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15. Juli: 20 Jahre Gleichstellung der deutschen Sprache – Bittere Bilanz

Muttersprache_ist_deutsch_Fallblat.jpgAm 15. Juli werden es genau 20 Jahre, dass das Dekret zur Gleichstellung der deutschen Sprache mit der italienischen in allen öffentlichen Ämtern und bei Gericht erlassen worden ist (D.P. R. Nr. 574). Die Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, für welche der Kampf für die Einhaltung des Rechtes auf Gebrauch der Muttersprache einer der Schwerpunkte ihrer täglichen politischen Arbeit ist, zieht angesichts dieses Jahrestages eine bittere Bilanz:

In diesem wichtigen Bereich wird das Autonomiestatut täglich außer Kraft gesetzt, vor allem was Ordnungshüter, Post und Eisenbahn betrifft, ganz zu schweigen von der Telecom! Es ist eine Schande, dass die Gesetzeshüter in diesem Fall die eifrigsten Gesetzesbrecher sind.

Ein Recht stirbt, wenn man es nicht gebraucht!

Um die Südtiroler Landsleute aufzurütteln und sie in der Einforderung ihres Rechtes zu bestärken, hat die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT die von Eva Klotz bereits vor zweieinhalb Jahren getragene Aktion mit den gelben Karten "Meine Muttersprache ist Deutsch" verstärkt fortgesetzt. Täglich werden diese gelben Karten an Interessierte verschickt und verteilt.

Eva Klotz setzt sich vehement für die Einhaltung der Bestimmungen ein, welche vor 20 Jahren eingeführt worden sind, um den Gebrauch der deutschen Muttersprache in den öffentlichen Ämtern und vor Gericht zu sichern. Sie hat nicht nur in Landtags- Anfragen und Beschlussanträgen auf die ständige Verletzung dieses Rechtes aufmerksam gemacht, sondern auch selbst zahlreiche Kämpfe mit Behörden und Ordnungshütern auszufechten.

Bei jeder Gelegenheit fordert sie vor allem den Landeshauptmann dazu auf, selbst Beispiel zu geben und überzeugend für das Recht auf Gebrauch der Muttersprache einzutreten, anstatt wie die meisten seiner Parteigänger nur zuzuschauen, wenn dieses Recht mit Füßen getreten wird!

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
13. 7. 08

 

Hier klicken um gelbe Karte zu bestellen

 

Radiospot 1 – Fahrkartenschalter

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Radiospot 2 – Verkehrskontrolle

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Radiospot 3 – Postdienststelle

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Radiospot 4 – Telefongesellschaft

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10 Kommentar(e)

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1

@fabivS:
Es sollte wenigstens so sein, daß der Beamte aus Unteritalien den deutschsprachigen Südtiroler an einen deutschsprachigen Beamten weitervermittelt. Dieser deutschsprachige Beamte kann ja auch Südtiroler sein oder sollte eben wenigstens gute deutsche Mundartkenntnisse besitzen.
Wenn das eine oder andere Wort einmal nicht verstanden wird, kann man ja nachfragen. Ich sehe das eigentlich nicht problematisch.

2

@ Poltl: I hon kord des gemuant: afn Lond wer fost ausschlieslich af Sidtiroulerisch gred. Du sogsch de Beamten in Bouzn solltn des kennen... Obr Tatsoch isch dass selber zb. an Unterlondler konn eftermols a Psairer kaum verstiahn, wiaso sollt ma des sogor fa an Untritaliener verlongn?

3

Keine Zukunft unter Italien
Korrektur:
http://www.orf.at/080715-27329/index.html

Es ist in der Tat so: Italien will den Süd-Tirolern keine Rechte einräumen (außer die erzwungenen)und die (meisten) Süd-Tiroler wollen nicht zu Italien gehören.

Warum einem Staat nachlaufen von dem man nichts erwarten kann, der uns keine Rechte gewährt, sondern nur nehmen will?

Das kann keine Zukunft für die Tiroler Volksgruppe sein!!!

4

Insr Muatrsproch isch daitsch
In den öffentlichen Ämtern sollten die Angestellten schon deutsch (daitsch) und italienisch sprechen und verstehen können.
Bei daitsch moan i schun aa de daitschsprochign Mundartn in Sidtiroul. Nebm daitsch und italienisch datn Ladinischkenntnisse aa net schodn.

5

Insr Muttersproch is daitsch
In den öffentlichen Ämtern sollten die Angestellten schon deutsch (daitsch) und italienisch sprechen und verstehen können.
Bei daitsch moan i schun aa de daitschsprochign Mundartn in Sidtiroul. Nebm daitsch und italienisch datn Ladinischkenntnisse aa net schodn.

6

Scheidung auf Raten
...man sollte nicht auf Biegen und Brechen zwei Volksgruppen in einem Staat zusammenhalten, die das seit Generationen nicht wollen. Das beste Beispiel dafür ist der Staat Belgien, wo bereits seit Jahren eine Scheidung auf Raten Zug um Zug stattfindet. In diesen Stunden zeichnet sich wieder eine neuerliche echte Staatskrise in diesem Land der alten EU ab. Die Flamen in Belgien sind in diesen Tagen der eigenen Selbstbestimmung wieder ein Stück näher gekommen. Mehr dazu unter:

http://www.orf.at/080715-27329/idex.html

7

Recht
Der italienische Staat wird niemals mehr für unsere Rechte tun. Unsere Landesregierung mitlerweile auch nicht mehr, deswegen ist es allerhöchste Zeit uns endlich von Italien zu trennen bevor überhaubt niemand mehr deutsch reden will.

8

Tja de Spots sein schun guat ausserkemmen und settenen Situationen hon i leidor schun eftermols segn...
Lei a kluans Detail koennte a bissl realistischer sein: in italiener spricht gonz typisch wia an "Altoatesino", obr de daitsche Stimme redet leidor net gonz typisch wia a "Sidtirouler"... oder?

9

die Fähigkeit beide Sprachen sprechen zu können ist sehr vorteilhaft und Fortschrittlich!Trotzdem sollte sich jede/r S-Tiroler/in im Klaren sein die Deutsche Sprache aus falsch verstandener Toleranz nicht zu gebrauchen oder diese gar zu verleugnen. Im Alltag bewusst sich zur Wehr setzen wenn die Muttersprache verunglimpft wird .Mit der Entschlossenheit einer Eva Klotz kann man was zum Besseren verändern. Weiter so!

10

Erst seit 20 Jahren???
Der ital. Staat toleriert die Sprache der angestammten Bevölkerung, Mehrheit des Landes, erst seit 20 Jahren.
Eine Schande für einen demokratischen Rechtsstaat.