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16. April: zum 50. Todestag des Baumeisters der deutschen Schule – Auftrag und Verpflichtung

josef_ferrari.jpgAnlässlich des 50. Todestages von Josef Ferrari würdigt die Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT den großen Einsatz und Weitblick dieses Vaters der deutschen Schule in Südtirol und ruft dazu auf, dessen Vermächtnis ernst zu nehmen und die Errungenschaften nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Josef Ferrari hat sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ganz dem Aufbau des Bildungs- und Schulwesens in Südtirol gewidmet. Sein Hauptaugenmerk galt der Wiedereinführung der deutschen Schule, nachdem er als Jugendseelsorger die verheerenden Folgen des faschistischen Identitäts- und Kulturraubes schmerzlich erlebt hatte. In langen Verhandlungen mit den Alliierten und nach Kräfte zehrender Überzeugungsarbeit bereits im Mai und Juni 1945 gelang es ihm, von den Amerikanern das Zugeständnis zu erwirken, das deutsche Schulwesen wieder aufzubauen. 

Es ist Josef Ferrari zu verdanken, dass bereits im Oktober 1945 mit dem ersten Volksschuldekret  die deutsche Schule in der Provinz Bozen eingeführt wurde, und zwar mit der ungeheuer wichtigen Klausel, dass die Lehrer selbst deutscher Muttersprache sein müssen. Gleichzeitig galt der unermüdliche Einsatz Josef Ferraris auch dem Aufbau von Schülerheimen und der Ausbildung von deutschen Lehrerinnen und Lehrern. Er scheute keine Mühen, um für die Schulhilfe zwecks Errichtung der Lehrerbildungsanstalt in Meran die nötigen Geldmittel aufzubringen. 

Eva Klotz stellt mit großer Sorge fest, wie weit sich die offizielle  Bildungs- und Schulpolitik von den Grundsätzen und Idealen Josef Ferraris entfernt hat und wie leichtfertig man mit seinen Errungenschaften verfährt. 

Eva Klotz fordert die deutschen Schulleute Südtirols auf, die Bedeutung des ethnischen Prinzips Josef Ferraris endlich wieder ins Bewusstsein zu rufen und sich seiner gesundheitlichen Aufopferung für die deutsche Schule als würdig zu erweisen. Das große ideelle Kapital, für welches Josef Ferrari den Grundstein gelegt hat, darf nicht durch verantwortungsloses Experimentieren und durch die Aufweichung des muttersprachlichen Prinzips in der Bildungs- und Schulpolitik verspielt werden! 

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
15. 4. 08

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1 Kommentar

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Deutsch stärkste Muttersprache
„...Deutsch ist die stärkste Muttersprache der Europäischen Union und eine ihrer drei Arbeitssprachen.”
http://www.vds-ev.de

Für die Südtiroler bringt dies einen wesentlichen Sprach- und Bildungsvorteil mit sich.
Aber auch wirtschaftliche und kulturelle Vorteile hat man mit Deutsch durch vielfältigere Kommunikationsmöglichkeiten und Wissensaustausch über Medien und mit anderen Mutterprachlern.

Ich kann Deutsch in Wien, Zürich, Berlin und bis rauf nach Flensburg sprechen, teilweise auch in Belgien und Frankreich. Deutsch ist in 5 Ländern Amtssprache.