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Anti-Faschismus Sommer

sieges_denkmal.jpgAm 12. Juli 2008, jährt sich zum 80. Mal die Einweihung des faschistischen Siegesdenkmales in Bozen.
Anlässlich dieses Ereignisses startet die SÜD-TIROLER FREIHEIT einen „Anti-Faschismus Sommer“ mit welchem im Rahmen von verschiedenen Aktionen, den ganzen Sommer über, auf die noch immer bestehende Verherrlichung des Faschismus in Süd-Tirol aufmerksam gemacht werden soll.

Als Auftakt dieser Aktion erinnert die SÜD-TIROLER FREIHEIT daran, dass auf Initiative des Landesjugendsprechers der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, vor genau 2 Jahren, am 12. Juli 2006, das Hakenkreuz am Grenzstein am Brenner entfernt wurde.
Dieses Hakenkreuz befand sich auf der österreichischen Seite des Grenzsteines und war dort nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich eingemeißelt worden. Nach dem Krieg wurde dieses nur schlampig abgetragen, sodass es all die Jahre deutlich sichtbar blieb.

Da sich die Forderung nach einer Entfernung der faschistischen Relikte in Süd-Tirol nicht glaubhaft vertreten lässt, ohne auch im selben Maße die Ideologie des Nationalsozialismus und somit auch dessen Relikte zu verurteilen, richtete Sven Knoll damals ein Schreiben an das Österreichische Innenministerium, mit der Bitte um Entfernung des Hakenkreuzes, welches keine 14 Tage später, am 12. Juli 2006, dann auch endgültig entfernt wurde.

Die Tatsache, dass die Republik Österreich am 12. Juli 2006, dieses Relikt der Nazidiktatur sofort beseitigt hat, während Italien am selben 12. Juli im Jahre 2008, das 80jährige Bestehen des Siegesdenkmales feiert, welches zudem auch noch gerade renoviert wird, beweist, dass Italien  noch immer nicht mit seiner faschistischen Vergangenheit abgeschlossen hat.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT wird daher noch diese Woche, im Rahmen einer Pressekonferenz, eine erste große Aktion gegen das Siegesdenkmal vorstellen und gleichzeitig weitere Initiativen der Öffentlichkeit präsentieren, denn Faschismus und Nationalsozialismus sind keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

grenzstein_foto.jpggrenzstein_mit_hakenkreuz_.jpghakenkreuz_entfernung.jpg

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2 Kommentar(e)

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1

@ ff
Genau so ist es, wie Sie in Ihrem Beitrag schreiben. Man darf aber auch nicht vergessen, dass es auch andere Meinungen dazu in Italien und in der italienischen Bevölkerung in Süd-Tirol gibt. Nach aktuellen Meinungsumfragen begrüssen angeblich sogar über 12% der Italiener in der AP Bozen eine mögliche Selbstbestimmung Süd-Tirols ohne Wenn und Aber in absehbarer Zukunft, d.h. sie würden in einem Referendum dafür stimmen, und das obwohl niemand dafür unter ihnen politische Arbeit in diesem Sinne macht, aber auch sie wissen, dass sie in diesem land von der Mehrheitsbevölkerung immer gut und fair behandelt werden und ausserdem die Selbstbestimmung würde allen Bürgern vieles an neuen grossartigen Möglichkeiten und Lebenschancen eröffnen.
Nur die Ewiggestrigen Verteidiger, Verwalter und Befürworter der weiteren Fremdbestimmung in Süd-Tirol brauchen diese Symbole des Duce-Faschismus, weil sie sonst aber über nichts verfügen, was sie in diesem Land an Legitimation der eigenen Herrschaft geschaffen hätten. In diesem Fall befinden sie sich im krassen Gegensatz zu all den Menschen aller Sprachen, die mit ihrem Fleiss und ihren Talenten Süd-Tirol/Tirol del Sud in Vergangenheit und in Gegenwart dazu gemacht haben, was es heute bereits ist, eine der schönsten und wohlhabendsten Regionen in Europa. Das ist auch ein Zuhause der italienischen Mitbürger, die sehr oft mit dieser Politik der Huldigung vor solchen "Denkmälern" nicht einverstanden sind. Die Zukunft des Landes werden nur die Menschen gewinnen, die die besseren Konzepte für das Land haben und nicht die ewigen Verteidiger und Hüter der Denkmäler eines verbrecherischen Sytems aus der Zeit des Faschismus. Sie stellen sich selbst ein äusserst fragwürdiges demokratiepolitisches Zeugnis aus, dazu bereits im Jahre 2008 in einem Europa der Menschenrechte und der Demokratien. Für welche Ideen und Werte das "Duce-Tempel und Siegesdenkmal" in Bozen steht, wissen auch alle gut, und die sind ganz sicher nicht mit denen eines modernen demokratischen Europa vereinbar.

2

Kultur der Macht und Unterdrückung
Klammern sich die Italiener unten in Italien auch an solche faschistischen Kultstätten? Oder gibt es diese Objekte nur mehr in Süd-Tirol zur Machtdemonstration Italiens und als Rechtfertigung der Annexion der ehemals österreichischen Bevölkerung?
Baut das ganze Kulturverständnis und Selbstbewußtsein der Italiener auf einem faschistischen Marmorblock auf, der mit Stahlzaun und Videokameras abgesichert ist?
Das ist eine Kultur der Macht und Unterdrückung.