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Andreas-Hofer-Gedenktag: Kosovaren beschämen uns Tiroler!

eva_klotz_012.jpgHeute, Sonntag, 17. Februar 2008: Landeshauptmann Durnwalder ruft bei der Andreas-Hofer-Landesfeier in Meran in die Menge: "Wir brauchen Beispiele, wir brauchen Wegweiser"! Aber kein Wort über das Freiheitsanliegen unseres Volkes, kein Wort über das Beispiel Kosovo!
Heute, Sonntag, 17. Februar 2008: Kosovo ruft seine Unabhängigkeit aus; der Parlamentspräsident stellt sich vor sein Volk und ruft aus: "Wir erklären unsere Unabhängigkeit, und niemand wird uns mehr daran hindern können!"

Die Landtagsabgeordnete der Bewegung "SÜD-TIROLER FREIHEIT", Dr. Eva Klotz, ruft die maßgeblichen Politiker der Volkspartei dazu auf, sich ein Beispiel zu nehmen am Mut und an der Entschlossenheit der kosovarischen Volksvertreter, sich an die Spitze der Freiheitsbewegung ihres Volkes zu stellen und dem Land den Weg in die Unabhängigkeit zu bahnen! Das wäre ein Wegweiser, und sie bräuchten sich nicht zu schämen vor der Geschichte und unseren Vorfahren!

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
17. 2. 08

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p.s.
Die politische Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit mit der Frau Eva Klotz wird, so hoffe ich, einen Achtungserfolg bei der kommenden LW im Herbst 2008 erzielen. Ich weiss es nicht, ob der Landeshauptmann ein "schlauer Fuchs" ist oder nicht, in der Politik setzt man das aber immer voraus. Die Frau Eva Klotz ist aber sichtbar, hörbar und lesbar das Gewissen und die klare und laute Stimme der Selbstbestimmung Süd-Tirols von heute und morgen. Sie hat die Freiheit, würde ich meinen, alles das öffentlich zu sagen, was sich andere Politiker aus verschiedenen Rücksichtsnahmen nicht zu trauen gedenken. Aus diesem Grund wird auch die Frau Klotz wie keine andere Politikerin und Politiker anderer Parteien Süd-Tirols von der breiten Bevölkerung für ihren beispielhaften Einsatz für die Tiroler Heimat geschätzt und bewundert. Vieleicht ist Frau Eva sogar unsere "Eiserne Lady der Selbstbestimmung" von Süd-Tirol. Was den Willen der SVP zu Selbstbestimmung des Landes betrifft, bin ich persönlich der Meinung, dass die Edelweisspartei hinter den politischen Kulissen sich sehr wohl ernsthafte Gedanken darüber macht und danach auch konsequent politisch handelt, auch wenn man die Resultate nicht sofort sehen kann. Wie sonst könnte man den Umstand begründen, dass so gut wie alle Bürgermeister der AP Bozen die Selbstbestimmungspetition an das Vaterland österreich von 2006 unterzeichnet, und in Wien im Mai 2006 in Wien dem grossen tiroler und österreichischen Patrioten, damals noch amtierenden Nationalratspräsidenten und Süd-Tiroler Andreas Khol überreicht haben? Die Süd-Tiroler Schützen haben auf dieses Ziel mit Segen aus der SVP sehr lange hingearbeitet, deswegen verwundert es mich jetzt ein wenig, dass es scheinbar momentan eine Gesprächsklimatrübung zwischen der SVP und STB immer noch gibt. Gerade bei diesem grossartigen Traditionsverband der Tiroler müsste die Edelweisspartei immer darauf achten, das man zum Wohle des Landes nur eine einzige gemeinsame Linie in der Selbstbestimmung vertritt. Am Parteitag der SVP im November 2007 in Meran hat der Süd-Tiroler Andreas Khol sinngemäss, wie ich das verstanden habe, der Edelweisspartei und allen Tirolern zugerufen, seid einig, einig und noch einmal einig, erst dann könnt ihr politisch auch in der Frage der Selbstbestimmung sichtbare Erfolge erreichen. Daher wenn man schon als SVP zur Petition an NR in Wien von 2006 schon einmal deutlich Ja gesagt hat, dann muss diese Partei auch volle politische Verantwortung in Südtirol dafür tragen, dass dieser Wunsch der Südtiroler nach Selbstberstimmung auch respektiert wird, und einen Niederschlag in der eigenen Politik findet. In Wien wird das offenenbar von allen Parteien Österreichs mit Ausnahme der Grünen (Auf Anraten der Grünen in Bozen) sehr ernst genommen, wenn man sogar bereit ist, diesen sehnlichen Wunsch der Tiroler südlich der Brennergrenze sogar in die künftige Österreichische Bundesverfassung aufzunehmen. Wer A sagt, muss auch B und C in der Selbstbestimmungfrage sagen und danach auch politisch glaubwürdig handeln und das gilt klarerweise für alle Seiten. Für den Parteiobmann der SVP ist dieser direkte Handlungsbedarf erst dann vorhanden, wenn die Autonomie in Zukunft bedroht wird, oder von Rom in Frage gestellt sein sollte. Italien hingegen sieht in diesem Süd-Tirol Passus in der Präambel der Verfassung einen gefährlichen Präzedenzfall und eine Parallele zum Grundgesetz der BRD, wonach das Ziel der Deutschen Einheit seinerzeit als Staatsziel dieses Nachbarlandes der Österreicher vor 1989/90 in der Deutschen Verfassung besonders betont wurde. Die fünf neuen deutschen Bundes-Länder plus Ost-Berlin in der Ex-DDR sind eben nach dieser Bestimmung der Deutschen Verfassung dem Geltungsbereich des Grundgesetztes am 03.10.1990 und nicht als ein ganzes Land beigetreten. Vorausgesetzt der ÖNR in Wien beschliesst irgendwann diese Südtirol-Bestimmung und vorausgesetzt es tritt einmal ein Autonomie-Krisenfall, dann wird die SVP als grösste und mächtigste Partei im Sinne der Selbstbestimmung für das land offiziell national und international handeln. Österreich wäre dann nicht nur die völkerrechtlich vor der UNO und zwischenstaatlich anerkannte Schutzmacht der Süd-Tiroler Interessen, sondern auch Aufgrund der freiwillig eingegangenen Verpflichtung in der Bundesverfassung der Zweiten Republik müsste das Vaterland diese mögliche künftige offizielle Politk der Selbstbestimmung der AP Bozen nach Kräften und besten Wissen und Gewissen im eigenen Land und international auch politisch umsetzen und unterstützen. Vor diesem für alle Österreicher im In- und Ausland so wichtigen Beschluss des ÖNR ist die gegenwärtige Zurückhaltung in dieser Frage der SVP selbst, aber auch der Politik vor allem im Bundesland Tirol mehr als verständlich. In diesem Jahr bis Ende Juni hat das Bundes-Land Tirol den Vorsitz im Österreichischen Länderrat übernommen, und über Parlament in Wien weht jetzt klar sichbar die Tiroler Landesfahne neben der rot-weiss-roten Nationalfahne. Dazu hat noch ein Süd-Tiroler den Vorsitz dieses Gremiums des Parlaments in Wien inne. Ein NR-Abgeordnete aus Wien sagte mir in einem persönlichen Gespräch, dass man den betreffenden Beschluss für die nächsten Monate doch mit ziemlicher Sicherheit erwarten darf, dazu womöglich nach dem Umzug aus anderen Gründen im alten Reichsratsaal des Parlamentes, wo seinerzeit die Abgeordneten aus ganz Tirol, damals natürlich ohne Teilungsgrenzen, schon einmal gemeinsam mit all den anderen Landsleuten aus Österreich gesessen sind, und über viele Fragen im Parlament debattiert haben, nämlich in der Zeit vor 1918. Man sollte daher der heutigen SVP-Führung und besonders dem Landeshauptmann nicht genung für den bewiesenen politischen Mut danken, dass die gesamte Partei bereits vor zwei Jahren die Selbstbestimmung mit der Unterstüzung der Petition an Österreich als mögliche aber nicht zwingende Option als regierende Sammelpartei zugelassen hat. Nicht umsonst wurde daher LH Luis Durnwalder vom ital. Altpräsidenten Francesco Cossiga in dem Zusammenhang als ein "Österreichisch Tiroler Nationalist" bezeichnet. Es ist auch verständlich, dass sich die SVP gerade zu diesem Zeitpunkt mit Cossiga-Referendumvorachlag nicht näher befassen wollte und zwar nach dem Motto, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, und den passenden Zeitpunkt der Selbstbestimmung bestimmt die Politik der AP Bozen, wenn sie es einmal will und nicht Rom. Die Vorhaltungen Cossigas an die SVP, Desinteresse an Selbstbestimmung und Referendum wegen Geld aus Rom und anderen Privilegien, sind in diesem Zusammenhang nur Propaganda und Nebelgranaten. Früher oder später wird die SVP eine klare Position zu Selbstbestimmung beziehen. Davon kann man sicher ausgehen, das wird aber natürlich davon abhängen, wie die Resultate der kommenden Wahlen ausfallen werden, und ob die SVP im kommenden Herbst einen Koalitionspartner in der Landesregierung brauchen wird. In diesem Zusammenhang kann der Selbstbestimmung Süd-Tirols nichts besseres passieren, als wenn z.B. die politische Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit nach der LW 2008 an der Regierungsarbeit beteiligt sein sollte. Daher je besser die SF bei der LW abschneiden wird, desto besser für Selbstbestimmung des landes und desto wahrscheinlicher, dass die künftige Landesregierung die Selbstbestimmung des Landes in ihrer Politik konsequent vertreten wird. So vieleicht, wie das nach der Wahl in Schottland im Mai 2007 geschehen ist, als die Befürworter der Selbstbestimmung in diesem Land die Wahl klar gewonnen haben. Sie stellen jetzt in einer Koalition die Landesregierung und innerhalb von nur zwei Monaten hat man bereits von der Seite der regierenden Schottischen Volkspartei (SNP) einen Fahrplan für diese Schottische Selbstbestimmung penibelst ausgearbeitet. Nach diesem Plan sollte Schottland 2011 ein Referendum zu dieser Frage bekommen, und sollte die Bevölkerung dieses Ziel klar bejahen, dann wird die Landespolitik offiziell Zug um Zug alle Bindungen an Grossbtittanien bis 2017 lösen, bis man Schottland als ein neues souveränes Land in der EU erklären wird. Dabei sollte man bei allen Parallelen zu Selbstbestimmungen in Ost-Europa und am Balkan bis 2008 noch eines bedenken, Schottland, Südtirol, Baskenland, Katalonien, das sind alles Regionen der EU, daher darf man sich hier mehr und nicht weniger Demokratie, Diplomatie und Zuvorkommen von der Seite der alten Staatsmacht erwarten, als das vieleicht gerade jetzt der Fall in den Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien war oder ist. Die politische Opposition in Süd-Tirol muss daher die verbleibene Zeit bis zur LW 2008 nutzen, um die Bürger auf die Selbstbestimmung zu selsibilisieren und dafür in ganz Tirol mit allen Mitteln zu werben. Daher sollte man auch Mut zur Selbstbestimmung und Zukunft des Landes gerade der SVP und anderen Parteien zusprechen, damit sie nicht die Angst vor der eigenen Courage aus dem Jahre 2006 bekommt. Als Regierungspartei muss die SVP u.U. die politischen Weichen in diese Richtung einmal wieder stellen, sollte der Notfall der Autonomie in unmittelbarer Zukunft in Süd-Tirol ausgelöst werden, und ohne den, wage ich zu bezweifeln, wird die SVP nicht so bald das Ziel der Loslösung der AP Bozen Südtirol von Italien oder Tiroler Einheit mit aller Kraft verfolgen wollen oder können. Daher gibt es heute zwei denkbare Möglichkeiten: enweder die Opposition wird nach der Wahl so stark werden, dass sich die SVP der Frage der Selbstbestimmung annehmen wird, oder in Italien kommen nach 14.April 2008 Parteien an die Macht, die die heutige Autonomie in ihrer Regierungsolitik in Frage stellen werden. Bis es so weit ist, sollte jeder sein Bestes geben, damit man auf dem weiteren Wege der Selbstbestimmung einen Schritt weiter vorankommt. Das kommende Andreas Hofer- und Tiroler Erhebung-Gedenkjahr 2009 bietet die beste Chance dafür, sich als Landespolitik der Frage der Selbstbestimmung mit aller Kraft und Zuversicht anzunehmen.

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@Markus A.
Du hast sicher Recht mit der Aussage dass ein übereifriger und verfrühter Ruf um Selbstbestimmung nur schaden würde. Vor allem mit Berlusconi an der Macht.
Ich weiss mit der Aussage Durnwalders leider auch nicht all zu viel anzufangen. Entweder war es wirklich ein diplomatischer Schachzug um Rom nicht zu verärgern, oder er will wirklich nur die Autonomie ausbauen und nicht mehr.

Falls es ein diplomatischer Schachzug war, ist Durnwalder sicher einer der fähigsten, die uns in die Selbstbestimmung führen könnte. Eine Eva Klotz würde das durch ihre übermotivierte Kampfansage an die Italiener vermutlich nicht schaffen.
Leider bezweifle ich, dass es ein diplomatischer Schachzug war, da die SVP die letzten Jahre immer mehr zu einer italienischtreuen Partei verkommen ist.
Die Zukunft wird es zeigen...

Die kommenden Landtagswahlen sehe ich übrigens auch sehr positiv und hoffe auf ein deutliches Zeichen der Wähler. Der SVP zum ersten mal die Mehrheit abzuringen ist vermutlich utopisch, wäre aber schön.

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Neue Wege suchen
@ Libertad. Wenn man die heutige Lage so sieht, dann ist es die Aufgabe vor allem der politischen Opposition neue und andere Konzepte politisch zu entwickeln und dafür kräftig zu werben. Die Selbstbestimmung Süd-Tirols macht gerade jetzt kleine aber sichtbare Fortschritte und erste Gehversuche, natürlich nur Dank der Politik der Süd-Tiroler Freiheit und auch des St. Schützenbundes in dieser Frage. Daher darf man als Opposition nicht rasten und ruhen, und die SVP immer an ihr eigenes Parteiprogramm erinnern, was drinnen über die Selbstbestimmung steht. Alle Menschen, die die Selbstbestimmung Süd-Tirols als Frage aller Fragen national und international in absehbarer Zeit behandelt wissen wollen, müssten sich daher, wie es mir scheint, jetzt um die politische Bewegung der SF gruppieren, die dieses Ziel am effektivsten und glaubwürdigsten vertritt. Sollte sich gerade die SVP bis zur Wahl im Herbst 2008 nichts Neues zu Selbstbestimmung einfallen lassen wollen, dann sehe ich für diese Partei schwarz. Man rechnet schon heute mit Verlusten, die Frage ist nur in welcher Grössenordnung. Es könnte dann der Fall eintreten, dass die SVP nach der Wahl zwischen mehreren Koalitionsalternativen sich entscheiden müssen wird. Aus heutiger Sicht entweder SVP und SF, FP oder Union, oder eine Landesregierung aus SVP und Berlusconi-Lager. Was das für die Selbstbestimmung bedeutet, muss man nicht extra betonen. Dieses Thema der ewig aufgeschobenen Selbstbestimmung bewegt immer noch die Menschen sehr stark, und daher wäre es die erste Pflicht gerade der heute regierenden Partei, die Bürger so bald als möglich aufzuklären, wie es mit Selbstbestimmung in Süd-Tirol weiter gehen sollte. Ich glaube persönlich, die SVP wird erst dann etwas konkretes in dieser Frage unternehmen wollen, wenn sie eine solide Rückendeckung und "Grünes Licht" aus dem Vaterland Österreich bekommt, natürlich in gegenseitiger Absprache zwischen Bozen, Innsbruck und Wien. So einen Fall hat der Parteiobmann der SVP Pichler Rolle bereits genannt, das wäre zum Beispiel eine Politik Roms, die Süd-Tirol die Autonomie wegnehmen, bzw. stark einschränken wollen würde. In dieser Jahreshälfte wird man wahrscheinlich in Österreich eine Staatsreform und eine neue Bundesverfassung beschliessen, wie man weiss, mit einem Südtirol-Passus und direkten Selbstbestimmungbezug, dazu noch an erster Stelle in der Präambel dieser neuen Verfassung. Bitte nicht vergessen, dass diese Ergänzung der Österreichischen Bundesverfassung um Südtirol-Bezug unter der südlichen Sonne sehr viele Feinde hat, die gerade jetzt eifrig mit allen Mitteln versuchen, dies in letzter Minute doch noch zu verhindern. Die SVP wäre gerade jetzt von allen guten Geistern verlassen, wenn sie unter diesen Umständen und vor der Wahl in Italien im April die Selbstbestimmung für das Land beantragen würde. Die Selbstbestimmungspetition von 2006 an den Österreichischen Nationalrat in Wien der 99% der südtiroler Bürgermeister (natürlich von der SVP nominiert) war bekanntlich der Auslöser für diese Erwähnung der Südtiroler Selbstbestimmung in der neuen geplanten Bundesverfassung des Österreichischen Vaterlandes. Wenn man will, könnte man das als erstklassigen Nachweis des Selbstbestimmungswillen der SVP betrachten. Wenn beides vorbei sein wird, Wahlen in Italien und Beschluss der neuen Verfassung in Österreich, dann hat die SVP keine Ausreden mehr. Alle Menschen, denen die Selbstbestimmung wichtig ist, mögen dann die Edelweiss mit offenen Briefen und anderen Aktionen an die in ihrem Parteiprogramm verankerte Selbstbestimmung Südtirols ohne Unterlass zu erinnern versuchen, bis man eine Klarheit bekommt, ob die Selbstbestimmung noch zu den politischen Zielen dieser Partei gehören würde. Erst dann wird man weiter sehen können. Gerade jetzt eine Selbstbestimmung "aus der Hüfte zu schiessen", wäre nicht ratsam und würde der Sache selbst vieleicht mehr schaden als nutzen. Es muss sich dabei um ein Konzept und eine politische Brücke zur Tiroler Einheit handeln, die allen Belastungen stand hält, damit das Land politisch bei dieser Gelegenheit nicht abstürzt. Mögen auch alle Parteien die politische Reife besitzen, dies auch zu erkennen. Ich hoffe, dass die politische Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit bald vom Wähler so viel Unterstützung bekommen wird, dass sich keine Partei des Landes mehr leisten können wird, dieses so wichtige Thema der Selbstbestimmung weiterhin nicht ernst genug zu nehmen, und in der eigenen Politik nicht umzusetzen. Daher wer gerade die SF wählt, wählt schon bald die Selbstbestimmung Süd-Tirols. So viel Wahlfreiheit in dieser Frage gibt es Gott sei Dank schon.

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Autonomie- Tiroler
@Markus A.
Lieber Markus, die Reden der zahlreichen SVP- Politiker am Andreas Hofer Gedenktag waren doch eine Offenbarung: Alles Autonomie- Tiroler!
Glaubst Du im Ernst, einer von denen würde sich an seinen Aussagen messen lassen? Die eingeforderte Schneid zur Durchsetzung unserer Rechte verlangen sie vom einfachen Bürger, sie selbst aber schleichen sich aus der Verantwortung, sowohl im Landtag als auch in Rom. Sie sind die Tinte ihrer eigenen Reden nicht wert!
Ausbau der Autonomie, Wählbarkeit durch die Italiener, italienische SVP- Mandatare im Landtag und ja keinen Hinweis auf geistig- kulturelle Einheit, wie noch bis vor 5-10 Jahren, das ist die Realität!
Wo siehst Du hierbei eine positive Entwicklung?
LH Durnwalder hat es klar gesagt: Unter seiner Führung gibt es keine SB- Debatte und keine Abstimmung! Nun gut, so wird das Volk sich halt einen anderen Stern suchen. Jedoch steht zu bezweifeln, ob Einer aus der SVP jemals das als "unverzichtbares Recht" deklarierte Selbstbestimmungsrecht einfordert.
Deshalb: Nicht mehr SVP!
Denn niemals wieder sollte das Tiroler Volk so belogen werden!

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@Markus A.
Es wäre schön wenn es so wäre wie du es sagst. Aber ich sehe keinen Anhaltspunkt dass die SVP einen Wiederanschluss zu Österreich wünschen würde. Warum auch?
Damit die SVP ihre Mehrheit verliert oder damit sie ihre hohen Politikergehälter verlieren?

Die SVP profitiert von einem Verbleib bei Italien. Punkt. Und daraus kann man die Ziele der SVP ableiten.

Ich gebe dir aber schon Recht, dass die SVP die Autonomie ausgebaut hat und gute Erfolge erziehlt hat. ABER: das Ziel der SVP sollte nicht der Ausbau der Autonomie sein, sondern die Loslösung von Italien.

Und wenn wir uns nicht als Staat erklären, dann solltesn wir uns einfach als Österreicher erklären. Die Zeit ist reif. Und die SVP ist nun mal (noch) die Partei mit den meisten Anhängern. Sie könnte so was mit Leichtigkeit organisieren!

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SVP ist für Selbstbestimmung!
Es ist einfach nicht wahr, dass die SVP die Selbstbestimmung für Süd-Tirol nicht mehr will. Politik in Italien und international ist kein "Wünsch dir was" Konzert, möge dieser Wunsch nach Selbstbestimmung im Falle von Süd-Tirol noch so sehr begründet sein. Die Machtgewichte sind in der EU und in der Welt heute so und nicht anders verteilt, daher ist die Selbstbestimmung Süd-Tirols nicht von heute auf morgen zu erreichen. Dennoch es ist möglich darüber zu debattieren, um vieleicht einen Klärungsprozess dieser Frage in der Gesellschaft und Politik einzuleiten. Die SVP verfolgte schon immer eine klare Langzeitstrategie in dieser Frage. Jeder weiss, wo die Autonomie noch vor 40, 30, 20 oder 10 Jahren war. Wäre z.B. die heutige breite und offene Selbstbestimmung-Debatte früher einmal überhaupt möglich gewesen? Ohne die Rolle der SVP wäre all das nicht möglich, was man an gelebten Rechten der Autonomie in Süd-Tirol bereits erreicht hat, Dank eben dieser strategisch klugen und glaubwürdigen Politik der Edelweisspartei zum Wohle des Landes und der Menschen. In dieser langen Zeit, vor allem seit der wirklichen Einführung der Autonomie 1972, trachtete die SVP immer danach den Radius der möglichen Freiheiten und Autonomierechte für die Süd-Tiroler stets zu erweitern. So konnte man jedes Jahr neue Zugeständnisse Italien, manchmal teuer aber doch, mit viel Diplomatie abtrotzen. Heute hat der Stiefelstaat zwar immer noch, aber dafür fast nur noch eine symbolische, sichtbare und vor allem spürbare Sperrminorität in der AP Bozen. Diese heutige Autonomie muss im 21. Jahrhundert trotzdem weiter entwickelt werden und die nächste mögliche Stufe musste die Selbstbestimmung für Süd-Tirol heissen, womöglich auf dem Wege eines Referendums über die endgültige Zukunft des Landes. Daher es ist ungerecht gerade die SVP, oder die ÖVP in Österreich zu beschuldigen, sie wollten die Selbstbestimmung für Süd-Tirol gar nicht mehr. Wenn es dem so wäre, dann sollte man entsprechende Stellen im Parteistatus der Edelweisspartei streichen, damit sich alle Menschen endlich gut auskennen, wie es weiter lang gehen sollte mit der ewig aufgeschobenen Selbstbestimmung. Was man gerade jetzt gesellschaftspolitisch unternehmen sollte, das wäre zum Beispiel eine breite Debatte über die Frage der Selbstbestimmung in der Bevölkerung, will man sie, wenn ja auf welchen möglichen Wegen und vor allem wann. Auf diese Fragen müsste man klare Antworten finden. Die Menschen brauchen gerade in dieser so wichtigen Frage Halt und Orientierung, nicht nur in Süd-Tirol, sondern auch im Bundesland Tirol, da bekanntlich die Mehrheit der Tiroler aus dem Bundesland Tirol immer noch ohne jegliche propagandistische Vorbereitung die Landeseinheit mit Süd-Tirol begrüsst. Das können uns allen vor allem die Politik und die Politiker geben, wer sonst wer nicht gerade sie. Man darf die SVP als grösste und wichtigste Partei des Landes nicht aus der moralischen und politischen Pflicht entlassen, die Bevölkerung aufzuklären, wie es in nächsten Jahren und Jahrzehnten mit der Selbstbestimmung weiter gehen sollte. Ich halte zwar die Kritik an der unzureichenden Berücksichtigung der Selbstbestimmung in der gegenwärtigen Politk der SVP für berechtigt, aber auch die Opposition müsste glaubwürdige Konzepte entwickeln und der Bevölkerung präsentieren. Das trifft in erster Linie nur auf die Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit und den St. Schützenbund zu, die sich in ihrer Politik unermüdlich diesem Thema aus Sorge um die Zukunft des Landes Tirol unentwegt widmen. Vieleicht ist jetzt sogar dafür der richtige Zeitpunkt gekommen, wo man gerade nach der letzten geglückten Selbstbestimmung im Kosovo die regierende Partei des Landes die SVP nicht aus der Pflicht etlassen darf, sich klar in dieser Frage zu positionieren. Der Landeshauptmann hat eine Selbstbestimmung in Süd-Tirol wie im Kosovo abgelehnt, da dies zwangsläufig die endgültige Teilung Tirols sogar bedeuten könnte, wenn einmal schon der Zug der staatlichen Unabhängigkeit abgefahren ist. Mag sein, dass heute noch die Kosovo-Albaner den neuen Staat als eine Art Übergangslösung auf ihrem weiteren Wege der Einheit aller Albaner ansehen, es kann ihnen aber niemand garantieren, dass diese Einheit auch einmal in gewünschter Form auch so kommen wird. Sie haben sich gerade aus nachvollziehbaren Gründen für eine Übergangslösung der nationalen Einheit entschieden und für einen zweiten albanischen Staat. In Hinblichk auf diese Geschichte ist die geopolitische Situation von Süd-Tirol eine völlig andere. Alle anderen Selbstbestimmungen in der EU, in Schottland, Flandern, Baskenland, Katalonien, sogar Korsika oder Sardinien haben als Ziel die Unabhängigkeit und nationale Souveränität von der alten Staatsmacht. Die Süd-Tiroler Selbstbestimmung ist in der Europ. Union die einzig bekannte Selbstbestimmung, wo es nicht in erster Linie um staatliche Unabhängigkeit gehnt, sondern vor allem um die Wiederherstellung der alten Landeseinheit der geteilten Landesteile Tirols, wenn man die prominenten Politiker der Autonomie danach fragen würde. Dass die politischen Eliten der Parteien (SVP, SF, FP, UfS) dies auch so sehen, dass ist ziemlich sicher. Sie müssten das aber noch der Bevölkerung vermitteln können, dass es bei der Süd-Tiroler Selbstbestimmung um die Landeseinheit in Tirol geht und nicht nur um Eigenstaatlichkleit der AP Bozen von Italien. Was man auch aus der Geschichte lernen kann, ist das, dass man früher oder später die Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber bekommen wird, vorausgesetzt man hat als geteiltes Volk den längeren Atem, für viele Jahrzehnte und über viele Generationen, und dass man das Ziel der Wiederherstellung des alten status quo der Landeseineheit und ethnischen Zugehörigkeit nicht aufgibt. In Europa hat es in der Geschichte nur dann erfolgreiche Selbstbestimmungen der geteilten Völker, Länder oder Verwaltungseinheiten gegeben, wenn sie diesen Wunsch manchmal über Jahrhunderte politisch verfolgt und nicht aufgegeben haben. Sollte die Selbstbestimmung in Süd-Tirol daher einmal eine echte Erfolgschance bekommen, dann im Falle von AP Bozen nur dann, wenn alle geteilten Tiroler Landesteile wieder politisch zueinander finden werden, und diesen uralten Wunsch nach Landeseinheit vor der Aussenwelt kulturell, sprachlich und ethnisch glaubwürdig begründen. Die Landeseinheit muss man zuerst im Alltag praktisch erlebbar machen, und niemand hindert heute und morgen die Tiroler auf beiden Seiten des Brenners dies auch zu tun, aber da müssten zuerst die Landespolitiken mit einem guten Beispiel vorangehen. Vieleicht setzt diese gelebte Einheit die spätere mögliche politische Einheit sogar voraus. Es ist ein Wunsch und Ziel der EU, dass die vielen Staaten und Regionen die Europäische Einheit auch wirklich über alle Grenzen leben. Wenn man das endlich in ganz Tirol tun würde, dann wäre auch wahrscheinlich die Wiedervereinigung des geteilten Landes Tirol auch praktikabler und schneller zu erreichen, als wenn man immer zuerst an Ausreden denkt. Das Recht auf Selbstbestimmung muss man sich oft genug nehmen und nicht warten, bis dies einem Land und Volk in den Schoss fällt oder ganz einfach geschenkt wird, aber auch das kommt gelegentlich in der Geschihte und Gegenwart vor. Darauf endlos zu warten, würde man aber doch dem Land nicht empfehlen wollen. Die Zeiten für Selbstbestimmungen sind heute in Europa ausgezeichnet, daher müsste man all diese Chancen und die neuen Möglichkeiten der Selbstbestimmung für Süd-Tirol auch in der heutigen politischen Wirklichkeit der Autonomie nutzen und umsetzten.

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Zielrichtungen
S.g. Frau Klotz! Sehr geehrter Herr Knoll!

Man sollte überlegen, auch gezielt die Amtswalter (Funktionäre) der zweiten und dritten Ebene der Südtiroler Volkspartei anzusprechen und zur Mitarbeit für die Selbstbestimmung EINZULADEN.

Aus meinen Erfahrungen in Österreich heraus weiß ich, dass in der Österreichischen Volkspartei sehr wohl in den "unteren" Ebenen ein paar Idealisten eifrig mitwerken, die auch offen zu denken bereit sind und ab und an auch ihre Meinung sagen, da sie die Abhängigkeiten der Parteiobrigkeiten nicht so sehr spüren. Wenn man mit diesen vernünftig redet, kann das Gesprächsergebnis nur eine Meinungsübereinstimmung sein.

Um das gesamte Süd-Tiroler Volk gleichzeitig vom MUT zur Selbstbestimmung zu "überzeugen", benötigt man eine breitere Schicht gemeinnützig TÄTIGER. Da die meisten gemeinnützig Tätigen aber derzeit in der SVP beheimatet sind, kommt man nicht umhin, diese in die eigenen Pläne als Mittätige einzubinden, wenn man schneller erfolgreich sein will.
Ich schätze es einfacher, bereits gemeinnützig tätige Amtswalter - selbst der SVP - dazu zu bewegen, sich für den MUT zur Selbstbestimmung einzusetzen, als dass man bislang gänzlich gemeinnützig Unbedarfte ("politisch Uninteressierte") erstens einmal für Politik zu interessieren und zweitens auch noch zu einem Mitarbeiten zu überreden.

Wie erreicht man diese Einbindung der SVP-Amtswalter? Nun: Man lindert den "Treuebruch", den ein Wechsel von SVP zu SF bedeutete, einfach ab oder stellt ihn nicht als solchen dar.
Das geht, indem man die Wesensart der SF von der Wesensart der SVP löst: Die SVP ist eine dauerhaft angelegte politische Vertretung im Süd-Tiroler Landtag. Die SF ist derzeit eine ebensolche (dauerhafte Vertretung im Landtag).
Die SF müsste letzteres aber nicht sein. Sie erfüllt ihren Wesenszweck bereits, wenn sie die Selbstbestimmung (mit)bewirkt hat.

Daher, um einen Beitritt bislang unter der SVP tätiger Gemeinmehrer zu erleichtern, könnte man in der Satzung der SF festschreiben, dass
>>> sie (die SF) nur solange Bestand haben wird, bis a) die Selbstbestimmung verwirklicht ist oder b) eine Volksabstimmung über die Selbstbestimmung abgehalten wurde.

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@Julius Franzot
Ich grüße Sie, Herr Franzot!
Man muss wohl ein wenig differenzieren können: Die Serben des Kosovos sind bei der Ankunft der Osmanen scharenweise nach Norden geflohen, und siedelten in der Kraijna, wo sie als Grenzsoldaten und Wehrbauern dienten und zu den gefürchtesten Soldaten des Habsburger Reichs wurden.
Albanen ließen sich im Kosovo nieder.
Wir müssen die ethnische Situation so akzeptieren wie sie ist.
Und es ist eine Tatsache, daß die Albaner eine jahrzehntelang unterdrückte Minderheit waren, erst in Jugoslawien, dann in Serbien.
Insofern begrüße ich die Unabhängigkeit des Kosovo und wünsche dem neuen Staat viel Glück für die Zukunft.
Ebenso wünsche ich mir seitens der kosovarischen Regierung Schutz und Respekt für die dortigen serbischen, türkischen und roma Minderheiten.

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Kosovo
@ Lieber Herr Franzot,
was Sie sagen, stimmt, aber das Selbstbestimmungsrecht steht darüber. Deshalb verlangen wir ja die Volksabstimmung bzw. Unabhängigkeit so bald als möglich, weil wir wissen, dass wir in 10 Jahren voraussichtlich nicht mehr die Mehrheit für eine Zukunft Südtirols ohne Italien bekommen werden! Noch sind wir Tiroler die Mehrheit in unserem Land, und es kommt darauf an, dass wir alle unsere Kräfte dafür einsetzen, um unser Volk von der Notwendigkeit der Trennung von Italien zu überzeugen! Mit herzlichem Gruß, Eva Klotz.

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Vorsicht beim Kosovo!
Bei aller Begeisterung bedenke man bitte, dass Kosovo eigentlich serbisches Gebiet war (ist?), das im Laufe der Generationen von ausländischen Albanern bevölkt wurde, die sich rasant vermehrten und die Serben aus ihrer angestammten Heimat vertrieben. Es wäre so, als ob die Türken in Köln ein Kalifat ausrufen wollten. Sie haben es schon versucht.