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„Alto Adige“ – Etikette

cristian_kollmann_2.jpgFrau Michaela Verena Abate von den Verdi-Grünen-Vërc (Lb. vom 13.12.) spricht von "Hasstiraden", wenn ich an ihrer Partei wegen des Gebrauchs von "Alto Adige" Kritik übe. Diese meine Kritik kann ich nur bekräftigen: Gerade weil sich Alexander Langer einst für die Verwendung des Namens "Sudtirolo" einsetzte, ist es umso beschämender, dass nunmehr seine Partei inkonsequent ist und Langers Anliegen immer wieder verrät.

Den Gebrauch von "Alto Adige" versucht Frau Abate mit unserer "(postfaschistischen!!!) Verfassung", die für die Region die Bezeichnung "Trentino-Alto Adige/Südtirol" vorsieht, und mit dem Bemühen um ein "friedliches Zusammenleben" zu rechtfertigen.

Doch wenngleich die Verfassung in postfaschistischer Zeit entstanden ist, ändert dies nichts an der Tatsache, dass "Alto Adige" eine tolomeisch-faschistische Etikette ist und bleibt! Zudem gilt "Alto Adige" laut Verfassung nur in Bezug auf die Region und nicht auf die Provinz. Diese heißt "Provincia (autonoma) di Bolzano", also ohne "Alto Adige".

Und von wegen "friedliches Zusammenleben": Brauchen sich die Italiener hierfür nicht zu bemühen, und zwar indem sie auf die faschistischen Symbole, inkl. "Alto Adige", verzichten?

Cristian Kollmann, SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

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4 Kommentar(e)

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Cristian Kollmann

@ Matteo Gesualdo Corvaja
Die Leserbriefe von Frau Abate erscheinen in der Südtiroler Tageszeitung "Dolomiten", werden aber auch auf dem Blog der Jungen Grünen veröffentlicht. Hier der Link: http://jgs-gvs.blog.de/2008/12/13/lerseinnenbrief-kollmann-5215901

PS: Beispiele für "ultranationalistische Töne" bzw. "ziemlich nationalistische Töne" von Seiten einzelner User bleiben Sie uns immer noch schuldig.

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Immer wieder mit den Gruenen, herr Kollmann? ...es ist mehr als Hass, schon fast Liebe!!!
Naja, faszinierende jungen Frauen wie Michaela Abate haben schon Charme...
Ich muss Sie aber warnen, dass es bessere Methoden gibts, um eine Frau zu verfuehren, als ihre politischen Gedanken bei jeder Gelegenheit wiederzusprechen...
Wieso zb. nicht einmal einen Kaffee zusammen geniessen?

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La nostra "Heimat"...
Die Grünen waren schon immer und sind sofort überall zur Stelle, wenn es gestern wie heute um die Verteidigung der Ergebnisse der nationalistischen tolomeischen Hirngespinnste in Hiblick auf Süd-Tirol geht, sei es erfundene Phantasie-Ortsnamen oder die eigenartige Interpretation der Geschichte des Landes, bzw. wenn es sich um die Umsetzung ihrer Zukunftsvorstellungen einer neuen grün-linken Multikulti Gesellschaft ohne Rücksicht auf Verluste handelt. Ein Tirol-Patriotismus in Süd-Tirol ist den Grünen seit eh und je ein Dorn im Auge, wahrscheinlich wie jede Art von Patriotismus. Daher bevorzugen sie ein anderes den meisten Süd-Tirolern fremdes Modell des Heimatbegriffs, d.h. nach der von den Grünen selbst gewählten Formulierung, "La nostra Heimat Alto Adige". Sie schrecken sogar davor nicht zurück, den Traditionsverband der Schützen als Verein der Ewiggestrigen ständig zu diffamieren. Das ist ihnen noch nicht genug, sie wollen auch wohl so schnell als möglich die Süd-Tiroler in der Italianià aufgegangen wissen. Diese Partie der politischen Beliebigkeit war und ist immer "sepre in prima linea", wenn es darum geht, den anderen autonomiefeindlichen Parteien in diesem Land bei den Versuchen zu helfen, diese einzuschränken, ihnen bei politischer Argumentationshilfe unter die Arme zu greifen und ideologische Schützenhilfe gegen die langfristigen Interessen der deutschsprachigen Süd-Tiroler zu bieten. Die Leser der STZ und grünen Parteigänger mit den entsprechenden Medien sind daher, ob bewußt oder nicht, freiwillig oder gesteuert, das sei dahingegestellt, treue und sehr fleißige Vollender und Gehilfen des tolomeischen Nationalismus in Süd-Tirol. Heute sind sie dazu bereit, die Eigenart des Landes und die Autonomie stückchenweise zu verwässern und die Position der Süd-Tiroler in diesem fremden Staat nachhaltig zu schwächen, morgen werden sie vielleicht fanatisch ihren neuen Multi-Kulti Träumen nachlaufen. Falls irgendwann in diesem Land um 20%-30% Einwanderer leben sollten, was bei dem heutigen Emmigrationsdruck aus der armen Welt nach Europa langfristig nicht auschgeschlossen ist, werden auch die Italiener in Zukunft in diesem Land bei den Grünen nichts zu lachen haben. Dass sie immer und überall eine ganz andere Gesellschaft, als wir sie heute kennen ideologisch wollen, das haben sie mit ihrer Politik bei entsprechenden Gelegenheiten bewiesen, dort wo sie nur etwas zu sagen gehabt haben oder noch haben. Davor kann man alle Menschen nur ausdrücklich warnen. Wer das Buch "Die Farm der Tiere" von George Orwell kennt, der weiß, was ich damit meine.

4

Wo kann man Frau Abates Leserbrief lesen? Gibt's 'nen Link dazu?