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„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“

Die so genannte Entschärfung des Mussolinireliefs hat nun also begonnen. Auf dieses rassistische Denkmal soll mit einer Leuchtschrift ein Satz projiziert werden.

Eine Entschärfung mit Samthandschuhen, ganz im Sinne der von Bozen ausstrahlenden Faschismus-light-Ideologie, denn: 1. Die Leuchtschrift kann jederzeit abgeschaltet werden. 2. Das Mussolinirelief bleibt, entgegen der seinerzeitigen Ankündigung von Ex-Landeshauptmann Luis Durnwalder, dort wo es ist und wird weder angefasst noch verhüllt. 3. Der Satz, mit dem das Mussolinirelief bestrahlt werden soll, lautet „Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen“. Diesen Satz hat die Philosophin Hannah Arendt so nie geäußert. Wer soll diese verbale Verzerrung also verstehen?

Das Originalzitat lautet: „Niemand hat das Recht, sein Gehorchen als Vorwand für die Rechtfertigung seines Handelns zu benutzen. Gehorchen ist keine Rechtfertigung für Handeln.“ Wenn man schon ein Zitat bemüht, so wären andere viel treffender, z.B. jenes von Bertolt Brecht, das da lautet: „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Doch jene, die heute noch Widerstand leisten, sind für die altoatesinischen Pazifaschisten ethnische Scharfmacher und Zündler.

Cristian Kollmann
Süd-Tiroler Freiheit

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