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1 Jahr Unabhängigkeit des Kosovo: Siegeszug der Selbstbestimmung

kosovo.jpgDer Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, erinnert daran, dass heute vor genau einem Jahr das Kosovo seine politische Unabhängigkeit proklamierte und damit dem Selbstbestimmungsrecht ein weiteres Mal zum Durchbruch in Europa verhalf. Entgegen aller Unkenrufe wurde die Unabhängigkeit von den meisten Staaten sofort anerkannt und konnte seither in größtmöglichem Frieden entfaltet werden.

Nach der Unabhängigkeit von Slowenien und Montenegro ist das Kosovo somit zu einem weiteren Vorbild (mit völkerrechtlicher Relevanz) für die Abspaltung Süd-Tirols von Italien geworden.
Es macht deutlich, dass nichts so bleiben muss wie es ist und man sich vor neuen politischen Perspektiven nicht fürchten muss.
Die Zugehörigkeit Süd-Tirols zu Italien erweist sich politisch und wirtschaftlich zu einem immer größeren Problem.
Die Zeit ist daher auch für Süd-Tirol gekommen, endlich Verantwortung für die Zukunft des Landes zu übernehmen und sich von Italien zu verabschieden.

Das Selbstbestimmungsrecht bietet dazu die Möglichkeit, da es nicht nur in Artikel 1 der Menschenrechtspakte verankert ist, sondern sogar von Italien selbst ratifiziert wurde.

Wenn dem Kosovo das Recht auf Sezession zugesprochen wurde, obgleich das Gebiet historisch mit Serbien zu assoziieren ist, so muss dieses Recht auf Sezession auch für Süd-Tirol gelten, auf welches Italien weder historisch, noch kulturell ein Anrecht geltend machen kann, und dessen Annexion 1920 mit Gewalt und vor allem gegen den ausdrücklichen Willen der Bevölkerung erfolgte!


Sven Knoll
Landtagsabgeordneter
und Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT


 

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6 Kommentar(e)

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1

Anmerkungen: Städtefreundschaften
Vielleicht gelingt es, ein paar Städtefreundschaften zwischen Süd-Tiroler und kosovarischen Städten zustande zu bringen.

Die Stadt Dresden etwa ist eine Städtefreundschaft mit Coventry eingegangen, weil beide Städte ein ähnliches Schicksal erlitten haben (wenn auch nicht im Ausmaß der Zerstörung vergleichbar...).

mfg
Paul

2

Eine Kriegsbeute ist kein Recht
Ich weiß nicht, ob du mich meinst.

Mittlerweile sollten die meisten Südtiroler wissen, dass Österreich (Tirol) bis zum Brenner von Italien 1919 als Kriegsbeute annektiert worden ist. Das erlaubt kein Gesetz der Welt.

Unter dem Deckmantel des Zusammenhaltens schaffte sich die SVP über Jahrzehnte die absolute Mehrheit. Nun aber ist auch die SVP die Macht, die dieses Land Tirol vom Brenner bis Salurn annektiert.

3

Kosova und Süd-Tirol
Dazu solle man vielleicht noch anmerken, dass gerade Italien eines der Länder in der EU war, das em entschiedensten mit der ehem. Regierung von Romano Prodi diese geglückte Selbstbestimmung im Kosovo außenpolitisch unterstützt und europapolitisch vorangetrieben, sowie als eines der ersten Länder auch völkerrechtlich anerkannt hat. Wenn man an die leidvolle Geschichte von Süd-Tirol in Italien vor allem in den 50er und 60er Jahren denkt, da ist es den Menschen hier auch nicht besonders viel anders ergangen, als den Kosovo-Albanern in Jugoslawien und Serbien, vor allem Ende der 90er Jahre. Auch damals wurde Italien von der UNO mehrmals dazu aufgerufen und politisch angehalten, dazu in einer westeuropäischen Demokratie, die Menschenrechte der Süd-Tiroler damals zu respektieren und auch im Alltag einzuhalten, bzw. diese nicht permanent zu verletzen. Erst durch die unermüdlichen Bemühungen der völkerrechtlichen Schutzmacht der Süd-Tiroler, das Vaterland Österreich, und durch den Eigenen Beitrag, sowie durch den Druck von der Seite der demokratischen Länder wurde endlich bis 1992 die bereits 1946 im Pariser Vertrag zwischen Österreich und Italien versprochene großzügige Autonomie für Südtirol auch in Praxis eingeführt. Durch die Erfolge der Autonomie hat das Land in den letzten fast 20 Jahren wieder einigermaßen zu sich selbst zurückgefunden. Heute denkt Rom wieder daran, die Bestimmungen des Autonomiepaketes nachhaltig zu abzuschwächen oder zu relativieren. Ein Grund mehr, um die Klärung oder eine demokratisch glaubürdige Beantwortund der Selbstbestimmungfrage der Süd-Tiroler mit allem Nachdruck zu fordern. Die geschlossen unterzeichnete Selbstbestimmung-Petition der 99% der Südtiroler Bürgermeister an den Österreichischen Nationalrat in Wien hat im Mai 2006 auf diese historisch nie aufhörende Forderung nach Klärung der Selbstbestimmungfrage unter den heutigen demokratiepolitischen Voraussetzungen in Mitteleuropa und in der EU, in und aus Süd-Tirol, wieder einmal die freie und demokratische Völkergemeinschaf nachhaltig und eindrucksvoll erinnert. Das Selbstbestimmungrecht ist erstes und wichtigstes Menschenrecht, das besagt die UNO-Charta. Seit Juni 2006 sind zwei neue Länder nach geglückter Selbstbestimmung durch die Unterstützung der freien Welt dazu gekommen, nämlich die Länder Montenegro und Kosovo. In diesem Jahr 2009 feiert auch das Nachbarland der Österreicher und der Alt-Österreicher in Süd-Tirol bereits den 20. Jahrestag der eigenen geglückten und vor allem friedlichen Wiedervereinigung. Auch das ist heute Europa der EU der freien und der selbstbestimmten Völker.

4

liabr Sven... Wenn dr nuien Gesetztentwuft fa Holzmann ratifiziert werd, so dass bol jeder wos in Suedtirol Urlaub mocht nochr ba ins wohln konn, so hobmor kuane Chance mehr mitr Selbstbestimmung!!!
Tua bittschien mit deiner Kollegin olls meglichs um des zu vermeiden!

fabivS

5

uiuiui, sehr fragwürdige aussagen in deinem artikel:
1. sind 54 von 192 UN-Staaten "die meisten Staaten"?
2. art. 1 des menschenrechtpaktes gibt ein recht auf sezession? seit wann?

6

Unser Tirol
Ist Durnwalder zu feige oder von Italien gekauft?

Die SVP redet von der geistigen Einheit Tirols, arbeitet aber an der finanziellen und diktatorischen Einheit mit Italien.

Wann sind die Bürger so mündig und erkennen, dass der Machtapparat SVP sie nur an der Nase herum führt und das annektierte Gebiet Süd-Tirol künstlich am Leben erhält, um sich lediglich einige fette (gutbezahlte) Politposten zu erhalten.