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10.12.2008: Tag der Menschenrechte

eva_500_ehrenburg.jpgAnlässlich des internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember erinnert die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT an die Bedeutung des Rechtes auf Unversehrtheit und gleicher Würde aller Menschen und Völker. Sie ruft dazu auf, den Blick für Missachtung und Verletzung der unveräußerlichen Menschenrechte zu schärfen. Nicht nur die blutigen Anschläge in Indien, sondern auch die grausamen Kriegshandlungen in Afrika sowie die Angriffe auf Hilfsorganisationen in allerjüngster Zeit sind Verbrechen gegen die Menschenwürde und Menschenrechte.

Die Europäische Wertegemeinschaft, aber auch die einzelnen Regierungen
sind gefordert, wenn es um das Recht auf Unversehrtheit geht!

Die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT erinnert auch an die Aktualität des
Selbstbestimmungsrechtes der Völker, welches in Art. 1 der
Uno-Menschenrechtspakte festgeschrieben ist und vor wenigen Monaten
neuerdings seine Anwendbarkeit bewiesen hat: Das Kosovo konnte durch
Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes seine Loslösung von Serbien und
die Gründung eines eigenen, unabhängigen Staates erreichen, und
Grönland hat einen großen Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit
vollzogen. Damit zeigt sich einmal mehr die Frieden stiftende Kraft
dieses Menschenrechtes.

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
9. 12. 08

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9 Kommentar(e)

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1

Warum erwahnt ihr eigentlich nicht die Initiative Italiens vor den Vereinten Nationen, mit dem Ziel die Todestrafe abzuschaffen.

2

Diktator Durnwalder
Durnwalder verwehrt uns die Menschenrechte.

In Süd-Tirol bestimmt nun leider der Landesverräter Durnwalder, ob wir die Menschenrechte erhalten oder nicht. Ist schon paradox.

3

EU-Recht:
Hallo Michael,

welche "Spezialregeln" für Dynamit sind das?
Sind diese Regeln nicht gegen geltendes EU-Recht:
"Freier Verkehr von Waren und Dienstleistungen"?

4

Es gibt keine Voelker.
Es gibt nur Menschen mit italienischen Pass oder ohne italienischen Pass. So einfach ist das. Wenn du von einem Polizisten kontrolliert wirst, interessiert ihn auch nicht, ob du zum Volk A4df3 gehoerst, oder zum Volk K8_l9p, wohl aber ob du einen italienischen oder einen weissrussischen Ausweis vorzeigst.

5
Markus A., Innsbruck

Fördern und achten?
Selbstbestimmung - Menschenrecht!

„Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über ihren politischen Status und gestalten in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung.“

„Alle Völker können für ihre eigenen Zwecke frei über ihre natürlichen Reichtümer und Mittel verfügen, unbeschadet aller Verpflichtungen, die aus der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf der Grundlage des gegenseitigem Wohles sowie aus dem Völkerrecht erwachsen. In keinem Fall darf ein Volk seiner eigenen Existenzmittel beraubt werden.“

„Die Vertragsstaaten, einschließlich der Staaten, die für die Verwaltung von Gebieten ohne Selbstregierung und von Treuhandgebieten verantwortlich sind, haben entsprechend der Charta der Vereinten Nationen die Verwirklichung des Rechts auf Selbstbestimmung zu fördern und dieses Recht zu achten.“

6

und sie griffen zu Dynamit...
Die italienischen Besatzer trauen den Südtirolern weiters nicht über den Weg.

Bis heute gelten Spezialregeln für die Handhabung von Sprengstoff in Südtirol. Sprengstoff für unseren Steinbruch bei Sterzing muss just-in-time unter grossen Sicherungsmassnahmen extra aus Italien heraufgefahren werden!

So viel zu gegenseitigem Vertrauen. Italien ist eben Besatzer und nicht Vaterland.

7

Italien hatte versagt
und die Freiheitskämpfer wehrten sich gegen Tyrannei und Unterdrückung.

Heute ist die SVP der Mitverhinderer der Menschenrechte und der Freiheit. Ihnen ist ihre Macht über die Süd-Tiroler bestimmen zu können lieber, als die Freiheit des eigenen Volkes.

8

Im Sinne der Menschenrechte
Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde von der Generalversammlung der vereinten Nationen (UN) am 10. Dezember 1948, vor genau 60 Jahren angenommen.
In diesem Zusammenhang sei auf die Präambel der Erklärung hingewiesen:
„…. DA ES WESENTLICH IST, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung als letztem Mittel gezwungen ist ….“
Nachdem Erklärungen, Protestaktionen und Hungerstreiks nichts genutzt haben, griffen in den sechziger Jahren Frauen und Männer in Tirol, unterstützt von Freunden aus dem deutschen Kulturraum, zum letzten Mittel, zum Aufstand und zum Dynamit! Sie griffen damit zum letzten Mittel, sie wurden dazu gezwungen! Sie handelten im Sinne der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte!

9

Selbstbestimmungrecht ist Menschenrecht
Das Recht auf die eigene Selbstbestimmung als Einzelperson oder als eine eigne von der Mehrheit eines Staates historisch, ethnisch, sprachlich und kulturell unterscheidbare Ethnie, dazu in der eigenen seit Menschengedenken angestammten Heimat, ist überhaupt erstes und wichtigstes Menschenrecht, das andere Rechte in einer humanen Gesellschaft erst möglich macht, und ein erfülltes Leben in Freiheit und Demokratie ohne Einschränkungen erst ermöglicht. Dem italienischen Machtanspruch haben die Süd-Tiroler bei entsprechenden historischen Gelegenheiten von Anfang dieser Herrschaft an klar und deutlich widersprochen, so zum Beispiel in verschiedenen geschlossen unterzeichneten Petitionen für eine demokratische und freie Klärung der Frage der Selbstbestimmung in diesem Staat, der nicht der der Süd-Tiroler war und ist. Die heutige Macht der Fremdbestimmung hat kein einziges mal darauf reagiert, ganz im Gegenteil, vor allem in der Geschichte diesen Widerspruch mit noch stärkeren Versuchen der Politik der Italianisierung mit der Brechstange beantwortet. Heute wurde dieser alte Begriff den neuen Zeiten angepasst und durch Altoatesinisierung ersetzt, aber beide sind im Prinzip ident, was ihren ideologischen Inhalt und Wirkung auf den Charakter der Gesellschaft betrifft. Italien hat bereits am Anfang der eigenen Fremdherrschaft gegen schon damals gelebte und gut gekannte Völkerrecht der Selbstbestimmung der Völker klar verstossen, indem es eine ungerechte Grenze nicht nach ethnischen Kriterien gefordert und gegen den ausdrücklichen Willen der betroffenen Bevölkerung selbst quer durch das Land Tirol 1918/19 zum ersten mal überhaupt in der Geschichte aus reiner territorialer Raffgier gezogen hat. Übrigens, damals auch nicht anders als in Istrien und Dalmatien, da das Hinterland dieser Länder fast ausschliesslich von nicht italienischer Bevölkerung schon immer besiedelt war. Die Kroaten und Slowenen haben die gleiche fanatische "Behandlung" der italienischen Faschisten bis 1943/45 über sich ergehen lassen müssen, wie auch die Süd-Tiroler, aber doch mit dem großen Unterschied, dass sie aus eigener Kraft diese Fremdherrschaft damals abgeschfft und abgeschüttelt haben. Hätten auch zwischen 1945 -54 nicht die West-Allierten die Tito-Partisanen erfolgreich bis zur heutigen Ostgfenze Italiens zurückgedrängt, hätte wohl gestern und heute Italien seine "Autonome Provinz Triest oder Udine" in Jugoslawien, später in Slowenien gehabt. In Hinblick auf diese Geschichte sollte man vielleicht die Anhänger der Fremdbestimmung in der AP Bozen von heute an die Argumentation Italiens im Falle der bis 1954 international verwalteten Freien Stadt Triest erinnern, und wie sehr damals Rom mit haargenau gleicher Argumentation die Welt für die Selbstbestimmung der 3/4 starker ethnischer Mehrheit der Italiener in und Triest und Gorizia die Welt eindringlich und herzzerreissend zu überzeugen versucht hat, wie dies auch die Süd-Tiroler und ihre Freunde auch heute immer noch tun müssen, ohne auf viel Einsicht bei Italien. Solle man diesen Umstand bereits vergessen haben, wie das italienische Vaterland verzweifelt nach dem verloren geglaubten eigenen Kind vor 1954 gerufen hat, dann möchte ich ein Lied und die italienische Schlagersängerin dieser Jahre Nilla Pizzi mit ihrem Liied "Vola colomba", mit dem sie den ersten Preis sogar in Sam Remo, 1952 glaube ich, gewonnen hat, als unparteiische Zeitzeugin aufrufen. Dieses Lied ist auch leicht auf YuoTube abrufbar. Die Süd-Tiroler können mehr oder weniger alle gut Italienisch, daher werden sie den Text auch gut verstehen, die Italiener sowieso. "Vola colomba" war ein Weckruf in ganz Italien für die internationale Durchsetzung des Menschenrechtes auf ethnische Selbstbestimmung der Italiener in dieser damals nicht italienischer Stadt. Wofür die die "bianca colomba" die weisse Taube steht, ist auch klar, es geht in diesem Lied um die Sehnsucht der Menschen nach einem Leben ohne Trennung in Frieheit der Einheit und in Frieden in einer eigenen seit Menschengedenken Heimat, ohne die Fremdbestimmung einer fremden Macht des Allierten Kontrollrates erdulden zu müssen. Es ist auch ein Gebet an die Mächte des Himmels, das erhört werden sollte, dafür beteten die Italiener kniend und mit Inbrunst in der Domkirche San Giusto von Triest, damit sie wieder einmal in einem gemeinsamen Vaterland wiedervereint leben dürften. Dieses Gebet oder dieser Wunsch ist Italien von der Aussenwelt damals erfüllt worden, die provinzen Triest und Gorizia sind zu Italien 1954 zurückgekehrt. Das gleiche Recht auf die eigne Selbstbestimmung verweigert aber Italien weiterhin dem Land und Volk Süd-Tirols wie vor Jahr und Tag. Die so tragische Geschichte des Landes Südtirol in Italien der 60er Jahre sei in diesem Zusammenhang nur am Rande erwähnt. Auch die letzte Selbstbestimmungpetiropn der 99% süd-tiroler Bürgermeister von 2006 an den Österreichischen Nationalrat in Wien änderte bis jetzt nichts an Uneinsichtigkeit und Unbbarmherzigkeit dieses Staates der Fremdbestimmung in dieser Frage. Daher noch einmal zur Erinnerung möchte man allen, die dem Land Südtirol weiterhin das Menschenrecht auf die Selbstbestimmung verrwehren, dieses alte italienische Lied von Nilla Pizzi in Erinnerung rufen, und mögen sie dabei auch an ein anderes kleines Volk in einem Land südlich des Brenners zwischen Salurn und Brenner denken, das sich ebenfalls so sehr seit Generationen nach Selbstbestimmung sehnt. Auch diese Menschen können weinen und ihr Gesicht in den Händen in Anbetracht der heute herrschenden politischen Lage in der Frage der Selbstbestimmung von Schmerz und Kummer schluchzend verbergen, vielleicht nicht in der Domkirche San Giusto in Triest, aber ganz sicher überall in Tirol zwischen Salurn und Kufstein oder im Rest des österreichischen Vaterlandes. Hier ist der volle Text dieses oben erwähnten Liedes von historischer Bedeutung für das Menschenrecht auf die ethnische Selbstbestimmung:

VOLA COLOMBA

Dio del Ciel se fossi una colomba
Vorrei volar laggiù dov´è il mio amor,
Che inginocchiato a San Giusto
Prega con l´animo mesto:
Fa che il mio amore torni
Ma torni presto

Vola, colomba bianca, vola
Diglielo tu
Che tornerò

Dille che non sarà più sola
E che mai più
La lascerò

Fummo felici uniti e ci han divisi
Ci sorrideva il sole, il cielo, il mar
Noi lasciavamo il cantiere
Lieti del nostro lavoro
E il campanon din don
Ci faceva il coro

Vola colomba bianca, vola
Diglielo tu
Che tornerò

Tutte le sere m´addormento triste
E nei miei sogni piango e invoco te
Anche il mi vecio te sogna
Pensa alle pene sofferte
Piange e nasconde il viso tra le coperte

Vola, colomba bianca, vola
Diglielo tu
Che tornerò

Diglielo tu
Che tornerò...