile und kein Monolog zwischen den Kontrachenten in dieser so wichtigen Frage um die Selbstbestimmung dringend notwendig". Markus, wenn du unsere Selbstbestimmungsvorstellung vertiefen willst, bist du jederzeit willkommen.

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Matteo Gesualdo Corvaja

Tiroler Einheit
@Markus
Ich gebe dir vollkommen recht. Ich bin grundsätzlich ein Beführworter der Selbstbestimmung der Völker.
Persönlich fand ich Cossigas Gesetzentwurf gut, denn so käme endlich das Volk zur Sprache und man bekäme eine klare Antwort.
Ich finde aber Slogans wie "Los von Rom" oder "Unrechtsgrenze" eher undiplomatisch, und somit werdet ihr wenig Italiener zum Dialog mit euch begeistern können.
"Los von Rom" ist übrigens kein rein Südtiroler Motto, den gab es schon länger, und hatte was mit Religion zu tun.

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Tiroler Einheit
@ Matteo. Wenn wir heute über die Fragen der Tiroler Einheit diskutieren, dann dürfen wir dabei eines nicht vergessen. Die Verfassung eines jeden Landes der EU ist freiheitlich demokratisch und auf der Grundlage der lange heiss umkämpften Menschenrechte, sowie der Aufklärung aufgebaut. Das machte und macht Europa so stark im Verhältnis zum Rest der Welt. Die Tatsache, dass man eine Reihe von anstehenden neuen Selbstbestimmungen in der EU noch nicht klären will, hat mit dem Egoismus der einzelnen Nationalstaaten und der Bequemlichkeit der EU-Bürokratie zu tun. Auf der einen Seite will die EU das Zusammenwachsen der Regionen fördern und auf der anderen gibt es ausserhalb der Nationalstaaten kein geeignetes politisches Instrument, das so eine Möglichkeit einer Widerherstellung der historischen und heute noch gewünschten Landeseinheit ermöglichen würde. In Cortina d.A. muss sich niemand heute von Italien "losreissen", oder einen "Staatwechsel" vornehmen. Es geht vielmehr dabei um eine frei und demokratische Wahl der Bürger, die darin ein Akt der historischen Gerechtigkeit sehen und ausserdem sich durch die Landeseinheit mit Südtirol bessere Zukunftschancen für eigene Gemeinde versprechen. Das gleiche politische Ziel verfolgen viele Menschen auch in Südtirol im Hinblick auf den Traum von der Tiroler Einheit. Im Trentino ist die Zeit noch lange nicht reif dafür, wenn überhaupt. Diese Frage nach der Gemeinsamkeit mit anderen Tirolern können nur die Welschtiroler selbst beantworten. Ich bin der Meinung, würde sich endlich einmal etwas substantielles in dieser Frage bewegen, dann würde das sicherlich nicht spurlos an Welschtirol vorbeigehen. Für mich persönlich sind die Fragen der Staatsgrenzen nicht heute entscheidend, wenn man auch schon jetzt oder bald eine neue wirkliche Tiroler Einheit über alle Grenzen hinweg leben könnte und das ist leider lange noch nicht der Fall, aber vieleicht ist man da zu ungeduldig. Was die Partei der Grünen betrifft, so bin ich der Meinung, dass sie keine Konzepte für den weiteren Verlauf der Einigungsprozesse in Tirol haben, sondern sie reflektieren nur das, was andere Parteien an politischen Änderungen und Neuerungen ausarbeiten. Eine Busfahrt in Vinschgau mit den Grünen aus Nordtirol und gelegentliche Treffen mit den Grünen aus dem Trentino ist für mich kein Quallitätsnachweis in dieser Frage, auch wenn die Grünen in anderen Umweltbereichen gute Arbeit leisten und auch punkten, Stichwort BBT, Brennerautobahn, Flughafen Bozen usw. Die Selbstbestimmung der Tiroler als solche ist den Grünen aber nicht wichtig. Sie glauben wohl, sie müssten dabei die Positionen der Rechten vetreten, was weit verfehlt ist. In anderen Ländern in der EU sind ähnliche Selbstbestimmungen von der radikalen politischen linken Seite dominiert. Ich glaube nicht, dass die spanische Demokratie um so viel anders ist, als die in Italien. Die Selbstbestimmung Südtirols hatte und hat eine mitterecht politische Tradition und die in Katalanien oder Baskenland noch aus der Zeit des Bürgerkrieges eine sehr linke und das wird wohl in Zukunft lange noch so bleiben. Die Selbstbestimmung ist daher weder schwarz, rot, blau oder grün, südtirolerisch oder italienisch, sondern sie ist eine Aufforderung an die kleine und grosse Politik die europäischen Demokratiestandarts weiterzuentwickeln. Erst wenn dem Genüge getan wird, können wir zufrieden sein und eine Zeit lang gut damit leben, bis andere Generationen in ihrer Zeit nach neuen Antworten auf ähnliche Fragen suchen werden. Eine Debatte zu Selbstbestimmung braucht gerade hier auch die italienischen Teilnehmer. Auf der Seite der Brennerbasisdemokratie muss man die meisten Leser sicher von nichts überzeugen, da man meistens nur unter sich ist. Vielmehr wäre ein Dialog ohne Scheuklappen und Vorurteile und kein Monolog zwischen den Kontrachenten in dieser so wichtigen Frage um die Selbstbestimmung dringend notwendig.

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Matteo Gesualdo Corvaja

Teilung Tirols
@Ettore T.
Ciao, Ettore Tolomei!
Seit dem Schengener Abkommen gibt es de facto keine Brennergrenze mehr.
Es ist ein Relikt aus der Vergangenheit.
Die Italiener, die in euer Land leben, können genauso wenig für den Fascismus, wie die jetzige Generation in Deutschland für den Nationalsozialismus.
Es gab ja auch vor 1919 Italiener in Südtirol, wenn auch nur wenige.
Tirol war schon immer dreisprachig und ein Kreuzweg der Kulturen, ein rein deutsches Tirol, oder ein rein italienisches Athesia hat es nie gegeben.
Im Übrigen, der Faschismus ist seit 1945 tot, zum Glück.
Daß ihr mit vielen faschistischen Relikte zu kämpfen habt, ist mir bewußt und meiner Meinung diesbezüglich habe ich an anderer Stelle kundgetan.
Ganz ehrlich, sehe ich keine faschistische Gefahr.

@Philipp
Vor 50 Jahren hätte ich diesen Satz von Dir voll und ganz unterstützt, heute sehe ich es als etwas anachronistisch angehaucht.
Den Faschismus gibt es nicht mehr!
Versuch', nach vorne zu schauen!

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Nicht WO geben!
Die ungerechte Teilung Tirols darf niemals akzeptiert werden, daß wäre nur ein Sie für die Faschisten! Also auf zum Brenner!

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langeslebenderetwaswagt!
der brenner teilt momentan ein volk das zusammengehört, und wir teilen momentan unser land mit einem volk das nur wegen des faschismus (italiener) hier ist.
das ist der wahre grund

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BBD
@ Markus

Echt komisch. Also: ich bin ein mitgestalter des Platforms BBD und habe anscheinend die Zwecke seiner Tätigkeit nicht verstanden? Kann es nicht sein, dass DU derjenige bist, der diese Zwecke nicht verstanden hat? Hast du z.B. das Manifest oder das "Call for paper" gelesen? Probier mal. Und dann reden wir weiter.

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Matteo Gesualdo Corvaja

Étranger
@Markus A.
Wenn Du Dir Étrangers Beiträge auch auf italienischen Foren durchlesen würdest, dann wüßtest Du daß er absolut kein Verfechter der Italianità dell' Alto Adige ist.
Nur so als kurze Erwähnung meinerseits.

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Matteo Gesualdo Corvaja

Selbstbestimmung, Unrechtsgrenze
Seit wann sind die Grünen Patridioten?
Alle Jahre wieder, immer das gleiche Spiel: Selbstbestimmungsbeführworter auf der einen, italienische Nationalisten auf der anderen Seite.
Anscheinend haben beide noch nicht verstanden, daß die Zukunft Tirols gemeinsam gebaut werden muss.
Ein historisches Tirol von Kufstein bis Salurn hat es nie gegeben, es ging bis Borghetto und umfaßte auch die Gemeinde Cortina d' Ampezzo, die mit großer Wahrscheinlichkeit in wenigen Wochen sich von der Provinz Belluno losreißen wird, um zu Südtirol zurückzukehren.
Tirol war schon immer ein dreisprachiges Land und ein wichtiger Verbindungsweg zw. dem deutschen und dem italienischen Kulturraum.
Das was die italienischen und alldeutschen Nationalisten in der Vergangenheit kaputt gemacht haben, sollte nicht weiterhin gefördert werden.

25

ich hoffe,dass auch dieses jahr eine gegendemonstration zu stande kommt, dann werde ich an erster stelle mit dabeisein und rufen "viva italia"

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Tiroler Einheit
Der unermüdliche Teilnehmer in allen nur erdenklichen Foren rund um Südtirol und Verteidiger der Italianitá des Alto Adige, ist der "Ètranger" und der hat offenbar die Ziele der Betreiber der likken Selbstbestimmung-Seite Südtirols der "Brennerbasisdemokratie" gründlich missverstanden oder er will sie nicht verstehen. Daher zur Erklärung: Die Brennerbasidemokratie ist eine kleine linke irredentistische südtiroler Freiheitsbewegung, um ein passesndes und leicht verständliches Wort für den Ètranger zu gebrauchen, die sich zu 100% der Selbstbestimmung Südtirols ohne Italien als Staatsmacht der Zukunft hier im südlichen Teil Tirols verschrieben hat. Die rechten Befürworter der Selbstbestimmung mögen andere Vorstellungen über die Zukunft des Landes haben, aber eines haben sie mit diesen linken ganz sicher gemeinsam, sie wollen eine Zukunft für Südtirol ohne Italien. Auf der Seite der Brennerbasisdemokratie findet man nota bene fast nur Beiträge auf italienisch und zu 2/3 von Ètranger verfasst, (obwohl er blendend gut auch Deutsch schreiben kann) und unterzeichnet und manchmal antwortet er sogar sich selbst, s.z.s. Ètranger an Ètranger. So viel zur geistigen Verfassung dieses Forummteilnehmers, der uns "Ewiggestrige" schimpfen will. Seine für uns fragwürdigen italienischen Vorbilder aus der Geschichte haben seinerzeit ihre Irredenta Italiens gehabt, mit der Südtirol nichts zu tun haben kann und will, da dieser Staat den Menschen hier gegen ihren ausdrücklichen Willen damals 1918 aber auch 1946 mit Gewalt, Verrat und diplomatischen Betrug aufgezwungen wurde. Die Südtiroler haben die Welt daran unzählige Male erinnert und der Teilung Tirols widersprochen und tun dies weiterhin. Die Petition der Südtiroler Bürgermeister von 2006 an unser Vaterland Österreich bleibt noch in frischer Erinnerung. Ohne diese tirolpatriotische Haltung wäre die heutige Autonomie nicht einmal in Ansätzen vorstellbar. Unsere Heimat ist Tirol und nicht Italien unsere Patria ist das Land Österreich und um das zu verstehen muss man weder links noch rechts, oder besonders gescheit sein. Ähnliche Selbstbestimmungbewegungen anderswo in Europa haben oft eine radikal linke politische Ausrichtung, wie z.B. im Baskenland aber auch in Katalanien. Wer jemand hier als "ewiggestrig" bezeichnet werden kann, das sind manche Italiener in Südtirol, die nicht verstehen können und wollen, dass wir alle ein Menschenrecht auf freie Meinung haben und diese auch artikulieren wollen. Dazu gehört auch das Menschenrecht auf Selbstbestimmung der eigenen Person der Familie und der eigenen ethnischen Volksgruppe. Die Vortschritte auf diesem Wege verdanken die Südtiroler sich selbst, der Diplomatie unserer Schutzmacht Österreich und wenigen Italienern, die vorgeben die Notwendigkeit der Klärung der Selbstbestimmungfrage zu verstehen. Erst danach wird es eine bessere Zukunft für alle Sprachgruppen in Südtirol geben, ohne Disagio, Sprachgruppentrennung und Benachteiligung der deutschsprachigen Südtiroler in ihren Rechten. Die italienische Seite möge das verstehen, dass zu einem Dialog mehrere Partner notwendig sind, damit man nicht mit sich selbst redet, wenn man schon die andere Seite nicht besonders schätzt und vice versa.

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Tiroler Einheit
Ich möchte gerne wissen, ob die selbsternannten (oder auch nicht) Ignoranten und Patridioten von den Grünen und von der Alleanza Nationale auch einmal nach Cortina d.A. fahren werden, um dort gegen die geplante Landeseinheit mit Südtirol zu demonstrieren, falls die Menschen dort in zwei Wochen für die Rückkehr ihrer Gemeinde zu Trentino-Südtirol beim Referendum sich entscheiden sollten. Andere Gemeinden in Belluno haben bereits gezeigt, wie das gehen kann, und dass die Selbstbestimmung jede Zeit auch in Italien möglich ist. Das müsste auch endlich einmal für ganz Südtirol möglich sein, im Kleinen wie im Grossen, nämlich eine freie und demokratische Abstimmung über die Frage der Einheit in ganz Tirol in einem Europa freier Völker, wo die Staatsgrenzen immer mehr zu Verwaltungsgrenzen in unserer Zeit sicht entwickeln. Die EU wird nicht müde uns alle zum Zusammenwachen und zur Einheit ständig aufzurufen. Sollte dies auch einmal hier möglich sein, nämlich dass die Südtiroler über die Frage der Selbstbestimmung abstimmen werden können, dann ist meiner Meinung nach der Ausgang so einer Wahl trotzdem mehr als ungewiss, wie es bei jeder Wahl wohl der Fall ist. Heute würde man vieleicht meinen, dass sicher so um 65-70% der Südtiroler für die Selbstbestimmung und gegen Italien abstimmen würden, vorausgesetzt die SVP, SF, FP, Union würden für ein "Ja" werben. Eine Wahlbewegung würde diese Frage sehr stark zuspitzen und die Meinungen polarisieren. In einem Wahlkampf kommt es auf so viele Faktoren an, die man wirklich nicht berechnen kann, dass man beim besten Willen ein Ergebnis im Sinne der Bejahung der Selbstbestimmung nicht voraussagen kann. So eine Abstimmung wäre wohl nur einmal für sehr lange Zeit vorstellbar, da man nicht so oft die Menschen abstimmen lassen kann, bis einer Seite dieser Wahlbewegung das Ergebnis zusagt. Eine theoretische Zulassung einer Abstimmung zur Selbstbestimmungfrage Südtirols wäre daher nur ein Etappensieg auf diesem mühsamen Weg und nichts mehr weiter. Diese demokratische Wahl über die Zukunft Südtirols müsste man erst dann bei der wirklichen Abstimmung für sich gewinnen können. Der positive Ausgang im Sinne der Befürworter der Selbstbestimmung, vorausgesetzt diese Wahl wäre demokratisch, d.h. frei, gleich, geheim und streng kontrolliert im Sinne der korrekten Auszählung der abgegebenen Stimmen, ist eher wahrscheinlich aber ganz sicher nicht vorgegeben. Dabei ist allein die mögliche Fragestellung von grosser Bedeutung, bzw. wie manche Parteien dies nach der Wahl für sich interpretieren und politisch umsetzen würden. Das Ergebnis der Abstimmung müsste doch für alle Seiten einen verpflichtenden Charakter haben und einen politischen Auftrag für die Landespolitik-en bedeuten. Man möge sich aber auch vorstellen, eine schlecht vorbereitete, oder chaotische Wahl würde womöglich die italienische Staatsmacht knapp für sich gewinnen, was das für die weitere Zukunft der heutigen Autonomie Südtirols bedeuten würde. Daher bei der ganzen Dankbarkeit für die Bewegung der Südtiroler Freiheit, dass sie sich vor allem dieses Themas der Selbstbestimmung und der Tiroler Einheit angenommen hat, darf man auch die Möglichkeit des Scheiterns nicht vergessen. Ich halte das für wichtig, dass man auch darüber nachdenkt, wenn man schon die Wortführerschaft in der Selbstbestimmungfrage in Südtirol hat, was bei der Bewegung der SF ohne Zweifel der Fall ist. Eine erfolgreiche Selbstbestimmung für Südtirol kann es nur durch enge Zusammenarbeit und politische Abstimmung mit anderen Parteien und mit dem Bundesland Tirol, in Absprache zwischen Italien und Österreich geben. Ich glaube ein überperteiliches Komitee, oder ein Rat für die Selbstbestimmung Südtirols, wo jede Partei einen eigenen Vertreter von Bedeutung, oder Spitzenpolitiker entsenden würde, könnte jedes Jahr sich die Ziele auf diesem Weg vorgeben und die Fortschritte markieren und evaluieren, bzw. weitere Schritte der Tiroler Einheit bestimmen. Die Selbstbestimmung betrifft alle Menschen hier, die sie befürworten und das sind sehr sehr viele, aber es gibt bis heute keine gemeinsame Stimme, die in Namen von allen diese Selbstbestimmung artikulieren und nach Aussen glaubwürdig tragen würde, da jede Partei alleine dies für sich definiert, was sie darunter versteht. Das bedeutet in der Praxis, dass es womöglich vier verschiede Optionen der Selbstbestimmung in Südtirol gibt. Ich glaube die Partie der Grünen kann man dabei vergessen, da sie sich mehr Sorgen um das fragliche Erbe der italienischen Irredenta auch in Südtirol macht, als darüber was die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung über die mögliche Selbstbestimmung denken würde. Die Tiroler Einheit ist möglich, wenn einmal alle Tiroler in allen Teilen dieses Landes in Süd, Nord oder Ost das wollen, dazu aber müsste man aus heutiger Sicht zuerst vieleicht ein Referendum zu dieser Frage in Südtirol durchführen und es im Sinne der Selbstbestimmung auch gewinnen. Erst dann würde man über die notwendige politische Handlungsfreiheit und demokratische Legitimität verfügen, um den weiteren Weg zur Tiroler Einheit vorzugeben. Was man aber ganz sicher immer wieder machen kann, dass ist der Tiroler Teilung bei entsprechenden Gelegenheiten ganz entschieden und deutlich mit friedlichen Mitteln widersprechen. Einmal wird auch der richtige Zeitpunkt für die Selbstbestimmung kommen, wenn man lang genug dieses Menschenrecht auf demokratische Selbstbestimmung für die 3/4 der Bevölkerung in Südtirol von Italien, aber auch von der EU als übergeordnete neue "Staatsmacht" einfordert. Diese überwiegende ethnische Mehrheit ist bekanntlich hier seit dem Zeitpunkt der Teilung 1918 tirolerisch geblieben, auch wenn die heutige Staatsmacht hier in verschiedenen Zeiten unter unterschiedlichen monarchistischen, faschistischen und demokratischen Regimen diese ethnische Zusammensetzung massivst gegen die Tiroler zu beinflussen versuchte. Der völkerrechtliche Status der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol ist heute eher dem eines Protektorats ziemlich gleich, so ähnlich wie nach 1918 und 1946-1956 in Saarland in Frankreich, oder heute anderswo in Europa in Kosovo mit einem grossen Fragezeichen versehen. Keine Staatsmacht etlässt gerne und ohne wenn und aber eine Provinz in die Selbstbestimmung. Das dies auch bei der möglichen politischen Selbstbestimmung auf dem Wege eines Referendums in Südtirol so sein wird, davon kann man aus heutiger Sicht ganz sicher ausgehen. Italien wird Südtirol die Selbstbestimmung nicht schenken. Diese ist nur Dank Europa und demokratischen Spielregeln u.U. möglich und vorstellbar. Die entscheidenste Frage dabei ist, ob man die politische Grosswetterlage als geeignet erachtet und unter welchen Voraussetzungen eine mögliche Volksabstimmung mit welchen Charakter und mit welcher Fragestellung zur Frage der Selbstbestimmung stattfinden sollte. Diese Frage kann wohl nicht die SF aus eigener Kraft bewegen, umso wichtiger wäre daher ein Instrument eines Selbstbestimmung-Komitees für Südtirol notwendig, damit die Menschen in ganz Tirol die Politik in dieser so wichtigen Frage über parteipolitische Grenzen hinweg verstehen und nachvollziehen können, bzw. geschlossen auch einmal in diesem Sinne der Selbstbestimmung Südtirols auch wählen werden können.