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Abriss der Meraner Kellerei durch Genehmigung des Ensembleschutzplanes retten

reinhild_campidell.jpgLaut Meraner Stadträtin Angelika Margesin ist im Entwurf des neuen Ensembleschutzplanes, welcher noch vom Gemeinderat genehmigt werden muss, auch die Meraner Kellerei enthalten. Dies geht aus der Beantwortung einer Anfrage der Gemeinderätin der SÜD-TIROLER FREIHEIT in Meran, Reinhild Campidell, hervor. Deshalb fordert Campidell, dass die Stadtregierung den Ensembleschutzplan von Meran baldmöglichst zur Genehmigung vorlegt. Damit könnte der mögliche Abriss des Gebäudes verhindert werden.

Reinhild Campidell erinnert daran, dass das Gebäude der Kellerei eines der letzten typischen Ensembles in Untermais ist. Bereits in den vergangenen Jahren wurden in Meran all zu viele wertvolle Gebäude abgerissen. Es muss das Anliegen der Stadtregierung sein, wertvolle Bausubstanz zu erhalten.

Es ist traurig, wenn die Mehrheit, vermutlich auch aus taktischen Überlegungen, bislang den Ensembleschutzplan für Meran immer noch nicht vorgelegt hat.

Stadträtin Margesin teilt weiters mit, dass bislang kein Baugesuch bzw. keine Bauleitänderung seitens der Meraner Kellerei vorliegt.

Reinhild Campidell
Meraner Gemeinderätin der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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2 Kommentar(e)

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1
Georgos Egger

Verschandelung
Ita est! Und im nördlichen Teil steht man nichts nach. Die Entscheidungsträger haben zwar offensichtlich eine intensive Beziehung zu Geld, Wirtschaftswachstum ad infinitum und ganz besonders zu ihrem ureigensten materiellen Vorteil. Aber die Beziehung zur Natur, zu Flora und Fauna, zur Ästhetik unseres unvergleichlichen Landes, zu einer Harmonie von Bewohnern und Umwelt haben sie weitestgehend verloren. Man sehe sich einmal das ehemals verträumte, mit seinem ganzen Tal im Einklang gewesene Alpbach an, um 1950 eine nicht zu unterschätzende Brutstätte der Europäischen Rätediktatur — trotz emsigen Bemühens um Aufrechterhaltung der örtlichen Bauweise ein seiner Umwelt entfremdeter Locus von Manifestationen grenzenloser Vermarktung des lieblichen Tales. Die Liebe zum Geld ist eben eine Wurzel allen Übels.

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Verschandelung von Stadt und Land
Ich habe in meinem Dorf vor ein paar Jahren einige Gebäude fotografiert, weil ich dachte, die stehen auch nicht mehr lange.
Tatsächlich stand nach einigen Monaten mindestens ein alter Hof nicht mehr.
In Südtirol wird alles Alte abgerissen und durch eckige Holz- und Betonklötze mit Flachdeckel oben drauf verschandelt.
Ich muss es mal sagen. Die Architektur vieler Neubauten ist absolut grauenhaft, kalt, banal, stillos und ohne Atmosphäre.
Ich hoffe, dass die Architekten, Bauunternehmer und öffentlichen Entscheider nicht jedem letzten Schrei nachäffen oder sich nicht nur ein Denkmal setzen, sondern vorher überlegen, ob man in so einem Gebäude auch in 20 Jahren noch gerne wohnen will.