Start / Archiv / 11. November: 90 Jahre Unrechtsgrenze – Kranzniederlegung am Brenner

11. November: 90 Jahre Unrechtsgrenze – Kranzniederlegung am Brenner

kranzniederlegung_brenner_2008.jpgAm 11. November gedachte die SÜD-TIROLER FREIHEIT in Zusammenarbeit mit Vertretern des Andreas Hofer Bundes für Tirol, der 90jährigen Besetzung Süd-Tirols durch Italien, und legte als Zeichen der Trauer über die fortwährende Teilung Tirols, einen Kranz am Grenzstein an der Unrechtsgrenze am Brenner nieder. Bereits seit einigen Jahren wird immer am 11. November dieses schicksalhaften Tages am Brenner gedacht und durch die Kranzniederlegung ein Zeichen des stillen Protestes gegen dieses historische Unrecht zum Ausdruck gebracht.

Darüber hinaus wird durch die Kranzniederlegung aber auch
alljährlich an die noch immer ausstehende Begnadigung der Süd-Tiroler
Freiheitskämpfer erinnert. Gestiftet wird der Kranz nämlich jedes Jahr
von Siegfried Steger, dem bis heute die Heimreise nach Süd-Tirol durch
Italien verwehrt wird und der somit lebendiges Zeugnis dafür ist, dass
trotz Schengen und gemeinsamer Euro-Währung, die Unrechtsgrenze am
Brenner noch immer existiert, mit der ein Land geteilt wird, das
zusammen gehört.

Gestärkt durch die beeindruckende Kundgebung des Schützenbundes in
Bozen, bei der vergangenes Wochenende Tausende von Menschen auf die
Straße gingen, um die Freiheit der Heimat zu fordern, sieht die
SÜD-TIROLER FREIHEIT aber einer positiven und von Italien unabhängigen
Zukunft entgegen.

Es wird der Tag kommen, an dem das Unrecht der Teilung Tirols
überwunden wird und somit auch das alljährliche Gedenken an den 11.
November nur mehr eine Erinnerung an eine unsägliche Zeit sein wird. 

SÜD-TIROLER FREIHEIT – Freies Bündnis für Tirol

kranzniederlegung_brenner_2008.jpg

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

9 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1

Wo ein Wille da ein Weg
@cb. So eine historische Katastrophe wie die Teilung des Landes Tirol 1918/19 kann es immer und überall in der Welt geben. Das kann in jedem Land verschuldet oder unverschuldet passieren. Leider. Im Gegensatz zu 1809 aber ist heute oder seit 1919 nicht das ganze Land Tirol fremdbestimmt, sondern nur der Teil südlich des Brenners bis nach Salurn, also die deutschsprachigen Tiroler in der AP Bozen. Bitte nicht zu vergessen, dass das Land Ost-Tirol nach 1938 ausgelöscht wurde und an Gau Kärnten angeschlossen war. Nach dem Krieg, 1947 wurde es mit Nord-Tirol im Vaterland Österreich wiedervereint. Anderswo in Europa waren manche Völker oder ganze Länder mit einer einheitlichen Identität über viele Jahre bis Jahrhunderte fremdbestimmt, manchmal bis über 500 Jahre. z.B. Griechenland und andere Balkanländer. Die ganze europäische Geschichte ist eigentlich die Geschichte der gelungenen Selbstbestimmungen, wenn die betroffenen Länder und Ethnien es nur wollten, da füher oder später für wirklich jedes fremdbestimmte Land der passende Augenblick dafür kommt. Auch in der Frage der Wiederherstellung der Landeseinheit in Tirol zwischen Nord und Süd wie 1947 geschehen, und hoffentlich auch bald zwischen dem Bundesland Tirol und der AP Bozen Südtirol geschehen wird, wenn wir alle es nur wollen, d.h. daran unbeirrt glauben, von Europa der freien und selbstbestimmten Völker und von der UNO die Klärung der Frage der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler verlangen, in Jahrzehnten denken und danach konsequent politisch im Sinne der Wiederherstelleung der ethnischen Integrität der Tiroler, d.h. der Österreicher sowie der Alt-Österreicher in Südtirol, südlich und nördlich des Brenners handeln.

2

antwort medienpolitik
an markus anton

bezüglich deiner antwort zur medienpolitik österreichs, finde ich, dass dies keine begründung ist. man wird wohl noch in einem demokratischen land über alles berichten dürfen. unsere österreichischen politiker sind bei allem immer die ersten, aber wenns um wichtige verhandlungen geht dann schauts verdammt düster aus. ja-sager sinds egal welcher partei sie angehören.

so wie es zur zeit ausschaut wird diese südtirol diskussion sowieso unendlich dauern. mir tut es im herzen weh, ich habe in der volksschule nicht verstehen können wie man unser land einfach teilen hat können und dürfen. und in einem vereinten europa muss es doch möglich sein darüber zu sprechen und endlich eine lösung zu finden. ich sehe eine letzte chance im gendenkjahr 2009, unser hl. land tirol wieder zu vereinen. doch unsere politiker, nördlich und südlich des brenners - die etwas zu sagen haben, unternehmen ja alles um es so zu belassen wie es ist.

3

@ cb, Perspektiven der Selbstbestimmung
Die festgefahrenen Fronten in der Selbstbestimmungfrage Süd-Tirols sind gestern wie heute ziemlich klar und eindeutig. Italien verteidigt den Besitz seiner Kriegsbeute Alto Adige aus dem Ersten Eltkrieg und dieser Staat läßt bis heute keine friedliche und demokratische Klärung der Frage der Selbstbestimmung in der AP Bozen zu, weil man dort der Meinung ist, die Süd-Tiroler sollten überhaupt froh sein, dass wir ihnen ein wenig Eigenverwaltung gestatten. Eine echte Autonomie oder eine Vollautonomie schaut aber vollkommen anders aus, siehe Beispiele der dänischen Färöerinseln, der der finnischen Alandinseln, bzw. Isle of Man des UK. Österreich als die Schutzmacht der Interessen Südtirols will in der ganzen Diskussion um die Selbstbestimmung deswegen Rom keinen Vorwand liefern, um nicht der Abwerbung des Landes Südtirol zurück zum Vaterland bezichtigt zu werden. Es gibt daher "gute" Gründe jede Diskussion zu dieser Frage gerade in Österreich in den Medien zu vermeiden. Diese würde sich, würde man sie in den Medien breit führen, geradezu sofort wie ein Lauffeuer ausbreiten, da die Frage der Selbstbestimmung in Südtirol wie keine andere die Menschen in Österreich immer noch emotionaliesieren kann, vor allem aber im Bundesland Tirol. Wenn ohne jede propagandische Vorbereitung heute, je nach Umfrage, noch über die Hälfe der Tiroler für die Wiederherstellung der Landeseinheit eintritt, dann wird das schon ertwas bedeuten. Würde dieses Thema eine Partei nördlich des Brenners in ihrem Sinne aufgreifen und stark thematisieren, würde das womöglich eine Kettenreaktion in der Politik im Inn- und Ausland nach sich ziehen, und ob das gut für die heutige Autonomie Südtirols wäre, ist eine Frage, die man jetzt nicht so leicht beantworten kann. Stattdessen begnügt man sich im Parlament in Wien mit der immer wieder zurückkehrenden Feststellung, Südtirol bleibt für uns immer eine Herzensangelegenheit, und zwar für jede Partei in Österreich und für jede Regierung. Ob das jemals als tatkräftige Unterstützung für die Bemühungen der patriotischen Kräfte vor allem in ganz Tirol reichen wird, um eben die Frage der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler regional, national und international zu klären oder zu kösen, wage ich zu bezweifeln. Das können die Süd-Tiroler natürlich in erster Linie in ihrem Namen selber unentwegt versuchen und anstreben, so wie bei der Selbstbestimmungpetition der Südtiroler Bürgermeister an den Österr. nationalrat in Wien von 2006. Die Initiative zur Selbstbestimmung selbst kann aber natürlich nur aus der Landespolitik der AP Bozen kommen, da dies die einzige demokratische und legitime Vertretung der Süd-Tiroler in diesem Staat der Fremdbestimmung ist. Die deutschsprachige Opposition in Südtirol hat aber nach der letzten L.Wahl vom 26.10.2008 bereits eine beachtliche Stärke zusammen von über 20% errreicht, daher kann sie gemeinsam mit dem patriotischen Flügel der SVP meiner Meinung nach sehr wohl schon jetzt eigene Konzepte der Selbstbestimmung vorlegen und deren Umsetzung in der Politik auch fordern. Wahrscheinlich erst dann würde sich auch die Diplomatie des Vaterlandes mehr um diese Frage kümmern wollen. Heute gilt überlal in der EU die Parole, Friede Freude Eierkuchen, wir lieben uns alle, sind mit der Geschichte versöhnt und brauchen daher keine Änderungen des Status Quo, alles in der EU kann auch genauso gut so bleiben wie es jetzt ist. Dass das nicht alle in Europa so sehen, das zeigen sehr viele Beispiele von Minderheiten, die mit ihrem bisherigen Status gar nicht zufrieden sind, so in Schottland, Flandern oder Katalonien, aber auch in Südtirol, also dort wo es keine echten Minderheiten gibt, da diese in Wirklichkeit die überwiegende ethnische oder aprachliche Mehrheit darstellen, die wahrscheinlich nie und nicht so leicht im eigenen Land bei entsprechenden Referenden von der anderen Seite überstimmt werden kann. Wenn der Landeshauptmann von Südtirol vor zwei Jahren sinngemäß meinte, Italien möge uns nur ein halbes Jahr Zeit für die Vorbereitung eines Referendumds geben und wir würden es noch knapp im Sinne der Rückkehr Süd-Tirols zum Vaterland gewinnen, dann hat er wohl auch genug Gründe, um so eine Meinung zu vertreten, auch wenn er neuerlich sagte, in der EU wird vielleicht in absehbarer Zeit so sein, dass man direkt in manchen Gebieten und Provinzen abstimmen kann, zu welcher Region man zuerst als ein Land gehören möchte, dann wird und will auch de SVP die erste Ansprechadresse in dieser Frage in Südtirol sein. Meiner Meinung nach aber, wenn man das schon will, nämlich eine demokratische Klärung der Selbstbestimmung der Südtiroler, dann muß man sich Zug um Zug um diese Klärung dieser in Italien nie geklärten Selbstbestimmungfrage in der AP Bozen auch nach Kräften bemühen, damit sie endlich einmal einigermaßen friedlich und demokratisch geklärt wird, vielleich einmal nicht viel anders als in Katalonien oder Schottland. Sonst ist die demokratische Ordnung in Europa nur die Hälfte davon wert, was es nach Aussagen der Politik immer gerne sein möchte. In der Klärung dieser Frage liegen ausserdem so viele Chancen auf beiden Seiten, wenn man es nur erkennen will. Die AP Bozen ist eine nur von sehr vielen in Italien, eine Änderung des politischen Status in ST wäre womöglich nicht einmal so sehr spektakulär und würde man endlich dem Land Südtirol die Klärung auch der Frage der Landeeinheit mit dem Bundesland Tirol erlauben, sogar in zwei verschieden EU-Staaten ermöglichen, dann würde das einen einmaligen in der Geschichte neuen Aufbruch in ganz Tirol für alle Menschen bedeuten, vielleicht mit der Ausnahme der italienischen Duce-Nostalgiker. Daher darf man darauf hoffen, das diese vitale Notwendigkeit der Neuausrichtung der gesamten davon betroffenen Politik in einem neuen Europa der freien und der selbstbestimmten Völker für alle Tiroler zwischen Salurn und Kufstein zumindest mutig und entschlossen die beiden Politiken in Innsbruck und Bozen erkennen und in diesem Sinne auch endlich zum Wohle der Landeseinheit demokratisch glaubwürdig handeln. Eine mögliche Landeseinheit zwischen BL Tirol und Südtirol ist keine utopische Vision mehr in Europa, die man übrigens wie gesagt auf institutioneller Ebene zwischen Bozen und Innsbruck sogar leicht im europäischen Geiste und ohne Volksabstimmungen zu dieser Frage wahrscheinlich bald, d.h. in den nächsten Jahren verwirklichen könnte, wenn man es nur wollte. Europa der EU mahnt uns alle ständig zu mehr Demokratie und Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg, wie sollen einmal alle zusammenwachsen und eine wirkliche Union werden. Wenn man das aber wörtlich verstehen will, wie zum Beispiel in der Frage der Landeseinheit in Tirol, dann gibt es plötzlich überall in der Politik abgesehen von der Opposition fast nur Schweigen, obwohl auch das eine Antwort ist. Meine persönliche Perspektive der Betrachtungsweise der Südtiroler Selbstbestimmung ist eine europäische, nicht eine nationale. Wenn man ein neus starkes Europa will, muß man sich zuerst einmal solchen aus der Geschichte ungeklärten Fragen endlich einmal widmen, egal ob sie für manche Staaten angenehm sind oder nicht. Erst die demokratische Klärung setzt eine viel bessere Zukunft für uns alle voraus, und nicht das Festhalten am fragwürdigen Status Quo, wohl aus Angst, man würde vielleich bei viel zu hohen Forderungen an die Adresse der Macht der Fremdbestimmung das bis jetzt erreichte ramponieren oder gefährden. Das galt vielleicht noch im 20. Jahrhundert vor der Jahrtausendwende. Wir leben aber schon im 21. Jahrhundert und in diesem Zeitalter sollten langsam ganz andere humane und moderne sowie noch mehr gerechte Konzepte der politischen Ordnung in der ganzen Staatengemeinschaft der EU gelten. Der zivilisatorische Fortschritt des Abendlandes kann nur daran gemessen werden, wie man auch mit solchen Fragen wie die der Selbstbestimmung umgeht, und dieser Fortschritt kann nur so stattfinden und nicht mit den Konzepten der Kolonialisierung und der Fremdherrschaft aus der Zeit vor 1946 oder 1919, in unserer modernen Zeit von heute und morgen auch greifbare demokratiepolitische Wirklichkeit werden. Daher unsere Zukunft kann erst dann restlos sicher und frei sein, wenn auch diese Frage aller Fragen in diesem Land, nämlich die der Selbstbestimmung Südtirols, freidlich und demokratisch geklärt und glaubwürdig sowie demokratisch von den betroffenen Menschen selbst in der AP Bozen beantwortet wird.

4

landeseinheit
es wundert mich, dass dieser artikel über ein gemeinsames land tirol überhaupt in der tiroler tageszeitung erschienen ist. mir kommt vor das thema landeseinheit wird in den österreichischen medien wie ein heisser Apfel behandelt. nur keine diskussion aufkommen lassen es könnte ja sein dass der stein ins rollen kommt. vom protestmarsch der südtiroler schützen hat man ja bei uns in österreich auch kaum etwas war genommen und schon gar nicht in den internationalen medien aber slovakei, kosovo usw hört und liest man täglich. ich sehe schwarz für die landeseinheit so lang sich beide landesregierungen einig sind, diesen bequemen status der zweistaatenförderung beizubehalten.

5

bequem oder gleichgültig oder...?
Das natürlichste der Welt ist die Landeseinheit eines landes oder Staates! Das Volk muß sich halt selbst bewegen um eine wWiederherstellung der Landeseinheit zu forcieren. Auf Euch kommts an liebe Tiroler ! 2009 ist wieder so ein Datum . Mutig voran in die neue unabhängige Zukunft !

6

Lob an Siegfried Steger
Ein großes Lob und Dank an Siegfried Steger, der für uns Süd-Tiroler diesen Kranz spendet.

Die Süd-Tiroler können auf ihre Freiheitskämpfer stolz sein.
Sie haben sich nicht für sich selbst, sondern einzig und allein für die deutsche und ladinische Volksgruppe aufgeopfert.

7

Was Südtirol am dringendsten braucht sind unvoreingenommene Medien die nicht nur die Italienfreundliche SVP Politik unters Volk bringt sondern auch die Meinung und Lösungsvorschläge der Tirol freundlichen Parteien. Solange jeder Südtiroler erfolgreich von allen Seiten her zum Itliener gemacht wird kann uns niemand helfen ausser wir selbst.

8

vielleicht ist die zeit bald wirklich reif. südtirol braucht die hilfe nordtirols und osttirols, die politik in südtirol macht zu wenig, oder verhindert sogar ein zusammenkommen

9

Neues Projekt für Tirol
Der ehem. Tiroler Landeshauptmann Wendelin Weingartner fordert in der Mittwoch-Ausgabe der "Tiroler Zeitung" vom 12.11.2008 aus Innsbruck eine substantielle und breite sowie offene politische Diskussion über ein gemeinsames Land Tirol in Europa für die Tiroler in Nord-Süd-Ost. Weingartner wörtlich: es sei höchste Zeit, "auf dem Fundament der Südtiroler Autonomie ein neues Projekt in Tirol zu wagen". (!!!)
Die erreichte Autonomie sei ein großer Erfolg einer konsequenten Politik im südlichen Tirol, "Aber sie kann nicht Endpunkt sein". Er fordert die weitere Umsetzung und politische Forcierung der Nord-Süd-Achse in Tirol zwischen Bozen und Innsbruck. Der "Tiroler Traum" der Tiroler zwischen Salurn und Kufstein ist in diesem Sinne eine einmalige Chance, die wir gerade in unserer Zeit bekommen haben, um dem Gesamtraum Tirol jede Bedeutung und Aufgabe wiederzugeben, die dieses Land einmal gehabt habe. Erst dann könne Südtirol mehr sein als ein wohlhabendes, wunderschönes, aber doch etwas enges Sonnenstübchen im Norden Italiens, und das Bundesland Tirol mehr sein als der westliche Wurmvorsatz eines donaueuropäischen Raumes, so der Alt-LH aus dem Bundesland Tirol. Sein Entwurf eines gemeinsamen Landes Tirol für Süd, Nord und Ost-Tiroler setzt u.a. die Gleichwertigkeit der Landesteile mit ihren Hauptstädten sowie an erforderliches Mindestmaß an gemeinsamen institutionellen Strukturen für Süd und Nord voraus. Dieses Projekt dieser kleinen Tiroler Einheit müsste dann wachsen und Schritt um Schritt umgesetzt und mit Leben erfüllt werden. "Mit einem solchen Projekt könnte dann Südtirol - und mit Südtirol ganz Tirol - zu einem guten Lehrfall werden. Zu einem Lehrfall, wie die europäische Einigung im Herzen Europas eine friedliche, weitgehend autonome Region schafft." Es muss nach Weingartner auch immer klar erkennbar sein, dass hinter dem Projekt nicht alte nationalstaatliche Ziele stecken, sondern dass es sich um eine neue europäische Qualität handelt". Da mag der Alt-LH aus dem Bundeland Tirol Recht haben, aber die alten nationalistischen Ziele betreibt wenn schon dann nur die Macht der Fremdbestimmung gerade gestern wie heute in Süd-Tirol. Die Landespolitik in Bozen versuchte schon immer nur aus den vorhandenen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten mit der Unterstützung der eigenen Schutzmacht aus dem Vaterland Österreich das beste für das Land zu erreichen, aber sie ist weiterhin politisch wie moralisch meiner Meinung nach nur der Selbstbestimmung des Landes Tirol südlich des Brenners verpflicht, da dies dem freien Willen nach Freiheit un der eigenen Selbstbestimmung der Süd-Tiroler entspricht, einer immer noch trotz Italianisierung 3/4 starken ethnischen uns sprachlichen Tiroler Volksgruppe in der eigenen seit Menschengedenken angestestammten Heimat des Landes Tirol in der AP Bozen. Dieses Land, zwischen Kufsten und Salurn oder Ala gelegen, befindet sich bekanntlich seit Urzeiten auf beiden Seiten des Alpenhauptkammes, daher ist es ein klassisches Paßland im Hochgebirge, das von Natur aus die zugeteilte Aufgabe hatte, Brücken für die gesamteuropäische Kommunikation an dieser Stelle zu schaffen. Diese Brücke in Tirol am Brenner zwischen dem südlichen und nördlichen Teil des gleichen Landes ist einseitig und ohne Not nach 1918 von Italien aus dreister Eroberungslust sowie territorialer Raffgier und mit der Begründung der Schaffung einer "natürlichen Verteidigungsgrenze" entlang des Alpenhauptkammes gegen den Kleinstaat und nach 1918 wirklich eine echte Weltmacht Österreich zerschlagen worden. Das nur von Italien allein verwaltetes Land Süd-Tirol könnte und weiterhin kann diese Augbabe eines zivilisatorischen Links zwischen dem romanischen Süden und dem teutonischen Norden nie richtig erfüllen. Dazu war dieses Land und immer noch ist viel zu sehr mit sich selbst und mit der Abwehr der offenen und ununterbrohenen Italianisierungversuche beschäftigt. Die Schuld dafür trägt nicht Tirol oder das Vaterland Österreich, sondern einzig und allein die italienische Staatsmacht bis heute. Es ist daher zuerst einmal die Bringschuld dieses Staates den Tirolern nörlich und südlich der Unrechtgrenze am Brenner ein Leben in Würde der Einheit, d.h. ohne die Teilung zu ermöglichen. Heute 2008 und auch später gibt es keine zwingende Not für Italien an den alten Konzepten der Unterwerfung und Kolonialisierung festzuhalten, unsere Zukunft daher kann nur der Freiheit der Wahl gehören, und zwar zwischen dem status quo und einer grundlegenden Erneuerung des politisches Status der AP Bozen. Solche Frage der nationalen Einheit wurden und werden in ganz Europa auf dem friedlichen und demokratischen Wege immer wieder geklärt, zum letzten mal in Montenegro 2006 im Sinne der Ausübung der Selbstbestimmung dieses Landes durch die betroffene Bevölkerung selbst. So ein Ansatz in der Politik ist auch für das Land Tirol südlich des Brenners auch durchaus vorstellbar, wenn man sich eben als diese Landespolitik in Bozen dem Ziel der Klärung der offenen Frage der Selbstbestimmung verpflichtet, d.h. die Klärung dieser Frage fordert, eine Abstimmung mit ausreichend viel Zeit vorbereitet und durchführt, und falls die Bürger mehrheitlich für die Selbstbestimmung stimmen sollten, dann die Umsetzung dieser freien Willensbekundung der Süd-Tiroler von und vor der Gemeinschaft der freien und der selbstbestimmten Völker der EU klar und unmißverständlich eben als die legitime Vertretung der Bürger der AP Bozen fordert. Die EU hat im Falle der Anerkennung der Selbstbestimmung Montenegros 2006 klare demokratiepolitische Vorgaben gemacht, die alle auch von der damaligen Landesregierung in Podgorica erfüllt wurden und aus diesem Grund ist dieses Land bereits seit über zwei Jahren wirklich frei und souverän und seine Fremdbestimmung zwischen 1918-2006 gehört der Geschichte an. Solche Abstimmungen werden geplant oder wurden beschlossen auch für die Autonomien der alten EU Länder, so in Schottland, Katalonien oder Baskenland. Man kann vielleicht die heute herrschende italienische politische Kultur mit der in Großbritannien nicht so leicht vergleichen, da sie sich sehr stark voneinander unterscheiden, aber man sollte und man muß von Italien an Mindestmaß an Kooperation in der Frage der Klärung der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler fordern, da dies die heute geldtenden modernen demoktatiepolitischen Standars in Europa sind, nicht zuletzt anderswo in Europa der EU, oder am so verschrieenen und angeblich demokratiepolitisch so unterentwickelten Balkan oder in Ost-Europa im allgemeinen. Die Selbstbestimmung als solche wird mit der Zeit immer wahrscheinlicher auch in der AP Bozen, vorausgesetzt man tut etwas dafür und entscheidet sich überhaupt für diese Politik auf der Ebene der Landesregierung. Erst dann wenn diese Frage zum Beispiel in einer Volksabstimmung geklärt werden könnte oder sollte, erst dann kann man auf beiden Seiten des Brenners darüber nachdenken, wie die institutionelle Zusammenarbeit swischen Süd-Nord-Ost Tirol in Zukunft aussehen sollte: entweder als wiedervereintes Land Tirol mit Mindestmaß an gemeinsamen Institution, auch durchaus in zwei verschiedenen EU-Staaten für mich vorstellbar, oder ein neues 10. Bundesland des gemeinsamen Vaterlandes der Süd-Nord und Ost-Tiroler. Dieses neue Projekt vom Alt-LH aus dem Bundesland Tirol ist sicher zielführend aber es kann sehr rasch wieder dort landen, wo es sich heute die Europäische Region Tirol der EU befindet, weil man in Italien ganz einfach keine echte Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol will, daher diese Kooperation ist nur eine Pflichübung für die EU in Brüsselaber sie hat bis jetzt keine echten Fortschritte auf dem Wege der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler gebracht. Die kann es erst dann geben, wenn man die Bürger der AP Bozen zuerst frei gleich und geheim zu dieser Frage abstimmen lässt und die Auszählg der Stimmen peinlichst national wie international überwacht. Erst dann wird es merkbare Fortschritte auch auf der institutioneller Ebene zwischen dem Bundesland Tirol und der AP Bozen Südtirol geben. Schon heute aber wächst immer mehr zusammen, was zusammen gehört, dem lieben Gott, unserem demokratischen Einsatz und Europa der EU sei Dank!