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Antisemitismus: Im Namen des Pius

h._staffler.jpgDie von Papst Benedikt XVI. vorgenommene Rehabilitierung der stark antisemitischen Piusbruderschaft weckt die Erinnerung an den unseligen Piusverein, der vor dem Ersten Weltkrieg einer der Wegbereiter des militanten Antisemitismus in Österreich war.

Unsere einheimischen, manchmal so kritischen Historiker haben sich
seltsamerweise noch kaum mit diesem Verein befasst, der seine Hochburg
innerhalb Österreichs in Tirol und innerhalb Tirols in Brixen hatte, wo
er über 600 Mitglieder zählte. Mit seiner beständigen Hetze gegen die
Juden hat der Piusverein ohne Zweifel mit dazu beigetragen, den
Holocaust zu ermöglichen, zumal die vielen geistlichen Mitglieder des
Vereins in ihren Predigten das Judentum zum Feindbild machten und immer
wieder betonten, dass man "diesem Übel ein Ende setzen" müsse.
Bedauerlicherweise steht der Name Pius auch heute wieder in
Zusammenhang mit Intoleranz und Überlegenheitswahn.

Hartmuth Staffler, SÜD-TIROLER FREIHEIT, Brixen

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Anmerkungen
Die Wurzel des Übels dürfte wohl sein, dass im Konzil von Nicäa auch die Bücher des alten Testaments zu Büchern der Christenheit bestimmt wurden. Damit und auch durch andere hat sich das Christentum nie wirklich fein und säuberlich vom jüdischen Glauben getrennt und so einen steten inneren Kampf zwischen denen, die die Verbindung zum Judentum ablehnen usw und denen, denen das gleichgültig ist, erzeugt.
mfg
RP