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3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit: Wann folgt Tag der Tiroler Einheit?

Sven_Knoll_200_Wien_06.jpgAm 3. Oktober wird in der Bundesrepublik Deutschland der Tag der Deutschen Einheit begangen, mit welchem der Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands gefeiert wird. Angesichts dieses denkwürdigen Feiertages stellt sich die Frage, wann auch für Süd-Tirol endlich die Stunde der Freiheit und damit die Tiroler Einheit Realität wird?
 

Die politischen Geschehnisse im Jahre 1989 und 1990 haben gezeigt, dass scheinbar unverrückbare Grenzen über Nacht fallen können und dass Unrecht und Teilung, ohne Gewalt, überwindbar sind. 

Repräsentative Umfragen haben ergeben, dass die Mehrheit der Süd-Tiroler eine Abspaltung von Italien wünscht und die Mehrheit der Nord- und Ost- Tiroler eine Wiedervereinigung Tirols fordert.

Die Politiker in Nord-, Ost- und Süd-Tirol sind daher aufgefordert, das große Unrecht der Teilung Tirols endlich zu überwinden und geeignete Schritte für die Wiedervereinigung des Landes in die Wege zu leiten, so Sven Knoll, Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT. 

Die Tatsache, dass im Jahr 2007 einem Volk noch immer das Recht auf Selbstbestimmung verwehrt wird, und Tirol in zwei Teile geteilt bleibt, ist ein Unrecht, das wie die Teilung Deutschlands, überwunden werden muss. 

Sven Knoll, Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT und Gemeinderat in Schenna

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4 Kommentar(e)

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1

Tiroler Einheit
Man darf bei der ganzen Debatte um die Tiroler Einheit nicht vergessen, welche Seite im Kräfteverhältnis Italien-Tirol eindeutig die schwächere ist. Es genügt sich das anzuschauen, wie gross der Stiefelstaat im Vergleich zu Süd- oder ganz Tirol oder Österreich als das Vaterland und die Schutzmacht der Tiroler in Italien ist. Die italienische Irredenta hat vor 1918 die Vereinigung aller italienischsprachigen Gebiete in diesem Raum in einem Nationalstaat angestrebt und das ist ihr auch damals gelungen. Die deutschsprachigen Süd-Tiroler zwischen Salurn und Brenner reklamierten auch damals dieses Recht auf die sprachliche Einheit der Tiroler auf der Grundlage der Selbstbestimmung der Völker auch für sich und zwar im Sinne einer klaren ethnischen und sprachlichen Grenze zwischen Italien und Österreich. Italien hat dieses Land vor fast 90 Jahren mit Verrat, Gewalt und Betrug als Lohn für die getanen Dienste im I. Weltkrieg von den Siegermächten dieses Krieges erhalten und man hat weder die deutschsprahigen Südtiroler noch die Welschtiroler nach ihrer Meinung gefragt, ob sie diesen Staat wollten oder nicht. Die Südtiroler heute in der AP Bozen zusammengefasst haben diese Frage für sich und die Aussenwelt bei unzähligen Gelegenheiten von Anfang an beantwortet, die Anwort war und ist klar und deutlich, nämlich Südtirol ist und war nie Italien und will es auch nicht werden, abgesehen von der heutigen staatlichen Zugehörigkeit des Landes, die man hier nie aus freien Stücken gesucht oder gewählt hat. Aus der Sicht eines Tirolers, der natürlich auch die Welschtiroler als ein Teil der Tirolitá ansieht, ist das bedauerlich, dass diese im Trentino nicht den Rückhalt in der Bevölkerung hat, wie in anderen Teilen von Süd, Nord und Ost Tirol. Diese Frage müssten und könnten nur die Trentiner und Welschtiroler, bzw. die Alt-Tiroler und ihre Nachfahren in Cortina d.A. beantworten. Es ist auch klar, dass man das in Italien nicht gerne sieht, wenn italienische oder ladinischsprachige Bürger ihre von der Irredenta seinerzeit verschütteten tiroler Wurzeln wiederentdecken und dieses Erbe der Väter und der Urväter wieder pflegen wollen, aber diese Aufgabe kann ihnen niemand abnehmen und wenn man schon bei einem kleinen Gegenlüfterl aus der Landespolitik in Bozen resigniert, dann ist es mit dieser Tirolitá vorort nicht besonders weit her. Zum Vergleich sollte man sich das veranschaulichen, was gerade die Südtiroler in den letzten fast 90 Jahren seit der Teilung des Landes an Erfahrungen mit Italien gemacht haben. Daher würde ich meinen, wenn es den Welsch-Tirolern damit erst wäre, dann müssen sie sich in dieser Auseinandersetzung zuerst als Tiroler bewähren, da weder ihnen noch den Südtirolern in dieser Frage der Selbstbestimmung etwas von Italien geschenkt wird. Sollte es auch Wahl-Tiroler hier und anderswo geben, die diese Sache ehrlich und ohne List unterstüzen, dann ist das nur ein Grund zur Freunde. Heute leben wir alle in Europa in Demokratie und Freiheit und Italien ist dazu verpflichtet, genauso wie alle anderen sich an die europäischen Spielregeln zu halten. Die Frage der Tiroler Einheit war und ist daher offen, da sie noch nicht restlos von der Bevölkerung beantwortet werden konnte und sie wird weiterhin in Europa gestellt. Eine weitere Frage, ob die Welschtiroler auch ein Teil davon sind, das können nur sie selbst beantworten oder auch nicht. Diese Frage nach der Einheit der Tiroler, sollte es ihnen daran etwas liegen, können nur sie selbst stellen und für ihren Teil beantworten und in diesem Sinne auch werben oder politisch handeln. Zur Zeit ist das in Trentino eine Frage, die vieleicht gerade noch eine Minderheit der Menschen bewegt, was nicht heisst, dass sich das vieleicht einmal nicht ändern würde. Eine Tiroler Einheit zwischen Süd-, Nor- und Osttirol, wie auch immer sie aussehen könnte, würde daher wahrscheinlich auch Bewegung in die Tiroler Identität der Trentiner mit der Zeit bringen. Heute ist diese Einheit noch sehr schwach unter den Voraussetzungen der europäischen Einheit bereits vorhanden, aber sie ist schon da und alle Tiroler in allen Teilen dieses Landes würden sich wohl sehr über mehr an Einigungsschritten zwischen Süd, Nord und Osttirol freuen. Aus heutiger Sicht in Kenntnis der "Volksmeinung" gilt das aber genauso wie ununterbrochen seit dem Zeitpunkt der Teilung Tirols nur für die Landeseinheit der deutschsprachigen Tiroler, die ohne wenn und aber diese Einheit auch wollen und unterstützen. Die Stimme der Welschtiroler ist dabei aber auch wichtig und man sollte sie vor allem in der Landespolitik in Bozen natürlich auch hören wollen.

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Matteo Gesualdo Corvaja

Tiroler Einheit
Man kann die Teilung Deutschlands in zwei Staaten nicht mit der Teilung Tirols vergleichen.
Der Kommunismus war ab Ende der 70er Jahre ein Koloss auf tönernen Füßen, sein Ende, und somit die Wiedervereinigung Deutschlands, waren nur eine Frage der Zeit.

Und welche Tiroler Einheit strebt man denn an?
Eine Tiroler Einheit von Kufstein bis Salurn wäre auch nur eine Vereinigung des geschlossenen deutschsprachigen Teil Tirols.
Das historische Tirol geht bis nach Borghetto.
Im übrigen finde ich es eine Frechheit von der Südtiroler Landesregierung, daß diese den alten, historischen Tiroler Gemeinden Ampezzo und Livinallongo die Rückkehr zu Südtirol schwer macht.
Es sind zwei wohlhabende Gemeinden, die wirtschaftlich nicht unbedingt auf Bozen angewiesen sind.
In Cortina gibt es einen Schützenverein und das Tirolertum wird dort auch gefühlt.
Manchmal habe ich das Gefühl, Durnwalder sähe es nicht gern, wenn die Ladiner plötzlich etwas mehr Gewicht hätten, oder daß auch Walsche sich als Tiroler sehen könnten.
Was sagt ihr dazu?

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Vorteile?
Das ist nur generelle Unsicherheit vor der Zukunft.
Mal ehrlich, welche Zukunft bietet uns die italienische Polizei? Siamo in Italia. Das ist alles.

Die Löhne sind in Österreich sicher höher. Und so teuer wie in Südtirol ists wohl nirgends.
Fahren ja alle nach Innsbruck einkaufen.

Die "Vorteile" der Autonomie habe ich in meinem ganzen Leben nie gespürt. Aber wenn ich mehr Geld in Tasche habe, dann spüre ich das!

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Grüße aus Deutschland

Grüße aus Deutschland
Um eine Wiedervereinigung zu erreichen, müßtet ihr Südtiroler euch erst mal einig sein. Ich war erst letzten Monat wieder bei euch und habe da so einige Meinungen gehört. Viele von euch befürchten, es würde ihnen schlechter gehen wenn ihr wieder zu Österreich gehören würdet. Die Autonomie würde den Südtirolern doch viele Vorteile bringen, hört man immer wieder. Naja, daß ist halt der heutige Wohlstand unserer Gesellschaft, da ist das Nationalbewustsein eher zweitrangig. Schade!