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20 Jahre Missachtung des Rechtes auf Gebrauch der deutschen Muttersprache

sven_knoll1.jpgVor genau 20 Jahren, am 15. Juli 1988, wurde mit dem Dekret Nr. 574 des Präsidenten der Republik Italien, in der Region Trentino-Süd-Tirol, die deutsche Sprache der italienischen Sprache gleichgestellt. Damit wurde gesetzlich festgelegt, dass die Süd-Tiroler, in allen Breichen des öffentlichen Lebens, das Recht auf Gebrauch ihrer deutschen Muttersprache haben.

 

Trotz dieser
eindeutigen Gesetzeslage sieht die Realität leider völlig anders aus,
da festgestellt werden muss, dass nach 20 Jahren der Gebrauch der
deutschen Muttersprache noch immer keine Selbstverständlichkeit ist, so
Sven Knoll, Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT.

Tagtäglich werden die Menschen in Süd-Tirol mit Situationen konfrontiert, in denen sie Italienisch sprechen müssen, weil Beamte (z.B. bei Polizei, Post, Eisenbahn, usw.) nicht Deutsch sprechen können oder wollen. Nicht selten werden diejenigen, die auf ihr Recht bestehen, auch angepöbelt, beleidigt, oder gar bedroht.
Dies hat dazu geführt, dass viele Süd-Tiroler, im Umgang mit öffentlichen Behörden, lieber gleich Italienisch sprechen, um ja nicht unangenehm aufzufallen, oder in Schwierigkeiten zu geraten.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT hat anlässlich des 20. Jahrestages des Gesetzesdekretes zur Gleichstellung der deutschen Sprache, daher bereits vor einigen Wochen eine Kampagne initiiert, mit der mittels landesweit ausgestrahlter Radiospots die Bevölkerung dazu ermutigt werden soll, sich dieses Recht nicht nehmen zu lassen und auf den Gebrauch der deutschen Muttersprache zu bestehen.
Muttersprache_ist_deutsch_Fallblat.jpg
Begleitet wird diese Aktion auch von den „Gelben Karten“, welche von der Landtagsabgeordneten der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Dr. Eva Klotz herausgegeben werden, auf denen der genaue Gesetzestext des besagten Dekretes abgedruckt ist, um somit in allen Situationen eindeutig auf das Recht zum Gebrauch der deutschen Muttersprache hinweisen zu können.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

 

Radiospot 1 – Fahrkartenschalter
{audio}http://www.suedtiroler-freiheit.com/dmdocuments/spot_01.mp3{/audio}

Radiospot 2 – Verkehrskontrolle
{audio}http://www.suedtiroler-freiheit.com/dmdocuments/spot_02.mp3{/audio}

Radiospot 3 – Postdienststelle
{audio}http://www.suedtiroler-freiheit.com/dmdocuments/spot_03.mp3{/audio}

Radiospot 4 – Telefongesellschaft
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6 Kommentar(e)

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1

@ ff
Du hast Recht, aber das, was mit Süd-Tirol in der Geschichte passiert ist, das haben viele Länder und Völker bereits davor und auch danach erlebt. Dazu noch auch in Italien, z.B. nach 1945 haben sich die Slowenen und Kroaten in damaligen Jugoslawien in Istrien und an der Adriaküste von dieser auch 1918 gekommenen Fremdbestimmung befreien können, nach 1946-48 die Griechen auf den dazumal seit 1914 italienischen Dodekanes-Inseln sind zum Vaterland zurückgekehrt, auch die Franzosen nach einer Abstimmung in den Alpentälern nördlich der Stadt Nizza. Die Griechen z.B. und andere Balkanvölker haben über 600 Jahre gewartet, bis sie wieder ihre Gegenwart und Zukunft selbstbestimmt als wiedervereinte Nation gestalten durften. Das war nur möglich, weil sie nie bereit waren, sich selbst als Nation aufzugeben und die Vorgaben der Fremdbestimmung zu akzepieren, daher ist ihnen einmal auch ihre Selbstbestimmung geglückt. Andere Länder in Mittel-Europa z.B. Polen waren zirka 120 Jahre geteilt, bis sie wiedervereint einen neuen Anfang machen konnten, das trifft aber auch für Tschechien oder das Baltikum zu. Deutschland war zwischen 1945 und 1990 ein geteiltes Land und nur Dank all den Patrioten, die in allen Zeiten an die Wiederherstellung der Landeseinheit glaubten und zur richtigen Zeit das politisch Richtige gemacht haben, ist dieses Land heute wiedervereint. Das deutschsprachige Land Tirol ist bereits seit fast 90 Jahren geteilt und seit vielen Jahren wächst es wieder endlich langsam zusammen aber die Landeseinheit ohne Wenn und Aber ist noch weit. Die Teilung eines jeden Landes kann man mit der Zeit überwinden, dazu braucht es aber solche Parteien wie die STF oder FP in Süd-Tirol und vielleicht auch einmal SVP und natürlich auch andere Traditionsverbände. Dieses Land wird aber auch nur durch solche Menschen und ihr Wirken genesen und zu EINEM Land Tirol werden, wie eben auch der Forumteilnehmer/in "ff", der/die konsequent in seinen/ihren Beiträgen die patriotische Linie der Selbstbestimmung des Landes vertritt. Man würde sich nur wünschen, es gäbe viel mehr davon überall in ganz Süd-Nord-Ost Tirol. Eine Mäßigung in der Sprache wäre aber da vielleicht manchmal immer im Sinne der Glaubwürdigkeit angebracht, damit man sich nicht, vielleicht durch verständliche spontane Äusserungen, dem Vorwurf der Radikalisierung von der Seite der Fremdbestimmung aussetzt. Es ist eine schwere Last der Fremdbestimmung, die viele Süd-Tiroler in sich tragen müssen, aber man darf nicht aus diesem Grund in Panik geraten und den Mut verlieren. Die Freiheit der Wahl auch in der Frage der Selbstbestimmung passiert zuerst einmal im Kopf eines jeden einzelnen Menschen durch das Festhalten und Glauben an ein übergeordnetes Ziel und wenn das die meisten davon betroffenen Menschen tun, nämlich sich von der Fremdbestimmung in jeder Hinsicht innerlich so weit als heute möglich befreien, dann kommt die Selbstbestimmung so gut wie sicher auch mit der Zeit von alleine nach Süd-Tirol. Die richtige Zeit für die Selbstbestimmung kommt bestimmt, es ist nicht die Frage ob, sondern nur wann! Alle Tiroler in Süd-Nord-Ost sind der eigenen Heimat und dem Vaterland Österreich in allen Zeiten immer treu geblieben. Gerade das Gedenkjahr 2009 wird uns alle wieder daran erinnern. Die Tiroler sind ein Menschenschlag, den man nicht so bald ein zweites mal überall in der Welt wiederfindet, daher wenn es darauf ankommen wird, werden alle Tiroler, damit auch alle Österreicher und Alt-Österreicher bei der eigenen Selbstbestimmung in Süd-Tirol wohl nicht zu spät kommen, davon gehe ich persönlich aus. Man muß heute als Süd-Tiroler den längeren geschichtlichen Atem gegenüber der Macht der Fremdbestimmung haben und auf den richtigen geschichtlichen Augenblick für die eigene seit 1918 verlorene Selbstbestimmung der seit Menschengedenken angestammten eigenen Heimat warten. Das Land Süd-Tirol hat heute einmalig in Europa eine "Goldene patriotische Jugend", die für die Süd-Tiroler Heimat und für ihre eigene Zukunft das Beste aus ihren Möglichkeiten machen wird und wenn jeder-de Süd-Tiroler-In das richtige aus seinen und ihren Möglichkeiten machen wird, ist die Freiheit der Wahl für Süd-Tirol nicht mehr weit. Das kann man auch aus allen den notwendigen und früher oder später gelungenen Selbstbestimmungen in Europa in der neueren Geschichte als Lehre für das Land Tirol südlich des Brenners in der Frage der Selbstbestimmung ziehen. Die Ausgangslage für diese Selbstbestimmung in Süd-Tirol war noch nie so gut wie in diesen Jahren und sie wird villeicht mit der Zeit noch besser, wenn die Politiker in der Landesregierung das Richtige aus allen völkerrechtlichen Möglichkeiten der AP Bozen Südtirol machen werden. Darüber entscheidet auch die nächste Landtagswahl im Herbst dieses Jahres.

2

Süd-Tirol gehört nicht Italien.
Die Schlacht im Teutoburger Wald hat gar nichts mit Süd-Tirol zu tun, denn die Annexion erfolgte fast 2000 Jahre später.
Es ist höchstens der Beweis dafür, dass es sich lohnt seine Kultur und Sprache zu verteidigen.

Der Tiroler Süden ist nur aus italienischer Besitzgier als Kriegsbeute an Italien gefallen.
Die Alliierten verkauften österreichisches Land an ihren Kriegspartner. Süd-Tirol gehört nicht zu Italien.

3
achim.baden-württemberg

9 n. Chr.
2009 jährt sich die Schlacht im Teutoburger Wald.
Historiker seit dem 16. Jahrhundert meinen, dass, wenn der Cherusker Arminius nicht die 3 Legionen des römischen Statthalters Varus vernichtet hätten, in Europa kein Deutsch mehr gesprochen würde. Damals wollte Kaiser Augustus das römische Reich bis zur Donau ausdehnen. Germanen unter der Führung dieses Arminius, der allerdings römischer Bürger war, machten das zunichte, beim heutigen Ort Kalkriese in Niedersachsen (sehenswertes Museum).
Ich will nicht Partei ergreifen, dafür bin ich zusehr Archäologe, der auf die römische Kultur spezialisiert ist, aber ich denke, dass euch das sehr interessieren müsste.

4

Italianisierung
@Markus A.
"gesteuerte massenhafte Zuwanderung aus dem Rest des Stiefelstaates bis in die späten 60er Jahre"
Die oben genannte Zuwanderung hat noch nie aufgehört. Ich wohne in einer 700 Seelen Gemeinde wo in den letzten 4 Jahren 3 Häuser mit insgesamt 20 Wohnungen gebaut wurden. Eine Wohnung ging an eine Familie die aus Verona herziehen wird, weitere 3 sind an Italiener als Ferienwohnungen verkauft worden, 3 gingen an italienische Familienangehörige von Staatsangestellten und 3 sind noch frei. Die restlichen 10 durften einheimische Familien kaufen.

5

Vorbild Autonomie Südtirol?
Das ist also die so oft von der SVP und von Rom bemühte Musterautonomie der AP Bozen Südtirol, wo man nach 60 Jahren der völkerrechtlichen Verpflichtung der Autonomie und der lückenlosen Verwendung der Deutschen Sprache, wie im Pariser Autonomievertrag von 1946 vorgesehen, diese eindeutige Bestimmung immer noch nicht umgesetzt wurde. Sollte man vielleicht Italien noch weitere 60 Jahre oder noch mehr drum bitten? Dabei hätten die Italiener damals wie heute als Vorbild in dieser Frage die alte demokratiepolitisch noch so rückständige Zeit der Österreichischen Monarchie vor 1918 nehmen müssen, wo in ganz Tirol, aber vor allem im Trentino/Welsch-Tirol Italienisch auch die offizielle Sprache des Landes und der Behörden war. Nicht einmal im Entferntesten hat das alte Österreich die Italiener im damaligen eigenen Machtbereich so miserabel behandelt, wie alle italienischen politischen Systeme das seit 1918 bis heute mit den deutschsprachigen Süd-Tirolern getan haben. Die für Italien selbst gewählte und verpflichtende Deutsch-Sprachigkeit in allen Bereichen der Gesellschaft in Süd-Tirol und in den Organen des Staates, bei der Post und Bahn, wurde bereits 1946 (!) im Pariser Autonomievertrag festgehalten. Damals mussten bekanntlich die Süd-Tiroler unter dem Druck der West-Allierten auf die eigene Selbstbestimmung verzichten, weil Italien gegenüber Österreich, Grossbritanien und Frankreich sowie USA neue paradiesische Zustände in Tirol südlich des Brenners hoch und heilig in einem Akt des Völkerrechtes vor der UNO versprochen hat. Als sich die internationale Lage und die Aufmerksamkeit um Süd-Tirol damals ein wenig beruhigt hat, kam das wahre Gesicht dieser Macht der Fremdbestimmung zum Vorschein. Statt einer echten Autonomie kam eine Schein-Autonomie, Zusammenlegung der Provinz Bozen mit der Provinz Tirent, eine totale Verweigerung der Verwendung der Deutschen Sprache und die Politik der Majorisierung des Landes durch die gesteuerte massenhafte Zuwanderung aus dem Rest des Stiefelstaates bis in die späten 60er Jahre. Im Grunde genommen hat dieser Staat die Süd-Tiroler damals so "behandelt" und in den Menschenrechten so beschnitten, wie man das aus den 90er Jahren aus dem Land Kosovo kennt, nur mit dem grossen Unterschied, dass dort heute die Fremdbestimmung dieser Autonomen Provinz Pristina-Kosovo bereits der Vergangenheit angehört, da dieses Land sich in freien Wahlen für die eigene Selbstbestimmung ohne Wenn ound Aber entschieden hat und diese ist auch mit der Unterstützung aus der EU in diesem kleinen Land auch politisch verwirklicht worden. Das Modell der Südtiroler Autonomie, das man ihnen international schmackhaft machen wollte, haben die Kosovaren 2007/8 bekanntlich als alten und unbrauchbaren Hut abgelehnt. Sie konnten sich nämlich noch an das furchtbare Unrecht, das man diesem Volk angetan hat, noch sehr gut erinnern. Der grosse Patriot und Befürworter der Landeseinheit Tirols im Vaterland Österreich Kanonikus Michael Gamper meinte in den ersten Jahren der Schein-Autonomie Südtirols in den 50er Jahren, dieser Staat der Fremdbestimmung hat uns Süd-Tiroler auf einen ethnischen Todesmarsch geschickt. Erst duch den direkten Widerstand der 60er Jahre war dieser Staat der Fremdbestimmung dazu zu bewegen, dass man ab 1972 zaghafte Versuche der Einführung einer echten Autonomie gemacht hat, die auch vielleicht diesen Namen verdient, aber auch immer noch mit unzähligen Versuchen der Trixerei durch diesen Staat und versteckten möglichen Austrittsszenarien aus dieser scheinbar freiwillig eingegangenen völkerrechtlichen Verpflichtung. Würde in Süd-Tirol die Schutzmacht der Süd-Tiroler das Vaterland Österreich nicht bis heute und auch morgen darüber wachen, ob Italien die zwischen 1972-92 die "erlaubte" echte Autonomie mit über 40-jähriger Verspätung doch in groben Zügen einhält, wäre es um diese heute leider immer noch halbherzige und lückenhafte Autonomie sehr sehr schlecht bestellt. Die Süd-Tiroler haben aber in erster Linie die heute selbstbesrständlichen politischen Rechte dem eigenen Kampf in den 50er und 60er Jahren zu verdanken. Die Süd-Tiroler haben daher diese Rechte, die man dem Land bereits 1946 versprochen hat, mit ihrem Leid, Blut und Tränen im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt und erkämpft. Der Fortbestand der Autonomie ist dennoch eine ständige Zitterpartie in Italien, daher je früher sich das Land für einen eigenständigen politischen Weg der Selbstbestimmung entscheidet, umso schneller wird man sich aus diesem ewigen "Liebeswürgegriff" dieses Staates der Fremdbestimmung befreien können. Dass man in einer west-europäischen Demokratie, in einem Land, wo 75% der Bevölkerung Deutsch sprechen, die Sprache der in Süd-Tiroi lebenden ethnischen 3/4 mehrheit auch bei den Behörden lückenlos zulassen und verwenden müsste, das müsste man anderswo in West-Europa nicht einmal fordert. Es ist nämlich gelebte Demokratie und Vielfalt der Sprachen und Kulturen. So gesehen befindet sich der Stiefelstaat wie immer in der Vergangenheit und in Gegenwart weit weg von allen demokratiepolitischen Standards der heutigen EU. Das Land Süd-Tirol hat in unmittelbarer Zukunft sicher etwas besseres verdient, als diesen Staat der ewigen Fremdbestimmung, wie man aus der Geschichte des Landes auch auf der Ebene der Landesregierung in Bozen eigentlich sehr gut wissen müsste!

6

Muttersprache
Solange wir nicht wieder bei Österreich sind wird sich die Situation nie bessern. Also bitte weiterkämpfen!