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Errichtet wurde dieses Denkmal zur Verherrlichung der kolonialen Eroberungen. Dargestellt ist ein Alpini Soldat, der mit reiner Körperkraft einen Stein gegen den Feind schleudert und so den Sieg erringt.

Alpini Denkmal Meran

Errichtet wurde dieses Denkmal zur Verherrlichung der kolonialen Eroberungen. Dargestellt ist ein Alpini Soldat, der mit reiner Körperkraft einen Stein gegen den Feind schleudert und so den Sieg erringt.

Die Wahrheit der heroischen italienischen Krieger sieht freilich anders aus, denn die italienischen Kolonialkriege haben, vor allem in den 30er Jahren, durch die Verwendung von Giftgas, tausenden von „Eingeborenen“ einen qualvollen Tod gebracht.

Das Denkmal ist eine genaue Reproduktion jenes Ehrenmales, das die Stadt Mailand im Jahr 1913 zum ständigen Gedenken an die „Heldentaten“ des 5. Alpini-Regimentes im italienisch-türkischen Krieg 1911/12 errichten ließ. In diesem Krieg hatte Italien die türkischen Provinzen Tripolitanien und Cyrenaika (Libyen) erobert. Danach begann ein bis 1931 dauernder Vernichtungskrieg gegen die libysche Bevölkerung, die sich verzweifelt gegen die Aggressoren zur Wehr setzte. Italien setzte dabei auch Giftgas ein und dezimierte die Bevölkerung in Konzentrationslagern und mit Todesmärschen durch die Wüste.

Die Bronzestatue wurde nach den Entwürfen des Bildhauers Emilio Bisi angefertigt. Sie stellt, in Naturgröße, den Alpini-Soldaten Antonio Valsecchi dar, der, auf einem vorgelagerten Posten kämpfend, nachdem seine Munition erschöpft und sein Gewehr zertrümmert ist, einen großen Felsblock ergreift und ihn gegen den Feind schleudert. Die Statue ruht auf einem eineinhalb Meter hohen Marmorsockel, dessen Basis Porphyrsteine säumen.

Das Denkmal war ein Geschenk der Stadt Mailand, welche sich vom Original-Denkmal nicht trennen konnte und daher eine getreue Kopie des Originals anfertigen ließ. Als Zeichen der „engen Verbundenheit“ zwischen den beiden Städten Meran und Mailand soll das Ehrenmal an die „glorreichen“ Taten des Regimentes erinnern. Es wurde im Beisein des Prinzen und der Prinzessin von Piemont sowie des Fürstbischofes von Trient, Celestino Endrici, am 6. Juni 1938 eingeweiht.

Errichtet: 1938

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