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34. Jahresversammlung des Südtiroler Heimatbundes

prof_socher.jpgAm Samstag, den 3. Mai fand in Terlan die 34. Bundesversammlung des Südtiroler Heimatbundes (SHB) statt. Obmann Sepp Mitterhofer konnte dazu knapp 80 Funktionäre und Mitglieder des SHB begrüßen. Nach der Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder berichtete der Bundesobmann über die Tätigkeit des SHB im vergangenen Jahr. Besonders die Teilnahme an der Einweihung des Gedenkkreuzes für die verstorbenen Freiheitskämpfer und den damit veranstalteten „Tag der Tiroler Einheit" in Nordtirol am  2. Juni 2007 des vergangenen Jahres hob Sepp Mitterhofer hervor. Zugleich bedauerte er, dass trotz Polizeiüberwachung unbekannte Schmierfinken den Tummelplatz bei Innsbruck in der Nacht vor der Feier entweihen konnten.

Auch die alljährliche Gedächtnisfeier am 8. Dezember in St. Pauls wurde durch die Verlesung eines Folterbriefes eine eindrucksvolle Heldenehrung. Alle Teilnehmer waren bestürzt darüber, zu welchen Schweinereien die Folterknechte griffen, um Geständnisse zu erpressen. Auch die Gedenktafel im Paulsner Friedhof wurde vergangenes Jahr von Unbekannten feige beschmiert.

Univ. Prof. Dr. Karl Socher ging in seinem Referat unter dem Titel „Selbstbestimmung- der bessere Weg zu Freiheit und Wohlstand" auf ein selbstbestimmtes Süd- Tirol ein. Eine kleine, überschaubare Einheit, eine Heimat sei den großen Staaten vorzuziehen. Warum soll Süd- Tirol nicht lebensfähig sein, wenn statt 90% der Steuern 100 % im Land bleiben? Außerdem, etwas sparen bei Großprojekten, deren Erhalt dann wieder viel Geld verschlingt, könne nicht schaden, betonte der Professor.

Landtagsabgeordnete Dr. Eva Klotz ging in ihrem Bericht zur politischen Lage unserer Heimat auf die Ortsnamensgebung, zu der sie einen Gesetzesantrag eingereicht hat, ebenso ein wie auf die andauernden Angriffe auf die deutsche Schule. All jenen, die die Schulimmersionen verteidigen, sollten Richtung Aosta schauen: Dort führten die Aufweichungen der Schulbestimmungen zum Ende des Französischen!

Bei der Neuwahl des Bundesausschusses des SHB wurden folgende Kandidaten gewählt: Konrad Auer, Reinhild Campidell, Martin Huber, Roland Lang, Erika Kirchler, Sepp Mitterhofer, Verena Obwegs. Die Funktionen werden bei der 1. Bundesausschussitzung verteilt.

Geehrt wurden mit einer Urkunde Maria Bernhard, langjähriges Bezirksausschussmitglied im Burggrafenamt, Sepp Tumler, Kassier und Bezirksausschussmitglied im Vintschgau, sowie Hans Stampfl, Gründungsmitglied des SHB, langjähriges Bundesausschussmitglied sowie mit einigen anderen politischen Häftlinge Gründer der Sepp- Kerschbaumer-Gedenkfeier in St. Pauls, die heute neben der Andreas-Hofer-Feier in Meran zu den größten Tiroler Gedenkfeiern in Süd- Tirol zählt.

Der Obmann bedauerte die neuerliche Absage für die Begnadigung der Freiheitskämpfer und verlas stellvertretend für die anderen im Exil lebenden Kameraden eine Mitteilung von Dr. Erhard Hartung: „Liebe Freunde, durch die Medien und persönliche Informationen habe ich von euren vielseitigen Aktivitäten zu Gunsten unserer Begnadigung erfahren. Schade, dass wiederum alles vergeblich war. Dennoch möchte ich Euch von ganzem Herzen danken und bitte euch auch künftig, nicht nur in dieser Angelegenheit, nicht locker zu lassen. Mit herzlichen Grüßen, euer dankbarer Erhard".

Mit dem Absingen der Landeshymne endete die 34. Bundesversammlung des SHB.

Roland Lang
Bundesausschussmitglied

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