Start / Archiv / 11. November – 90 Jahre Unrechtsgrenze – Aufruf: Tiroler Fahne mit Trauerflor hissen

11. November – 90 Jahre Unrechtsgrenze – Aufruf: Tiroler Fahne mit Trauerflor hissen

fahne-trauer.jpgAm 11. November jährt sich zum 90. Mal der schicksalhafte Tag, an dem italienische Truppen 1918 den Brenner erreichten und damit die Teilung Tirols vollzogen. Seit 90 Jahren besetzt Italien nun schon einen Teil Tirols, auf den es keinen Anspruch hat und verwehrt den Süd-Tirolern das Recht auf Selbstbestimmung.
Die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT ruft alle Landsleute in ganz Tirol dazu auf, als Zeichen der Trauer über das fortwährende Unrecht der Zerreißung Tirols, die Tiroler Fahne mit Trauerflor zu hissen.


 

Der Wegfall der Grenzkontrollen und die gemeinsame europäische Währung können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Süd-Tirol noch immer von Italien fremdbestimmt und damit vor allem in kulturpolitischen Belangen bevormundet wird. Dies alles läuft langfristig auf eine völlige Assimilierung und somit Italianisierung hinaus, um aus Süd-Tirol eine gewöhnliche italienische Provinz „Alto Adige“ zu machen.

Die Entwicklungen zeigen, dass die Autonomie nur als Übergangslösung verstanden werden kann, da sie nicht geeignet ist, das Überleben der Süd-Tiroler in einem fremden Nationalstaat langfristig zu sichern.

Für Süd-Tirol kann es daher nur eine Zukunft geben, nämlich eine Zukunft ohne Italien.

SÜD-TIROLER FREIHEIT
Freies Bündnis für Tirol


 

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

8 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1

Die Initiative z. Selbstbestimmung
Die Initiative zur Ausübung der Selbstbestimmung kann zum geeigneten Zeitpunkt auf einem legistischen Wege die offiziele und legitime politische Vertretung der Süd-Tiroler auf lokalen Ebene der Landesregierung, sowie auf nationalen und internationalen Ebene ergreifen, vor allem dann wenn der Druck in dieser Frage aus der Bevölkerung direkt stark genug sein wird und die Landespolitik wird auch dem Rechnung tragen müssen, wenn sie bei der nächsten Wahl als stärkste Partei in Wählergunst nicht abstürzen will. So ein Beispiel der direkten Abstimmung mit den Füßen im Sinne der Selbstbestimmung haben wir am vergangenen Samstag in Bozen bei der Kundgebung der Schützen erlebt. Man würde sich viel mehr von solchen kraftvollen friedlichen Demonstrationen für die Selbstbestimmung im ganzen Land wünschen, damit die offizielle Politik der AP Bozen dem auch einmal Rechnung trägt. Die SVP meint, sie ist auch für die Selbstbestimmung, aber am besten auf dem Wege der "Dynamischen Autonomie, bis hin zur Vollautonomie", d.h. nicht sofort und nicht bald, sondern irgendwann. Die deutschsprachige Opposition in Süd-Tirol ist nach der letzten Wahl zum Landtag zu einer glaubwürdigen Avandgarde der weiteren politischen Entwicklung in Richtung der direkten Ausübung der Selbstbestimmung in Tirol südlich des Brenners geworden. Die FP, STF und Union haben zusammen, in Kenntnis der politischen Ausrichtung dieser Parteien beim Wähler/In, sogar über 20% der Bürger in der AP Bozen gewählt. Das ist schon eine ordentliche politische Größe, mit der man Politik im Sinne der Selbstbestimmung mit Hand und Fuß in Zukunft machen kann, wenn man nur will. Im Schnitt hat jeder vierte Bürger/In der AP Bozen eine dieser oben erwähnten Parteien gewählt und diese Wählerschaft erwartet sich jetzt von den Parteien der persönlichen Wahl eine klare und nachvollziehbare Politik auch in der so wichtigen Frage der Selbstbestimmung des Landes. Wenn auch die SVP einen gemäßigten Kurs in dieser Frage jetzt fährt, es gibt auch in dieser Partei ganz klar einen patriotischen Flügel, dem viele oder inoffiziell fast alle der wichtigsten Politiker dieser Partei angehören, der in dieser konkreten Frage mit den Parteien der deutschsprachigen Opposition konform geht, man müsste nur zusammen in allen Partein des Landes etwas daraus machen können und wollen.

2

Keine Autonomie. Selbstbestimmung!
"Vollautonomie" ist ein Schmarrn.
Ich denke, das ist ein politischer Trick, mit dem den Süd/Tirolern nur Sand in die Augen gestreut werden soll.
Die alte Autonomie neu verpackt. Damit stünden wir weiterhin unter der italienischen Fuchtel. Das ergäbe keinen Sinn.

3

Das sehe ich anders.
@Markus A.
"Die Initiative dazu kann nur die offizielle und legitime politische Vertretung der Süd-Tiroler ergreifen..."

Die Ostdeutschen fragten 1989 auch nicht Erich Honecker, ob sie auf die Berliner Mauer steigen dürfen.

Es zählt nicht das was die SVP will, sondern was das Volk will. Die SVP ist auch nur vom Volk gewählt. Und wenn das Volk die Selbstbestimmung will, dann muss die SVP das respektieren und handeln.

4
Helmut Gschnell, Kurtatsch

Vollautonomie
Die SVP hat sich von der Selbstbestimmungsfrage längst verabschiedet und spricht von der Vollautonomie.
Was bedeutet "Vollautonomie" eigentlich? Wie sähe der rechtliche Status Südtirols diesbezüglich aus?

5

O/S
Mit dem Tirolerland ist es wie mit Oberschlesien - es ist zwischen zwei Lande gerissen 🙁

6

kann man keines erzwingen, bzw. unterschriften sammeln damit es eines gibt?

7

Abstimmung so bald als möglich
Die Initiative dazu kann nur die offizielle und legitime politische Vertretung der Süd-Tiroler ergreifen, nämlich die Landesregierung der AP Bozen. Mit der Unterstützung aus dem Vaterland Österreich und aus dem Rest des deutschsprachigen Raumes bei einer stichhaltigen Begründung dieses Vorhabens vor europäischen Gremien würde sich zumindest die EU in Brüssel diesem Wunsch aus der AP Bozen wahrscheinlich nicht verschliessen wollen, oder zumindest eine wohlwollende Meinung dazu haben. Vieles an Fortschritten in diese Richtung in den nächsten Monaten und Jahren wird auch davon abhängen, wie weit andere Autonomien in der alten EU auf ihren Wegen der eigenen Selbstbestimmungen vorankommen werden. Eine heute in der AP Bozen von der SVP propagierte und praktizierte "Dynamische Autonomie bis hin zur Erlangung des Status einer Vollautonomie", könnte zum Beispiel gerade im Andreas Hofer Gedenkjahr 2009 wenigstens die Abhaltung einer Volsksabstimmung zu dieser Frage andenken, und zwar, ob die Bürger der Autonomie die Selbstbestimmung als solche befürworten würden. Ein Ergebnis müsste man dann bei einem Ja in der Zeit danach demokratiepolitisch glaubwürdig umsetzen, vorausgesetzt, die Wahlbeteiligung würde über 50% liegen und die absolute Mehrheit würde die Selbstbestimmung der AP Bozen als politisches Ziel klar befürworten. Der Landeshauptmann hat, solange er dieses Amt ausübt und verständlicherweise, das Beispiel der Kosovarischen Selbstbestimmung von und Jahrzehnte vor 2008 als Beispiel für Südtirol klar abgelehnt. Es gibt aber in der Nachbarschaft dieses Landes das Land Montenegro, das ebenfalls im November 1918 genau wie Süd-Tirol die eigene ethnische und nationale Selbstbestimmung an Serbien verloren hat, und als Teilrepublik dieses Staates in unserer Zeit im Juni des Jahres 2006 nach konkreten und klaren Modalitäten des Referendum zu dieser Frage diese eigene Selbstbestimmung, ungeachtet des starken Widerstandes aus Serbien, wiedererlangen konnte. Die Montenegriner leben daher bereits im dritten Jahr der Wiedererlangung der vollen Handlungsfreiheit der eigenen ethnischen und nationalen Souveränität des eigenen Volkes und Landes. Die EU hat seinerzeit die Bemühungen um die Abhaltung eines Referendums in Montenegro unter konkreten demokratiepolitischen Vorgaben gefordert und auch die politische Anerkennung sowie Umsetzung des Resultats der Abstimmung von Serbien verlangt. Die Bedingungen damals beim Selbstbestimmung-Referendum im Mai 2006 in Montenegro waren: eine freie, gleiche, geheime Wahl, mehrere Monate Zeit für die Vorbereitung der Bürger auf diese Entscheidung, national und international streng überwachte Auszählung der Stimmen, die Einhaltung von mindestens 55% der Ja-Stimmen im Falle der Befürwortung der Selbstbestimmung. Alle Bedingungen wurden von dieser ehem. Teilrepublik eingehalten und auch die 55% der Ja Sitmmen Marke wurde eindeutig erreicht. Was im Falle von Montenegro der EU 2006 nur recht und billig war, müsste umso mehr aus demokratiepolitischen Überlegungen auch für den eigenen Machtbereich in allen alten und neuen Staaten der Union auch 2008 und 2009 oder 2010 gelten. Nur wollen müsste man das und dieses Recht auf die eigene Selbstbestimmung von der Macht der Fremdbestimmung einmal klar und unmißverständlich begründen sowie einfordern. Dabei ist es heute nicht einmal klar, ob man so eine Abstimmung in Süd-Tirol auch nach sechs Monaten Vorbereitung der Bürger auch wirklich im Sinne der Selbstbestimmung gewinnen würde. Man würde aber unmißverständlich die Klarheit in dieser Frage bekommen und mit so einem Resultat könnte man mit der Zeit umso leichter auch das praktische Recht auf die Selbstbestimmung bekommen, wahrscheinlich nicht so bald von Rom, aber ganz sicher das moralische Recht dazu von der Gemeinschaft oder Mehrheit der freien und der selbstbestimmten Völker der EU. Heute sind die Staatsgrenzen eigentlich nunmehr Verwaltungsgrenzen der einen Europäischen Gemeinschaft. Die Prozesse der endgültigen Ausformung dieser Union sind noch im Gange, umso wichtiger ist es für eine Landesregierung in Bozen und für die international anerkannte Schutzmacht Österreich an das Selbstbestimmungrecht der Süd-Tiroler in dieser weiteren politischen Entwicklung der EU rechtzeitig zu denken und diese nicht zu vergessen oder auf die lange Bank der Geschichte verschieben. Die Zeit für die Selbstbestimmung in Süd-Tirol war in der ganzn Geschichte seit 1918 noch nie so extrem günstig, wie gerade in diesen Jahren. Das müsste man nur erkennen und in diesem Sinne auch handeln wollen. Um eine Passage aus einem Video aus dem Videowahlkampffenster der STF zu zitieren, "...dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer, 2010 könnt ihr Weltmeister sein und diese Nation steht hinter euch und zwar sehr!".

8

Zeit für die Selbstbestimmung!
Was spricht denn gegen eine Abstimmung, wie es sie auch in unserer Zeit immer wieder wo in Europa gibt. Auch die deutsche Wiedervereinigung ist Normalität geworden, obwohl sie noch vor 20 Jahren allgemein als unwahrscheinlich galt. Fakt ist, dass die Süd-Tiroler im 20. Jh. Unrecht erlitten haben und (nach den dazu notwendigen Vorbereitungen) endlich über ihre Zugehörigkeit abstimmen können sollen. Das gebietet schon die demokratische Fairness, und ein gültiges Ergebnis wäre dann natürlich zu respektieren. Selbst Österreich würde - so manchen Schmähungen zum Trotz - eine Rückkehr Süd-Tirols sicher begrüßen! Positiv wäre die baldige Klarheit darüber, was die Süd-Tiroler selbst wirklich wollen und wo ihre Zukunft liegt, bestimmt für alle. Und unglaubwürdig bleiben am Ende nur die, die – aus welchen Gründen auch immer – eine Abstimmung als Recht der betroffenen Bevölkerung unbedingt verhindern wollen.